Inschriftenkatalog: Landkreis Bergstraße

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 38: Bergstraße (1994)

Nr. 242 Beedenkirchen, Evangelische Kirche 1633

Beschreibung

Stifter- und Namensinschrift auf einem Taufstein. Der aus rotem Sandstein in gotisierender Kelchform gefertigte Taufstein mit achteckigem Becken steht rechts vor dem Chor. Die Stifterinschrift (A) läuft oben auf dem Rand um, die Namensinschrift (B) befindet sich an der Seite des Beckens. Die Inschriften zeigen an zwei Stellen deutliche Spuren von Ausbesserungen, die offenbar in jüngerer Zeit vorgenommen wurden. Der betreffende Textausschnitt wird in eckigen Klammern wiedergegeben.

Maße: H. 100, Dm. 47, Bu. 3,5-4 cm.

Schriftart(en): Kapitalis.

Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz (Thomas G. Tempel) [1/3]

  1. A

    + I[OH(ANNES) · SEBAST(IANVS) · NEISIVS 1633 · P]IAQ(VE)a) · DEVOTIONE · BAPTISTERIVM DE · SVO CVRAVIT · LOCI · PASTOR

  2. B

    IOH(ANNES) · SE[BAST(IANVS)] / NEISIVS1) / 1 · 6 · 33b) ·

Übersetzung:

Johann Sebastian Neisius 1633. Und in frommer Ergebenheit hat er als Pfarrer des Ortes den Taufstein auf seine Kosten machen lassen.

Kommentar

Johann Sebastian Neisius aus Heilbronn war von 1617-1621 Schulmeister in Neustadt im Odenwald und von 1621 bis zu seinem Tod 1636 Pfarrer von Beedenkirchen.2)

Textkritischer Apparat

  1. Das Q ist kleiner als die übrigen Buchstaben, wurde aber offenbar nicht später eingefügt.
  2. 1533 Dammann.

Anmerkungen

  1. Hinter dem letzten Buchstaben ist ein Steinmetzzeichen (Nr. 22) eingeritzt.
  2. Kayser 425; Diehl, Hassia sacra 1, 197, Nr. 12.

Nachweise

  1. W. Kayser, Beiträge zur Geschichte von Beedenkirchen, in: AHG 7 (1853) 412.
  2. Dammann, Kdm. 51.

Zitierhinweis:
DI 38, Bergstraße, Nr. 242 (Sebastian Scholz), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di038mz04k0024207.