Inschriftenkatalog: Landkreis Bergstraße

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 38: Bergstraße (1994)

Nr. 241 Bensheim, Friedhofskirche 1632

Beschreibung

Grabplatte des Johann Brettel. Die aus rotem Sandstein gefertigte Platte ist heute in der Ostwand eingemauert. In dem eingetieften Feld ist oben ein Wappen angebracht. Darunter folgt die vorlinierte Inschrift, von der noch 19 Zeilen erhalten sind. Der untere Teil der Platte ist weggebrochen.

Maße: H. 139, B. 78, Bu. 4,5 cm.

Schriftart(en): Kapitalis.

Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz (Thomas G. Tempel) [1/1]

  1. ANNOa) MDCXXXII DEN XXX IANV/ARIIb) IST HIEHER BEGRA/BEN WORDEN DER / EHRNHAFT VND FV̈/R GEACHTE HERR / IOHANN BRETTEL / SEINES ALTERS / IM LXIV IAHR / WELCHER CHVRPFAL/TZISCHER LAND/COMISSARIVS / ADELICH THALB/VRGISCHER KEL/LER AVCH ETLIC/H VND DREISSIG / IAHR IM RAHT ALL/HIE GEWESEN / GOTT VERLEIHE / [I]M EIN FROLIC[H / ...]c)

Wappen:
Brettel (Mohrenkopf).

Kommentar

Die Inschrift ist in scriptura continua geschrieben. Die erste Zeile greift auf beiden Seiten auf den Rand über.

Im Bensheimer Grundbuch von 1630 wird Johann Brettel als Schaffner des Hofs der Kämmerer von Worms gen. von Dalberg genannt.1) Er gehörte seit 1595 dem Rat der Stadt Bensheim an.2)

Textkritischer Apparat

  1. AN steht auf dem Rand.
  2. IANV steht auf dem Rand.
  3. Zu ergänzen ist etwa Vfferstendnus, Vfferstehung o. ä.

Anmerkungen

  1. Stadtarchiv Bensheim 12.J 5, 18.
  2. Henkelmann, Bensheim 185.

Zitierhinweis:
DI 38, Bergstraße, Nr. 241 (Sebastian Scholz), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di038mz04k0024109.