Inschriftenkatalog: Landkreis Bergstraße

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 38: Bergstraße (1994)

Nr. 42 Hirschhorn, Ersheimer Kapelle 1405

Beschreibung

Grabplatte des Edelknappen Hans von Hirschhorn. Die Platte aus rotem Sandstein steht heute an der Südwand des Chors. Die Inschrift läuft auf dem Rand zwischen Linien um. Oben im Feld befinden sich in Relief zwei Wappen. Die äußeren Ränder der Platte sind leicht beschädigt.

Maße: H. 246, B. 118, Bu. 8,5-9,5 cm.

Schriftart(en): Gotische Minuskel.

Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz (Thomas G. Tempel) [1/1]

  1. + anno d(omi)ni · m · cccc · / · quinto · obiit · domicell(us) · ioh(ann)es · filius · d(omi)ni / · alberti · de hirszh(orn) / militis · f(er)ia · sexta · an(te)a) · nati(vi)tate(m) · ma(r)ie · v(ir)g(inis) ·

Übersetzung:

Im Jahre des Herrn 1405 starb der Edelknappe Johannes, Sohn des Herrn Ritters Albert von Hirschhorn, am Freitag vor Mariae Geburt (4. Sept.).

Wappen:
Hirschhorn; Frankenstein.

Kommentar

Hans VII. war der Sohn Alberts II. von Hirschhorn und Annas von Frankenstein. Er wird urkundlich 1401 zum erstenmal erwähnt. Verheiratet war er mit Irmel Knebel von Katzenelnbogen.1) In Dienstverhältnissen ist er nicht nachweisbar.

Textkritischer Apparat

  1. f(er)ia ... an(te) fehlt bei Siebeck.

Anmerkungen

  1. Lohmann 64 u. Taf. 1 mit 519, Anm. 15 u. 17. Ritsert 143f. Zu Albert II. vgl. Nr. 40.

Nachweise

  1. Ritsert, Hirschhorn 144.
  2. Siebeck, Inschriften 5.
  3. Lohmann, Hirschhorn 519, Anm. 16.

Zitierhinweis:
DI 38, Bergstraße, Nr. 42 (Sebastian Scholz), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di038mz04k0004205.