Inschriftenkatalog: Bad Kreuznach

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 34: Bad Kreuznach (1993)

Nr. 169† Sobernheim, ehem. Johanniter-Kapelle 1486?

Beschreibung

Grabdenkmal für den Edelknappen Gerhard II. Lander von Sponheim, noch um 1765 in der damals wieder restituierten Ordenskapelle nachgewiesen, verloren. Ausführung unbekannt.

Nach Würdtw. Epitaphienbuch.

  1. Anno m cccclxxxvi xii octobr(is) obiit domicellus Gerhard(us) Landerer de Spanheim requiescat in pace.

Kommentar

Gerhard II. Lander von Sponheim war mit der 1481 verstorbenen Katharina Mohr von Nieder-Flörsheim verheiratet. Nach ihrem Tod stiftete er ein aufwendiges Grabdenkmal1), auf dem er sich und seine Frau darstellen ließ. Während die Grabinschrift seiner Frau vollständig ausgeführt wurde, blieb die Stelle für seine nachzutragenden Todesdaten frei. Da sich die hier vorliegende Grabinschrift mit den überlieferten Resten seiner 1481 begonnenen und bei seinem Tod mit Sicherheit nicht vollendeten Grabinschrift kaum in Übereinstimmung bringen läßt, ist wohl davon auszugehen, daß er ein zusätzliches Grabdenkmal in Form einer Grabplatte oder eines Totenschildes erhielt.

Erschwerend kommt hinzu, daß sich noch 1886 für den Verstorbenen eine zweite, in Formular und Datum wiederum abweichende, fragmentarische Grabinschrift erhalten hatte: nach chr(ist)i gebvrt mccclxxxviii (...) dem gerhard lander von sponheim2). Vollends widersprüchlich – und damit vorläufig nicht zu klären – wird die Sache, wenn man die urkundliche Überlieferung heranzieht, nach der Gerhard Lander von Sponheim am 28. Juli 14903) zum letzten Mal erwähnt wird.

Anmerkungen

  1. Vgl. Nr. 155 von 1481.
  2. So Lehfeldt, Bau- und Kunstdenkmäler 331.
  3. LHAK 642 (Stadt Sobernheim) Urk. Nr. 70.

Nachweise

  1. Würdtweinsches Epitaphienbuch 318.

Zitierhinweis:
DI 34, Bad Kreuznach, Nr. 169† (Eberhard J. Nikitsch), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di034mz03k0016902.