Inschriftenkatalog: Bad Kreuznach

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 34: Bad Kreuznach (1993)

Nr. 57† Disibodenberg, Klosterkirche 1369

Beschreibung

Grabdenkmal („tumulus“) der Laudrad von Graseweg, geb. von Schmidburg. Früher beim Ausgang der Kirche („in fine templi“) in den Boden eingelassen (Plan Nr. I), heute verschollen bzw. noch nicht aufgefunden.

Nach Helwich.

  1. Anno domini m ccc lxix xiii kalendas Augusti obiit domina Laudrad vxor domini Jacobi militis de Grasewege cuius anima requiescat in pace

Datum: 20. Juli 1369.

Wappen:
Graseweg (über einem Balken sieben 4:3 gestellte, liegende Steine, darunter sechs 3:2:1 gestellte); Schmidburg.

Kommentar

Laudrad (urkundlich auch Lutradis) war die dritte Tochter der Demudis von Lewenstein und des Ritters Ludolf von Schmidburg(-Hollenfels), Burgmann auf der gleichnamigen erzbischöflich trierischen Burg im vorderen Hunsrück1). Wie ihre neben ihr begrabene Schwester Liepmut2), war sie mit einem von Graseweg verheiratet, vermutlich sogar mit dem Bruder ihres Schwagers Antilman, Jakob II. von (Scharfenstein gen.) Graseweg (†1387). Er wird zusammen mit seiner Ehefrau erstmals 1338 erwähnt, 1344 als mainzischer Burgmann in die Burg Rheingrafenstein aufgenommen3), war zudem seit 1343 Burgmann auf der Schmidburg und 1346 Burgmann der Wild- und Rheingrafen auf der Kyrburg4).

Anmerkungen

  1. Vgl. Zwiebelberg, Freiherrn von Schmidburg 33f. und ders., Schmidburg 45.
  2. Vgl. Nr. 43 von 1360.
  3. Vgl. Pöhlmann, Antilmann 1.
  4. Vgl. Zwiebelberg, Schmidburg 23.

Nachweise

  1. Helwich, Syntagma 445.
  2. Roth, Syntagma 1 (1883).
  3. Baudenkmale III 134.
  4. Pöhlmann, Antilmann 1. (alle nach Helwich).

Zitierhinweis:
DI 34, Bad Kreuznach, Nr. 57† (Eberhard J. Nikitsch), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di034mz03k0005701.