Inschriftenkatalog: Landkreis Jena

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 39: Landkreis Jena (1995)

Nr. 209† Dornburg, Altes Schloß 1585

Beschreibung

Inschrift auf einer Bronzeglocke, die nach den Akten des Deutschen Glockenarchivs vom (zweifellos Alten) Schloß Dornburg / Kr. Jena stammte (aus der früheren Literatur unbekannt). Im II. Weltkrieg auf dem Hamburger Glockenfriedhof ausgelagert. Später umgegossen; das Wappen auf der Flanke herausgeschnitten und in die Sammlungen des Glockenmuseums Apolda gebracht.1) Die Krone bestand aus zwei Bügeln mit Dreiecksornamenten zwischen Seilstäben; auf der Haube ein Steg. Die Inschrift verlief zwischen vier Stegen um den Glockenhals. Auf der Flanke Relief des Ernestinischen Wappens; Wolm und Schlag ohne Zier.

Nach Glockenarchiv.

Maße: Dm. 83 cm; H. 85 cm; Gewicht: 369 kg.2)

Schriftart(en): Kapitalis, erhaben; Worttrennung durch Quadrangeln.

Germ. Nationalmuseum, Glockenarchiv, Sig. 11/20/307 B (Neg.Nr. 8236) [1/1]

  1. ANNO ∙ 1585 ∙ GOS MICH MELCHIOR MOERINCK IN ERFFVRT ∙ V(ERBVM) ∙ D(OMINI) ∙ M(ANET) ∙ I(N) ∙ AE(TERNVM) ∙3)

Wappen:
Sachsen (Ernestiner).4)

Kommentar

Zu Melchior Moering, vgl. Nr. 213. Eine andere profane Schlagglocke: Nr. 159a.

Anmerkungen

  1. H. 20 cm; B. 15 cm; vgl. Schilling 1988, 207 Abb. 413.
  2. Nach den Messungen des Glockenarchivs.
  3. 1 Pt. 1,25.
  4. Geteilt in neun Felder (vgl. Souv. 1,23, Taf. 37): 1. Pfalz Sachsen, 2. Landgfsch. Thüringen, 3. Markgfsch. Meissen, 4. Pfalz Thüringen, 5. (Herzschild) Hzgm. Sachsen, 6. Pleissen, 7. Gfsch. Altenburg, 8. Gfsch. Orlamünde, 9. Gfsch. Brehna. Helme: 1. Thüringen, 2. Sachsen, 3. Meissen.

Nachweise

  1. Germanisches Nationalmuseum, Glockenarchiv, Nr. 11/20/307 B und Photo Neg. Nr. 8236.
  2. Schilling 1988, 339 mit Photo der Glocke S. 365 Abb. 650, und des Wappens S. 207 Abb. 417.

Zitierhinweis:
DI 39, Landkreis Jena, Nr. 209† (Luise und Klaus Hallof), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di039b006k0020901.