Inschriftenkatalog: Landkreis Jena

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 39: Landkreis Jena (1995)

Nr. 202 Orlamünde, Stadtkirche St. Mariae 1582

Beschreibung

Inschrift auf der größeren der beiden Bronzeglocken1) in der oberen Glockenstube des Turmes. Einzeilige Inschrift zwischen vier Stegen am Glockenhals; die Flanke ohne Zier; am Wolm zwei Stege; am Schlag leeres Band zwischen zwei Stegen.

Maße: H. 60 cm; Dm. 76 cm; Bu. 2 cm.

Schriftart(en): Kapitalis, erhaben; Worttrennung durch Medaillons und kleine Rauten.

SAW Leipzig, Inschriftenkommission (Luise u. Klaus Hallof) [1/3]

  1. GOTTES WORT BLEIBET EWICH2)ECKHART KVECHGER ∙ GOS MICH ∙a) M ∙ D ∙ LXXXII ∙a)a)a)

Kommentar

Zu dem Erfurter Glockengießer Eckhard Kucher, vgl. Nr. 159. Die kursächsische Devise ist auf Kuchers Glocken häufig (vgl. Nr. 163); in der deutschen Fassung ist der Reim beabsichtigt. Die Glocke ersetzte eine 1582 zersprungene Vorgängerin, deren Inschrift nicht überliefert ist.3)

Textkritischer Apparat

  1. Medaillon (Dm. 2 cm) mit gekröntem Löwenhaupt, wie auf Nrr. 196, 205, 238.

Anmerkungen

  1. Die andere Glocke: Nr. 8.
  2. 1 Petr. 1,25.
  3. Lommer 1872, 155.

Nachweise

  1. Löbe 1869, 194.
  2. Lommer 1885, 62.
  3. BuKTh III (Kahla), 1888, 141.
  4. Bergner 1894a, 72.
  5. Weinhold 1986, 48.

Zitierhinweis:
DI 39, Landkreis Jena, Nr. 202 (Luise und Klaus Hallof), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di039b006k0020203.