Inschriftenkatalog: Hohenlohekreis

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 73: Hohenlohekreis (2008)

Nr. 3† Kloster Schöntal (Gde. Schöntal), Kloster, Kreuzgang 1260?

Beschreibung

Grabplatte des Jakob von Clepsheim. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts noch im Boden des östlichen Kreuzgangflügels als zwölfte Grabplatte von Norden1; danach wohl im Zuge des Neubaus des Kreuzgangs beseitigt. Mit Wappenschild2; nähere Ausführung unbekannt.

Inschrift nach Hebenstreit3.

  1. Anno D(omi)nia) M . CCLX . VIII .b) Idus Julij obijt Jacobus Miles de Clepsenc)

Übersetzung:

Im Jahr des Herrn 1260 am achten Tag vor den Iden des Juli (8. Juli) starb Jakob, Ritter von Clepsheim.

Wappen:
Clepsheim4.

Kommentar

Die Auflösung des Todestages ist nicht eindeutig: zieht man die VIII zur Jahreszahl, ergäbe sich der 15. Juli 1268. Allerdings wäre in diesem Fall Idibus statt Idus zu erwarten. Die Genealogie der um die Mitte des 14. Jahrhunderts ausgestorbenen Herren von Clepsheim ist bislang nicht erforscht. Ein weiterer Angehöriger des Geschlechts wurde 1257 in Schöntal bestattet (vgl. nr. 2).

Textkritischer Apparat

  1. D(omi)ni Müller/Stöcklein; fehlt bei Hebenstreit.
  2. Müller/Stöcklein; 1260. 8. Hebenstreit.
  3. obijt nobilis D(omi)nus Jacobus de Clepsen Müller/Stöcklein. Der Lesung von Hebenstreit ist hier jedenfalls der Vorzug zu geben. Zur Schreibung des Namens Clepsen vgl. nr. 2 Anm. d.

Anmerkungen

  1. Müller/Stöcklein (WLB Cod. Don. 600) fol. 22r.
  2. Hebenstreit (StAL B 503 II Bü 10) p. 70.
  3. Wiedergabe in Minuskel; die Inschrift war sicherlich in Gotischer Majuskel ausgeführt.
  4. Achtspeichiges Rad; vgl. Hebenstreit (wie Anm. 2): „… gerunt rotam cum octo vectibus“.

Nachweise

  1. Hebenstreit (StAL B 503 II Bü 10) p. 70.
  2. Müller/Stöcklein (WLB Cod. Don. 600) fol. 22r.
  3. OAB Künzelsau 786 (nach Müller/Stöcklein, zu 1268).

Zitierhinweis:
DI 73, Hohenlohekreis, Nr. 3† (Harald Drös), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di073h016k0000308.