Inschriftenkatalog: Stadt Hildesheim

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 58: Stadt Hildesheim (2003)

Nr. 261 Dom-Museum 2. H. 15. Jh.–A. 16. Jh.

Beschreibung

Sieben Fragmente einer Grabplatte für einen Abt des St. Michaelisklosters. Sandstein. Die Platte stammt nach Angaben des Dom-Museums aus St. Michaelis. Die teilweise bereits wieder zusammengefügten Fragmente lassen im Innenfeld eine im Flachrelief ausgeführte Darstellung des Verstorbenen mit Mitra und Abtsstab unter einer gotischen Bogenarchitektur erkennen. Die stark verwitterte erhabene Inschrift ist als Umschrift ausgeführt, lesbar ist ein Teil aus dem oberen Bereich der rechten Langseite und Teile aus dem unteren Bereich der linken Langseite.

Maße: H.: ca. 200 cm; B.: ca. 125 cm (Gesamtplatte); Bu.: 10,5 cm.

Schriftart(en): Gotische Minuskel.

  1. [ - - - / - - - ]a · diea) · [ - - - / - - - /...]anb) [.......]onac) · abb[a]s [sextusd) - - - ]

Textkritischer Apparat

  1. die] Lesung unsicher, vir Kat. Ego sum.
  2. An dieser Stelle ist das Ende des Vornamens zu vermuten. In den vergleichbaren Grabschriften der beiden im 16. Jahrhundert verstorbenen Äbte Hermann Dieck (Nr. 371) und Matthias Campe (Nr. 400) sind die Äbte nur mit dem Vornamen genannt.
  3. Vielleicht mona(sterii).
  4. Lesung unsicher. Als sechster Abt nach der Reform amtierte der 1563 verstorbene Johannes Herzogenbusch, als sechsundzwanzigster Abt (der letzte vor der Klosterreform) sind in der Abtsliste der Germania Benedictina Heinrich Woltdorf und/oder Konrad Wolthusen angesetzt. Vgl. Germania Benedictina VI, S. 241.

Nachweise

  1. Kat. Ego sum, S. 294, Abb. S. 295.

Zitierhinweis:
DI 58, Stadt Hildesheim, Nr. 261 (Christine Wulf), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di058g010k0026100.