Inschriftenkatalog: Stadt Hildesheim

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 58: Stadt Hildesheim (2003)

Nr. 95 St. Andreas 4. V. 13.–1. H. 14. Jh.

Beschreibung

Fragment einer Grabplatte.1) Sandstein. Der Stein ist in etwa 3 m Höhe in die Westwand der südöstlichen Chorkapelle eingemauert. Erhalten ist ein Teil der Umschrift. Die Buchstaben sind eingehauen.

Maße: H.: 25 cm; B.: ca. 60 cm; Bu.: 7 cm.

Schriftart(en): Gotische Majuskel.

  1. [ - - - ] INa) · / VIGILIA · BE[ - - - ]

Übersetzung:

[...] am Tag vor dem Fest des/der Heiligen [...].

Kommentar

Da das Fragment bald nach 1389, dem Baubeginn des Chores (vgl. Nr. 105), in den Mauerverbund eingefügt worden ist, wird sie für ihre ursprüngliche Verwendung wenigstens 30 bis 40 Jahre früher, also spätestens um die Mitte des 14. Jahrhunderts, entstanden sein. Die vollständig ausgebildete gotische Majuskel läßt eine Entstehung etwa ab dem letzten Viertel des 13. Jahrhunderts zu.

Textkritischer Apparat

  1. Davor eine Haste.

Anmerkungen

  1. Den Hinweis auf diese Inschrift verdanke ich Frau Dr. Maren-Christine Härtel, Göttingen.

Zitierhinweis:
DI 58, Stadt Hildesheim, Nr. 95 (Christine Wulf), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di058g010k0009504.