Inschriftenkatalog: Stadt Hildesheim

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 58: Stadt Hildesheim (2003)

Nr. 40 Dom 2.–3. V. 12. Jh., 11. Jh.

Beschreibung

Schrein des heiligen Godehard. Vergoldete Silberplatten über einem Eichenholzkern. Der Schrein steht heute in der Krypta über dem Grab Godehards. Zunächst war er im Aufbau des Choraltars auf der Epistelseite als Gegenstück des Epiphaniusschreins (Nr. 41) aufgestellt. Nachdem im Jahr 1665 eine kleine Sakristei hinter dem Choraltar eingerichtet worden war, fanden die beiden Schreine ihren Platz oberhalb der Sakristeitüren links und rechts vom Altar.1) Im Jahr 1538 wurde der Godehardschrein eines Teils seiner Steine beraubt und 1769 ausgebessert. Fürstbischof Friedrich Wilhelm von Westphalen ließ den Schrein im Jahr 1779 zur Prüfung der in ihm enthaltenen Reliquien öffnen.2)

Die Langseiten des hausförmigen Schreins zeigen unter Rundbögen in Treibarbeit je sechs vollplastische Figuren der zwölf Apostel auf Thronen sitzend. Hinter den Köpfen bzw. den Schultern der Figuren ist jeweils ein Schriftband mit dem Namen des Dargestellten (A1, A2) angebracht. Die Apostel halten entweder ein geschlossenes Buch oder eine Schriftrolle, Petrus trägt zusätzlich einen Schlüssel, Paulus hält in beiden Händen ein aufgeschlagenes Buch, darauf Inschrift B. Auf der vorderen Giebelseite des Schreins die Deesis: im mittleren Feld Christus auf der Weltkugel, ein Buch in der Linken, seine Rechte ist segnend erhoben. Ihn umgeben die Symbole der vier Evangelisten: links oben der Engel, links unten der Löwe, rechts unten der Stier und rechts oben der Adler. Sie halten Schriftbänder mit den Initien ihrer Evangelien (C). Im rechten Feld der vorderen Giebelseite Johannes der Täufer auf einer Wolke stehend, hinter ihm das Lamm. Über seinem Kopf ist ein Relieffragment aus einer älteren (11. Jahrhundert) Maiestas Domini eingefügt:3) In einer von Engeln gehaltenen Mandorla ist Christus mit Segensgestus und den getriebenen Buchstaben Alpha und Omega dargestellt (D). Auf den Buchstaben befinden sich Kreuze. Im linken Feld der vorderen Giebelseite, ebenfalls auf einer Wolke stehend, Maria mit Titulus (E). Im Giebel ein Engel mit den Attributen des Weltenherrschers, Weltkugel und Zepter. Die Giebelkanten sind mit einem Engelfries in Durchbrucharbeit verziert. Die unter Arkaden dargestellten gravierten Halbfiguren von sechs Engeln halten jeweils Schriftbänder mit der Inschrift F1. Die Fußseite des Schreins zeigt unter Rundbögen vor verschieden ornamentiertem Hintergrund drei stehende Figuren, in der Mitte Godehard, links Bischof Bernhard, beide in bischöflichem Gewand mit Kasel und Mitra, rechts eine Figur mit Pluviale und Mütze. Alle drei halten jeweils ein Buch. Hinter den Mitren der beiden linken Figuren sind jeweils Schriftbänder mit ihren Namen angebracht (G), die rechte Figur ist nicht bezeichnet.4) Im Giebelfeld der Heilige Geist in Gestalt einer Taube. Die Giebelkanten der hinteren Giebelseite sind ebenfalls mit einem Engelfries in Durchbrucharbeit verziert. Die unter Arkaden dargestellten sechs Engel halten je ein Schriftband mit den einzelnen Teilen der Inschrift F2. Der First ist mit einem Fries in Durchbrucharbeit verziert, bekrönt von Bergkristallen. In der Mitte ein durch Größe hervorgehobener Bergkristall auf einem Turm. Um den vorspringenden Sockel des Schreins verläuft Inschrift H, die an der Kopfseite links mit einem Kreuz beginnt.5) Die Inschriften sind teils graviert (B, C, F1, F2) teils graviert und nielliert (A1, A2, E, G, H).

Maße: H.: 65 cm; B.: 51 cm; L.: 122 cm; Bu.: ca. 0,3 cm (D ohne Kreuz), ca. 0,5 cm (A, B, F), ca. 0,7 cm (C, E, G), ca. 1,5 cm (H).6)

Schriftart(en): Romanische Majuskel (A–C, E–H), griechische Buchstaben (D).

Stadtarchiv Hildesheim [1/3]

  1. A1

    S(ANCTVS) · SIMON // S(ANCTVS) · THADEVS // S(ANCTVS) · IACOBVS // S(ANCTVS) · PHILIPPVS // S(ANCTVS) · BARTHOLOME VS // S(ANCTVS) · PAVLVS

  2. A2

    S(ANCTVS) · PETRVS // S(ANCTVS) · ANDREAS // S(ANCTVS) · IOHANNES // S(ANCTVS) · MATHEVS // S(ANCTVS) · THOMAS // S(ANCTVS) · MATHIAS

  3. B

    GRAT/IA · VO/BIS // · ET · P/AX · A · / DEO ·7)

  4. C

    LIBER G8) // VOX CLAMA9) // FVIT IN DIE10) // IN PRI11)

  5. D

    Α ω

  6. E

    · S(ANCTA) · MARIA

  7. F1

    S(AN)C(TV)S // S(AN)C(TV)S // S(AN)C(TV)S // D(OMI)N(V)Sa) // DEVS // SABAOHT

  8. F2

    PLENI SVNT // CELI // ET TERRA // GLORIA TVA // OSANNA // IN EXCELSIS12)

  9. G

    BERNHARD(VS) EP(ISCOPVS)b) // GODEHARDVS · EP(ISCOPV)Sc)

  10. H

    + GAVDE · VIRGO · PIA · CVM · PRECVRSORE · MARIA / ET · VOS · QVI · FLENDO · SEVISTIS · LETA · METENDO13) MECVM · GAUDETE · MECVM · MEA · REGNA · TENETE / CVM · QVIBUS · IN · CELIS · GAVDE · GODEHARDE · FIDELIS / TEMPORE · VOS · PARVO · MVNDI · SUDASTIS · IN · ARVO POST · MODICVM · LUCTVM · ME · UOBIS · OFFERO · FRVCTV(M)

Übersetzung:

Gnade sei mit euch und Friede von Gott. (B)

Buch von der Abstammung [...]. Die Stimme des Rufenden [...]. Es war in den Tagen [...]. Am Anfang [...]. (C)

Heilig, Heilig, Heilig, Herr, Gott, Zebaoth. Himmel und Erde sind deiner Ehre voll. Hosianna in der Höhe. (F1, F2)

Bischof Bernhard. Bischof Godehard. (G)

Freue dich, gütige Jungfrau Maria, zusammen mit meinem Vorläufer [Johannes dem Täufer]. Und ihr, die ihr weinend gesät habt und Fröhlichkeit erntet, freut euch mit mir und nehmt mit mir zusammen mein Reich in Empfang. Mit ihnen freue du dich im Himmel, getreuer Godehard. Ihr habt eine kurze Zeit auf dem Acker dieser Welt geschwitzt, nach der kurzen Trauer biete ich mich euch zum Genuß dar. (H)

Versmaß: Hexameter, zweisilbig leoninisch gereimt (H).

Kommentar

Die Inschriften sind in einer entwickelten romanischen Majuskel ausgeführt, die durch einen besonders in Inschrift H auffallenden Wechsel zwischen kapitalen und runden Formen geprägt ist. Diese Variation der Buchstabenformen gibt der Inschrift einen ornamentalen Charakter, der noch dadurch unterstrichen wird, daß einzelne Buchstabenteile, z. B. die Cauda des R, der Deckbalken des runden T und das unziale A, häufig mit zwei oder drei kleinen Blättchen verziert sind. Auch I und die rechte Haste des N enden vereinzelt in zwei oder drei kleinen Blättchen. Einige der unzialen E sind mit Dreiecksporen versehen und zeigen bereits eine gewisse Tendenz zum Abschluß. Das runde M ist in der offenen symmetrischen unzialen Form ausgeführt, die Bögen enden oberhalb der Grundlinie, der Mittelteil des kapitalen M reicht nicht bis auf die Grundlinie. Der linke Schrägbalken des kapitalen M und die Diagonalhaste des N werden in einzelnen Fällen von einem Zierstrich begleitet. Einzelne Linksschrägen sind verstärkt. Diese charakteristischen Merkmale der Buchstabenformen sind dem Godehardschrein und dem Epiphaniusschrein (Nr. 41) gemeinsam. Somit sprechen neben den stilistischen Übereinstimmungen auch epigraphische Argumente dafür, daß beide Schreine in engem zeitlichen und räumlichen Zusammenhang entstanden sind.

In der älteren Forschung wird der Godehardschrein auf das Ende des 12. Jahrhunderts, der Epiphaniusschrein etwas jünger datiert.14) Anhaltspunkt dafür war vor allem die Erwähnung einer Stiftung von ausdrücklich zwei Schreinen im Chronicon Hildesheimense duo scrinia pulchra ex auro et gemmis15) durch Bischof Konrad I., der von 1195 bis 1199 der Hildesheimer Kirche vorstand.16) Ob man diese Nachricht tatsächlich auf die Schreine für die Gebeine Godehards und Epiphanius’ beziehen darf oder ob damit ein heute nicht mehr erhaltenes Schreinpaar gemeint ist, wird sich nicht klären lassen.

Die neuere kunsthistorische Forschung hingegen schreibt den Godehard- und den Epiphaniusschrein übereinstimmend einer Hildesheimer Werkstatt der Schule Rogers von Helmarshausen zu.17) Beide Schreine werden auf das 3./4. Jahrzehnt des 12. Jahrhunderts datiert.

Paläographisch sind die Inschriften des Godehardschreins am ehesten an diejenigen des Ratmann-Sakramentars von 1159 anzuschließen (Nr. 36). Die Gemeinsamkeiten beschränken sich allerdings auf die Grundformen einzelner wenig spezifischer Buchstaben (E, eingerolltes G, kapitales N, S), deutliche Unterschiede zeigen hingegen z. B. die M, die auf dem Buchdeckel des Ratmann-Sakramentars vorne geschlossen sind. Insgesamt zeichnen sich die Inschriften des Ratmann-Sakramentars durch eine deutlich geringere Tendenz zu runden Formen aus als diejenigen des – aus kunsthistorischer Sicht wohl früher entstandenen – Godehardschreins. Überhaupt lassen die Inschriften der Hildesheimer Goldschmiedearbeiten in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts kaum eine lineare Entwicklung erkennen, vielmehr weisen sie sehr verschiedene Schriftformen auf.18) Die vereinzelt erhaltenen Steininschriften dieser Zeit, insbesondere die beiden aus den neunziger Jahren des 12. Jahrhunderts stammenden Grabplatten des Bischofs Adelog und des Priesters Bruno (Nr. 45, Nr. 46) sind in ihrem Formenbestand ebenfalls nicht mit den Schreininschriften zu vergleichen.19) Andererseits weisen die wenigen aus der ersten Hälfte und der Mitte des 12. Jahrhunderts überlieferten Beispiele noch nicht das für die Schreininschriften charakteristische Ausmaß in der Variation von kapitalen und runden Formen auf.20) Dieser Befund legt nahe, Vorbilder und Parallelen für die Schriftformen außerhalb Hildesheims zu suchen. Sie finden sich auffallend deutlich in einigen Zierschriften des Helmarshausener Skriptoriums, besonders in den Überschriften der Evangelistenbilder eines Evangeliars aus Helmarshausen, das in die Zeit um 1130 gesetzt wird.21) Damit ist zwar noch keine Datierung der Hildesheimer Schreine gewonnen, doch scheint eine Entstehung dieser Inschriften vor der Mitte des 12. Jahrhunderts aus paläographischer Sicht zumindest nicht mehr ausgeschlossen. Problematisch ist bei diesem zeitlichen Ansatz des Godehardschreins allerdings, daß Bischof Bernhard, der ja zu dieser Zeit noch amtierte, in gleicher Größe wie der verehrte Heilige dargestellt ist und durch nichts als potentieller Stifter22) gekennzeichnet wird. Dieser Sachverhalt könnte nahelegen, die Entstehung des Schreins auf die Zeit nach Bernhards Tod im Jahr 1153 zu datieren.

Der Schrein enthält ausschließlich Reliquien des heiligen Godehard, der im Oktober des Jahres 1131 durch Papst Innozenz II. auf Betreiben des von 1130 bis 1153 amtierenden Bischofs Bernhard I. (vgl. Nr. 35) auf dem Konzil in Reims heiliggesprochen wurde.23)

Im ersten Vers von Inschrift H klingt der Marienhymnus Gaude virgo pia gaude cum prole Maria an.24) Dieser Vers nimmt wie auch Vers 4 unmittelbar Bezug auf die im Feld darüber dargestellten Figuren Maria und Godehard. Die jeweils zwei Hexameter der Langseiten zeigen hingegen keinen Bezug zu den darüber befindlichen Apostelreihen. Sie formulieren in Anlehnung an verschiedene Bibelstellen die Antithese von kurzzeitiger Mühe im irdischen Leben und den ewigen Freuden des Himmelreiches.

Textkritischer Apparat

  1. D(OMI)N(V)S] Kürzungsstrich oben zwischen N und S.
  2. EP(ISCOPVS)] P durch einen aufgelegten Metallstreifen teilweise verdeckt.
  3. EP(ISCOPV)S] EPC.

Anmerkungen

  1. Vgl. Herzig, Dom, S. 29f.; Kd. Hildesheim, Kirchen, S. 50; zu Restaurierungen s. Elbern/Engfer/Reuther, Hildesheimer Dom, S. 53; H. J. Jüttner: Restaurierungsbericht über den Godehardschrein. In: Diözese 43 (1975), S. 97–100.
  2. Vgl. Herzig, Dom, S. 30; Beiträge zur Hildesheimischen Geschichte 2, S. 44–49, hier S. 46–48.
  3. Elbern/Engfer/Reuther, Hildesheimer Dom, S. 55.
  4. Die Figur ist mit Papst Innozenz (Algermissen) oder einem Propst Berthold (Kratz), der bei der Erhebung der Gebeine Godehards mitgewirkt hat, identifiziert worden, vgl. Konrad Algermissen: Der Godehard-Schrein im Dom zu Hildesheim. In: Diözese 25 (1956), S. 43–56; Kratz, Dom 2, S. 136.
  5. In Kat. Kunst und Kultur im Weserraum, S. 583 weist Usener auf eine Vertauschung der beiden Schriftbänder an Kopf- und Fußseite hin. Zum Zeitpunkt der Aufnahme (Mai 1995) waren die Schriftbänder jeweils auf der richtigen Seite angebracht.
  6. Maße nach Elbern/Engfer/Reuther, Hildesheimer Dom, S. 53. Die Buchstabenhöhe konnte nicht gemessen werden, da der Schrein aus konservatorischen Gründen seinem Glasbehälter nicht zu entnehmen war. Die Angaben sind Schätzwerte.
  7. Grußformel in zahlreichen Paulusbriefen, z. B. I Cor. 1,3.
  8. Mt. 1,1: Liber Generationis Iesu Christi.
  9. Mc. 1,3: Vox clamantis in deserto.
  10. Lc. 1,8: In diebus Herodis.
  11. Io. 1,1: In principio erat verbum.
  12. Anfang des ‚Sanctus‘ im Ordo missae.
  13. Nach Ps. 125,5.
  14. Vgl. u. a. Braun, Reliquiare, S. 182; Kd. Hildesheim, Kirchen, S. 50; Algermissen (wie Anm. 4), S. 51 geht ohne nähere Begründung davon aus, daß die Gebeine Godehards nach der Erhebung zunächst in einem Steinsarg im Dom ausgestellt waren und erst unter Bischof Konrad in diesen Schrein gelegt worden sind. Er läßt jedoch gewisse Zweifel an seiner zeitlichen Einordnung des Schreins bestehen.
  15. Chronicon Hildesheimense, S. 858.
  16. Die Amtszeiten Bischof Konrads werden in der Forschungsliteratur verschieden angegeben, hier nach Goetting, Bistum Hildesheim, S. 457–477.
  17. Vgl. Hermann Lüer/Max Creutz: Geschichte der Metallkunst. Bd. 2. Stuttgart 1909, S. 157; Erich Meyer: Die Hildesheimer Rogerwerkstatt. In: Pantheon 32 (1944), S. 1–8; Kat. Kunst und Kultur im Weserraum, S. 582–584 (Usener); Elbern/Engfer/Reuther, Hildesheimer Dom, S. 55; Kat. Abglanz des Himmels, S. 185 (Brandt).
  18. Näheres dazu in der Einleitung, S. 61.
  19. Gewisse Ähnlichkeiten zeigen vielleicht noch die in einer Nachzeichnung überlieferten Inschriften der nördlichen Chorschranke von St. Michaelis, die aus baugeschichtlichen Gründen auf die Zeit von 1194 bis 1197 datiert werden (Nr. 48). Sie wiesen offenbar zum einen Blättchenverzierungen auf, zum anderen zeigten sie die Variation von kapitalen und runden Formen – allerdings mit ausschließlich kapitalem M – in einem ähnlichen Ausmaß wie die Schreininschriften.
  20. Vgl. etwa die Inschriften der Gipsfußböden Nr. 34, Nr. 37.
  21. Malibu, The J. Paul Getty Museum, Ms. Ludwig II 3; Abbildungen bei Elisabeth Klemm: Beobachtungen zur Buchmalerei von Helmarshausen am Beispiel des Evangelistenbildes. In: Helmarshausen und das Evangeliar Heinrichs des Löwen. Bericht über ein wissenschaftliches Symposion in Braunschweig und Helmarshausen vom 9. Oktober bis 11. Oktober 1985, hg. von Martin Gosebruch u. Frank N. Steigerwald. Göttingen 1992 (Schriftenreihe der Kommission für Niedersächsische Bau- und Kunstgeschichte bei der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft 4), S. 133–164; hier: S. 142 u. S. 145f. Zur Datierung ebd., S. 141. Einzelne Blättchenverzierungen lassen sich auch am eingerollten G in der um 1120 in Helmarshausen entstandenen Handschrift des Trierer Domschatzes MS 138 beobachten, Abbildung bei Ekkehard Krüger: Die Schreib- und Malwerkstatt der Abtei Helmarshausen bis in die Zeit Heinrichs des Löwen. Darmstadt und Marburg 1972 (Quellen und Forschungen zur hessischen Geschichte 21), Abb. 9 u. 12. Auffallend ist, daß die Inschriften auf dem Tragaltar des Roger von Helmarshausen keine Blättchenverzierungen aufweisen. – Ich danke Herrn Dr. Michael Brandt, Hildesheim, für vielfältige Hinweise im Zusammenhang mit der Datierung der beiden Schreine.
  22. Vgl. Ulrike Bergmann: prior omnibus autor – an höchster Stelle aber steht der Stifter. In: Kat. Ornamenta ecclesiae, S. 117–147. Die hier zusammengestellten zahlreichen Stifterbilder zeigen, daß mit Ausnahme der Widmungsbilder in Handschriften der Stifter immer mit einer gewissen Rangabstufung neben den Heiligen dargestellt ist. Lediglich Stifterahnen, die auch vielfach wie Heilige lokal verehrt werden, sind in derselben Größe abgebildet.
  23. Das päpstliche Mandat für die Heiligsprechung Godehards stammt vom 29. Oktober 1131, die Erhebung der Gebeine fand aber erst am 4. Mai 1132 statt, vgl. Goetting, Bistum Hildesheim, S. 345.
  24. Analecta Hymnica Bd. 32, Nr. 72, S. 106.

Nachweise

  1. DBHi, HS 123b, fol. 114r (H).
  2. Kratz, Dom 2, S. 135, Zeichnung Tafel 5.
  3. Mithoff, Kunstdenkmale, S. 110 (ohne D).
  4. Kd. Hildesheim, Kirchen, S. 51 (ohne D).
  5. Konrad Algermissen: Der Godehard-Schrein im Dom zu Hildesheim. In: Diözese 25 (1956), S. 51–53.
  6. Kat. Kunst und Kultur im Weserraum, S. 583 (ohne A1, A2, C, D, E).
  7. Elbern/Engfer/Reuther, Hildesheimer Dom, S. 53f. (ohne A, C und D), Abb. 26f.
  8. Kat. Abglanz des Himmels, S. 186, Abb. S. 159.
  9. Slg. Rieckenberg, S. 141–144.

Zitierhinweis:
DI 58, Stadt Hildesheim, Nr. 40 (Christine Wulf), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di058g010k0004001.