Inschriftenkatalog: Stadt Helmstedt

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 61: Stadt Helmstedt (2005)

Nr. 235† St. Stephani 1669

Beschreibung

Grabdenkmal des Johann Heinrich Meibom. Nach Böhmer befand es sich 1710 im nördlichen Teil des Friedhofes in der Nachbarschaft von zwei weiteren Gräbern der Familie Meibom1).

Inschrift nach Böhmer.

  1. Christo Seruatori s(acrum) IOANNI HEINRICO MEIBOMIO puello lepidissimo nato IIX Octob(ris) MDCLXIIX denato IX Decembr(is) MDCLXIX Heinricus Meibomius M(edicinae) D(octor) et Prof(essor) et Anna Sophia Daetria coniuges moestissimi acerbo in officio diligentes h(oc) m(onumentum) p(oni) c(urauerunt) nobile depositum nec inuiti quia Christiani nec sine lacrimis quia parentes Deo reposcenti reddiderunt sperantes meliora

Übersetzung:

Christus, dem Erretter, geweiht. Dem zartesten Knäblein Johann Heinrich Meibom, geboren am 8. Oktober 1668, gestorben am 9. Dezember 1669, ließen Heinrich Meibom, Doktor der Medizin und Professor, und Anna Sophia Daetrius, ein tieftrauriges Elternpaar, in liebevoller Erfüllung einer bitteren Pflicht dieses Denkmal setzen. Das anvertraute edle Gut haben sie nicht widerwillig, denn sie sind Christen, nicht ohne Tränen, denn sie sind die Eltern, Gott, als er es einforderte, zurückgegeben in der Hoffnung auf ein besseres Leben.

Kommentar

Johann Heinrich Meibom, als drittes Kind Heinrich Meiboms d. J. (vgl. Nr. 355) geboren nach dem frühen Tod der beiden älteren Geschwister (vgl. Nr. 228), lebte ebenso wie diese nur kurze Zeit. Er erhielt wie die beiden Erstgeborenen seitens der Universität ein Funeralprogramm und wurde am 19. Dezember 1669 mit akademischen Ehren beigesetzt2).

Anmerkungen

  1. Vgl. Nr. 228, Anm. 1.
  2. Programma ad exequias .. Johannis Henrici .. Henrici Meibomii filii, Helmstedt o. J.

Nachweise

  1. Böhmer, Inscriptiones, S. 75f.

Zitierhinweis:
DI 61, Stadt Helmstedt, Nr. 235† (Ingrid Henze), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di061g011k0023509.