Inschriftenkatalog: Die Inschriften der Stadt Halle an der Saale

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 85: Halle/Saale (2012)

Nr. 181 Stadtgottesacker 1561

Beschreibung

Grabplatte aus Sandstein für Andreas Glaser d. Ä., an der Rückwand der Bogenkammer 21 aufgerichtet. Umlaufend Sterbevermerk mit Segenswunsch (A), im Binnenfeld Schriftblock mit Bibelzitat (B). In der unteren Hälfte des Binnenfelds eine runde Eintiefung (D.: 61,5 cm) mit reliefiertem Vollwappen. Die Inschriften eingehauen, A nicht abgesetzt.

Maße: H.: 167,5 cm; B.: 93 cm; Bu.: 4–5 cm.

Schriftart(en): Kapitalis.

SAW Leipzig, Inschriftenkommission (Markus Scholz) [1/1]

  1. A

    ANNO . 1561 . AM DINSTAG / NACH . MARGRETA . IST . DER . ERBAR . ANDREAS . GLASER . DER / ELTER [.] IN . GOT . SELIGKLICH . ENT/SCHLAFFEN . SEINES . ALTERS . IM . 82 . IAR . DE(M) . GOT . GENAD

  2. B

    ALSO . HAT . GOT . DIE . WELT / GELIEBT . DAS . ER SEINEN . EINIG=/EN GEBORN . SON . GABTa) AVF / DAS . ALLE . DIE . AN . IN . GLEVBE(N) / NICHT . VERLOREN . WERDEN / SONDERN DAS . EWIGE . LE=/BEN . HABEN . DAN . GOT / HAT . SEINEN . SON . NICHT / GESANT . IN . DI . WELT . DAS . ER / DI . WELT . RICHTE SONDERN / DAS . DI . WELT . DVRCH IN SELIG / WERDE // AMENb)1)

Datum: 1561 Juli 15.

Wappen:
Glaser2)

Kommentar

Der erste Buchstabe jeder Inschrift ist überhöht. Als Worttrenner dienen Dreiecke, die auf die Grundlinie gesetzt sind.

Andreas Glaser war von 1536 bis 1555 Talschöppe.3)

Textkritischer Apparat

  1. GABT] Sic!
  2. WERDE AMEN] Unterbrechung des Schriftzugs durch das Wappen.

Anmerkungen

  1. Jh 3,16–17.
  2. Springender Hirsch; Hz.: wachsender Hirsch.
  3. StAH H B 2, fol. 80r, 81r, 82r/v, 83v, 84r, 85r; Dreyhaupt 2, 1750, Beylage B, S. 47 („Geschlechts-Register der Glaser“); Hünicken 12, 1936, S. 68.

Nachweise

  1. MBH Ms 319, 2, o. S. (Nr. 21).
  2. Olearius 1674, S. 25 (A, B unvollständig).
  3. Dähne 1830, S. 89 (A unvollständig).

Zitierhinweis:
DI 85, Halle/Saale, Nr. 181 (Franz Jäger), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di085l004k0018103.