Inschriftenkatalog: Greifswald

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 77: Greifswald (2009)

Nr. 196† St. Nikolai M.14.–E.15.Jh., E.15.–A.16.Jh.

Beschreibung

Grabplatte für Georg Howet (B), nach Pyl (1885) in der Hohen Kapelle auf der Nordseite,1) heute verloren.

Inschriften nach Pyl.

Schriftart(en): Gotische Minuskel.

  1. A

    [ - - - ] requiescat in perpetua pace amen

  2. B

    georg howet presbiter

Übersetzung:

(...) ruhe in ewigem Frieden. Amen. (A) Georg Howet, Priester. (B)

Kommentar

Die zeitliche Einordnung der älteren Inschrift (A) erfolgt nach der von Pyl angegebenen Schriftart. Da der Text nur fragmentarisch überliefert ist, lässt sich nicht mehr feststellen, wem die Platte ursprünglich gewidmet war. Später bedeckte sie das Grab von Georg Howet (B), der aus Wismar stammte und 1464 an der Greifswalder Universität immatrikuliert wurde. Er erlangte die Priesterweihe und wurde Vikar und Mitglied des Kollegiatstifts St. Nikolai. 1487 erwarb er ein Eckhaus in der Hunnenstraße, das er 1499 wieder verkaufte, ebenso ein früher erworbenes Haus in der Büchstraße (heute Johann-Sebastian-Bach-Straße). Er starb um 1501.2) Die Anfertigung der Inschrift zu Lebzeiten von Georg Howet ist nicht auszuschließen, sodass eine Datierung auf das Ende des 15. oder den Beginn des 16. Jahrhunderts infrage kommt.

Anmerkungen

  1. Siehe Pyl, Greifswalder Kirchen, nach S. 248, Grundriss St. Nikolai, Nr. 341.
  2. Pyl, Greifswalder Kirchen, S. 415, 961.

Nachweise

  1. Pyl, Greifswalder Kirchen, S. 413 (A), 415 (B).

Zitierhinweis:
DI 77, Greifswald, Nr. 196† (Jürgen Herold, Christine Magin), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di077g014k0019600.