Inschriftenkatalog: Greifswald

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 77: Greifswald (2009)

Nr. 34 Ernst-Moritz-Arndt-Universität M.13.–M.14.Jh.

Beschreibung

Fragmente eines Glasbechers in der Sammlung vorgeschichtlicher Altertümer1). Gefunden im Sommer 1992 auf dem Grundstück Domstr. 32. Vier Randscherben und drei Wandungsscherben mit Blattwerk-Ornamentik. Auf den vier Randscherben die Reste einer ehemals umlaufenden, aufgemalten Inschrift, beidseitig begrenzt durch drei Linien. Vor dem ersten Buchstaben der Rest eines Zeichens umgeben von Punkten, wohl in der Funktion eines Anfangs- bzw. Endzeichens.

Maße: H. 4,3 cm, Br. ca. 8,5 cm (Randscherben). Bu. 1 cm.

Schriftart(en): Gotische Majuskel.

  1. ˑ MAGIS[TER - - - ]

Übersetzung:

Meister (...).

Kommentar

Glasbecher dieser Art werden allgemein in den Zeitraum zwischen der zweiten Hälfte des 13. und der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts datiert.2) Das Inschriftfragment lässt sich wohl zu einer Meisterinschrift ergänzen, wie sie sich etwa auf einem in Stralsund gefundenen Glasbecher findet.3) Allerdings ist die Inschrift auf dem Greifswalder Fragment wesentlich weniger sorgfältig ausgeführt, sie lässt sich eher mit derjenigen auf dem Greifswalder Becher, der in der Baderstr. 1 gefunden wurde, vergleichen (Kat.-Nr. 8).

Anmerkungen

  1. Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Ur- und Frühgeschichte, Sammlung vorgeschichtlicher Altertümer, Nr. 1992/26/1/2.
  2. Mangelsdorf, Glasbecher, S. 449. Vgl. auch die Literaturangaben zu Kat.-Nr. 8.
  3. ˑ + ˑ ˑ MAGISTER ˑ BATOLˑAMEUˑS ˑ FECIT ET EE ˑ; Bedeutung der letzten beiden Buchstaben noch unklar. Vgl. zukünftig den Band ‚Die Inschriften der Stadt Stralsund‘.

Nachweise

  1. Mangelsdorf, Glasbecher, S. 445–447, Abb. 1, 2.

Zitierhinweis:
DI 77, Greifswald, Nr. 34 (Jürgen Herold, Christine Magin), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di077g014k0003406.