Inschriftenkatalog: Greifswald

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 77: Greifswald (2009)

Nr. 11† St. Jacobi vor 1323

Beschreibung

Fragment einer Grabplatte für Trude (Letzenitz). Es befand sich laut Haselberg (1885) und Pyl (1885) im ersten Joch des nördlichen Seitenschiffs,1) heute verloren.2) Die Inschrift umlaufend mit Eckrosetten.

Inschrift nach Haselberg.

Maße: H. 80 cm, Br. 114 cm (Pyl).

Schriftart(en): Gotische Majuskel.

  1. [ - - - ]NISa) MAR(I)E O(BIIT) TRVDE VXOR D(OMI)NI IOHANN[IS] [ - - - ]b)

Übersetzung:

(...) Mariä starb Trude, Ehefrau des Herrn Johannes (...).

Kommentar

Trude war die Ehefrau des Ratsherrn Johannes Letzenitz, Sohn des Bürgermeisters Lambert († 1320).3) Johannes Letzenitz starb 1323 und wurde ebenfalls in der Jacobikirche beigesetzt (Kat.-Nr. 10). Da Trude in der Inschrift nicht als Witwe, sondern als Ehefrau bezeichnet wird, ist davon auszugehen, dass sie vor 1323 starb.

Textkritischer Apparat

  1. [ - - - ]NIS] Pyl ergänzt den Anfang frei zu ANNO M CCC [---] DIE ASSUMPCIONIS.
  2. Pyl ergänzt das Ende frei zu DE LECENISCE CONSULIS.

Anmerkungen

  1. Siehe Pyl, Greifswalder Kirchen, nach S. 248, Grundriss St. Jacobi, Nr. 43.
  2. Laut Haselberg wurde die Platte „in einem Nebenraume im nördlichen Seitenschiff aufbewahrt“.
  3. Pyl, Genealogien 2, S. 393; Pyl, Greifswalder Kirchen, S. 641f.; Pyl, Genealogien 4, S. 69 (Nr. 101). Zu Lambert Letzenitz siehe Kat.-Nr. 9.

Nachweise

  1. Haselberg, Kreis Greifswald, S. 90.
  2. Pyl, Greifswalder Kirchen, S. 647.

Zitierhinweis:
DI 77, Greifswald, Nr. 11† (Jürgen Herold, Christine Magin), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di077g014k0001103.