Inschriftenkatalog: Greifswald

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 77: Greifswald (2009)

Nr. 245† St. Marien 1573

Beschreibung

Grabplatte für Johannes Engelbrecht. Nach Pyl (1885) lag die in zwei Teile zerbrochene Platte im ersten Joch des südlichen Seitenschiffs,1) heute verloren.

Inschrift nach Pyl.

Maße: H. 134 cm, Br. 122 cm (Pyl).

  1. Hans Engelbrecht vnde sinen Erven Anno 1573

Kommentar

Johannes (Hans) Engelbrecht war ein Sohn des Ratsherrn Joachim Engelbrecht († 1544) und der Gertrud Segeberg. Er wurde 1544 an der Greifswalder Universität immatrikuliert, erlangte 1548 das Bürgerrecht und bewohnte das väterliche Haus am Markt 11. 1578 erfolgte seine Aufnahme in den städtischen Rat, 1580 wurde er zum Bürgermeister gewählt. Seine Ehefrau war Gertrud Gröneberg, Tochter des Ratsherrn Johannes Gröneberg († 1561). Johannes Engelbrecht starb 1598. Randnotizen von seiner Hand in den Stadtbüchern bezeugen, dass er historische Studien betrieb.2) Im Jahr vor seinem Tod erwarb er auch eine Grabplatte in der Nikolaikirche (Kat.-Nr. 268).

Anmerkungen

  1. Siehe Pyl, Greifswalder Kirchen, nach S. 248, Grundriss St. Marien, Nr. 57.
  2. Pyl, Genealogien 5, S. 372 (Nr. 417).

Nachweise

  1. Pyl, Greifswalder Kirchen, S. 428.

Zitierhinweis:
DI 77, Greifswald, Nr. 245† (Jürgen Herold, Christine Magin), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di077g014k0024509.