Inschriftenkatalog: Gandersheim

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DIO 2: Kanonissenstift Gandersheim (2011)

Nr. 13† Bad Gandersheim, Stiftskirche 1426 o. früher

Für eine aktualisierte Fassung dieser Katalognummer, siehe DI96 G1 Nr. 13.

Beschreibung

Kelch. Silber, vergoldet. Die Inschrift war auf dem Fuß angebracht. Im Inventar von 1644 ist der Kelch noch nachgewiesen. Er dürfte im 18. Jahrhundert, vielleicht bei einem Diebstahl im Jahr 1715 oder bei dem Kirchenbrand von 1755, verloren gegangen sein.1)

Inschrift nach Wolfenbüttel, Staatsarchiv, Alt Gand, Fb. 1, X, Nr. 9 (Inventar von 1644).

  1. Beata de steynre Decana me fecit

Übersetzung:

Die Dekanin Beata von Steynre hat mich gemacht.

Kommentar

Das in der Inschrift verwendete Formular ... me fecit ist wie in den Stifterinschriften Bischof Bernwards von Hildesheim faktitiv im Sinne von „ließ machen“ zu verstehen.2)

Die Stifterin des Kelchs, Beata von Steynre, ist seit dem 2. Oktober 1389 als Kanonisse in Gandersheim belegt, vom 22. Februar 1404 bis zu ihrem Tod am 23. November 1426 amtierte sie als Dekanin.3)

Anmerkungen

  1. Wolfenbüttel, Staatsarchiv, Alt Gand, Fb. 1, X, Nr. 9 (Inventar von 1644), zitiert bei Heilmann, Aus Heiltum wird Geschichte, S. 70 mit Anm. 480.
  2. Vgl. dazu DI 58 (Stadt Hildesheim), Nr. 14, Kommentar S. 204.
  3. Daten nach Goetting, Kanonissenstift Gandersheim, S. 366 mit Nachweisen und weiteren biographischen Ausführungen.

Nachweise

  1. Wolfenbüttel, Staatsarchiv, Alt Gand, Fb. 1, X, Nr. 9 (Inventar von 1644).
  2. Heilmann, Aus Heiltum wird Geschichte, S. 70.

Zitierhinweis:
DIO 2, Kanonissenstift Gandersheim, Nr. 13† (Christine Wulf), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-dio002g001k0001301.