Inschriftenkatalog: Stadt Düsseldorf

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 89: Stadt Düsseldorf (2016)

Nr. 169 Kaiserswerth, St. Suitbertus, Pfarrarchiv 1638

Beschreibung

Mittelbeschlag eines Messbuches. Silber, getrieben, graviert. Der Beschlag besitzt die Form eines achtstrahligen Kometen aus geschwungenen großen Strahlen, die in der Mitte aufeinander treffen; in den Zwischenräumen zwischen den großen Strahlen jeweils ein spitz zulaufender kleiner Strahl, in den die Struktur eines Blattes graviert ist. Der Name und das Herstellungsdatum wurden auf dem Schweif des Kometen und dem ihm gegenüberliegenden Strahl ausgeführt. Ursprünglich war der Stern als Mittelbeschlag mit vier kleinen, nicht erhaltenen Sternen auf der Rückseite des im Pfarrarchiv aufbewahrten Missale Romanum von 16311) angebracht; heute auf der Rückseite eines ebenfalls dort befindlichen Missale Romanum von 1889.

Maße: H. 11,1 cm; B. 9,2 cm; Bu. 0,2 cm.

Schriftart(en): Kapitalis.

  1. SANCTVS // SWIBERTVS · 1 · 6 · 3 · 8 ·

Kommentar

Als Trenner zwischen den Ziffern dienen kurze Schrägstriche. Die Inschrift ist nicht sehr sorgfältig ausgeführt. Insbesondere die Bögen bei den Ziffern 6 und 8 wirken sehr ungelenk, bei der 6 ist der Bogen an der rechten Seite im unteren Teil nicht geschlossen. Das R ist mit großem Bogen und weit außen am Bogen ansetzender, stachelförmiger Cauda ausgeführt; das S ist nach rechts geneigt. Die Ziffer 1 ist mit einem gespaltenen oberen Schaftende und einem dünn ausgezogenen, nach links gebogenen unteren Schaftende ausgeführt; die Ziffer 3 ist spitz.

Der Stern ist das Attribut des hl. Suitbert.2)

Anmerkungen

  1. Vgl. dazu Kat. Frommer Reichtum, S. 270, Nr. 44 (K[arl] B[ernd] H[eppe]).
  2. G[eorges] Kiesel, Art. Suitbert (Switbertus, Swibertus), in: LCI 8, Sp. 413f.

Zitierhinweis:
DI 89, Stadt Düsseldorf, Nr. 169 (Ulrike Spengler-Reffgen), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di089d008k0016907.