Inschriftenkatalog: Stadt Düsseldorf

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 89: Stadt Düsseldorf (2016)

Nr. 145† Heerdt, St. Benedikt 1624

Beschreibung

Grabkreuz. Das Kreuz mit sechszeiligem Sterbevermerk befand sich nach Frechen 1933 „auf dem Hofe der katholischen Pfarrkirche zu Heerdt“;1) es stammte vermutlich vom alten Friedhof um die Heerdter Kirche und ist heute verloren. Angaben über Aussehen, Material und Maße sind nicht bekannt.

Nach Frechen.

Schriftart(en): Kapitalis. <sup>2)</sup>

  1. A(NN)Oa) 1624 / DEN . I / OCTOBRb) / STARF CONRAT / ZEVMERMAN / ZV HERT

Kommentar

Das Kreuz ist vermutlich im Zweiten Weltkrieg bei den Angriffen auf Heerdt verloren gegangen.3) Die beiden heute erhaltenen Grabkreuze (Nrn. 116 und 216) hat Frechen 1933 nicht verzeichnet. Sie lagen vielleicht schon vergraben im Garten des Pfarrhauses, wo sie nach dem Krieg bei Arbeiten entdeckt wurden.

Der alte Friedhof um die Heerdter Kirche wurde spätestens 1841 geschlossen, denn nach einem ersten gescheiterten Vorstoß zur Verlegung des Friedhofs im Jahre 1823 wurden 1838 entsprechende Beschlüsse gefasst und in der Folge die notwendigen Maßnahmen zum Erwerb des Geländes, der Erschließung und Einfriedung eines neuen Friedhofs in die Wege geleitet. Die erste Beisetzung erfolgte am 17. August 1841.4) Der Verstorbene war vielleicht der Vater der in den 1650er Jahren verstorbenen Trinken, deren Grabkreuz erhalten ist. (Nr. 216).

Textkritischer Apparat

  1. Kürzung durch hochgestelltes O.
  2. Sic!

Anmerkungen

  1. Franz Frechen hat es dort am 14. Oktober 1933 verzeichnet (StA Düsseldorf, Nr. XXIII 1161, Bl. 113). Die Anordnung der Zeilen, die Frechen in seiner Zeichnung wiedergibt, lässt auf ein Grabkreuz schließen, obwohl Frechen selbst es als „Grabstein“ bezeichnet hat.
  2. Zur Übernahme der Angaben bei Frechen zu Schriftart, Zeilenwechsel, Abkürzungen und Worttrennern s. Kap. 3 der Einleitung.
  3. Zu den Angriffen auf Heerdt Maercker, Entwicklung, S. 65.
  4. Vgl. dazu ausführlicher Vossen, Chronik.

Nachweise

  1. StA Düsseldorf, Nr. XXIII 1161, Bl. 113 (Frechen, 14. Okt. 1933).

Zitierhinweis:
DI 89, Stadt Düsseldorf, Nr. 145† (Ulrike Spengler-Reffgen), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di089d008k0014509.