Inschriftenkatalog: Stadt Braunschweig von 1529 bis 1671

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 56: Stadt Braunschweig II (2001)

Nr. 1122† St. Katharinen 1665, 1695

Beschreibung

Grabplatte des Jobst Rodebruch und der Anna Glanz. Die Platte lag auf dem Kirchhof. Um den Rand des hochrechteckigen Steins verlief die Inschrift A, im Innenfeld oben die Inschrift B, in der Mitte zwei von Medaillons umgebene Wappen, darunter die Inschrift C.1)

Inschriften nach der Zeichnung in der Sammlung Sack.

Schriftart(en): Fraktur (A), Kapitalis (B, C).

  1. A

    Anno . 1665 . den 7 . Junij ist der Ehrn-/veste Fürachtbahre und Wolführnehme Herr Jobst Rodebruch Rathsver-/wanter in Gott seelig entschlaffen seines alters / 60 . Jahr , und haben dessen hinterlaßene wittwe und Erben auf sein Grab diesen Stein legen lassen .

  2. B

    DEN 10 SEPTEMB(ER) A(NN)O 1695 / IST DIE EHR UND TUGEND-/SAME FRAU ANNA GLANZ / H(ERRN) JOBST RODEBRUCH / NACHGELASSENE WITTWE / IN GOTT SEELIG ENDT-/SCHLAFFEN IM 67 . JAHR / IHRES ALTERS DER SEELEN / GOTT GNEDIG SEIJ

  3. C

    HERR JESU DIR LEB ICH / HERR JESU DIR STERB ICH / DIR BIN ICH TODT UND LEBENDIG / 1 JOH . AM 1 . /DAS BLUT JESU CHRISTI [ – – – ] SÜNDEN 2)

Wappen:
Rodebruch3)Glanz4)

Kommentar

Jobst Rodebruch gehörte in den Jahren 1664 bis 1666 dem Rat des Hagens an.5)

Anmerkungen

  1. Beschreibung nach der Zeichnung in der Sammlung Sack, Nr. 136, Teil 1, p. 330.
  2. 1. Jh. 1,7. In der Sammlung Sack, ebd., unvollständig überliefert. Sinngemäß zu ergänzen zu: Das Blut Jesu Christi macht uns rein von allen Sünden.
  3. Wappen Rodebruch (oben zwei nicht zu identifizierende Gegenstände, unten eine Samenkapsel?). Wappenbeschreibungen nach der Zeichnung in der Sammlung Sack, ebd.
  4. Wappen Glanz (Sonne mit Gesicht und Strahlenkranz).
  5. Spieß, Ratsherren, S. 189.

Nachweise

  1. Sammlung Sack, Nr. 136, Teil 1, p. 150 (A, B) u. p. 330 (Zeichnung).

Zitierhinweis:
DI 56, Stadt Braunschweig II, Nr. 1122† (Sabine Wehking), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di056g009k0112202.