Inschriftenkatalog: Stadt Braunschweig von 1529 bis 1671

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 56: Stadt Braunschweig II (2001)

Nr. 556† St. Michaelis 1577

Beschreibung

Grabplatte des Barthold Lafferde d. J. Die Grabplatte lag im Chor. Die Inschrift A verlief um den Stein, im Innenfeld in den vier Ecken Medaillons mit den Evangelistensymbolen und Beischriften (B). Zwischen diesen oben in der Mitte ein Vollwappen, links und rechts der Helmzier Initialen (C). Unter dem Wappen die Inschrift D.1)

Inschriften nach der Zeichnung in der Sammlung Sack.

Schriftart(en): Kapitalis.

  1. A

    ANNO 1577 . DEN 2 . MAII IST DER / ERBAR VND WOLGELARTE HERRE MAGISTER / BARTOLT LAFFERS IN GOTT SELICHLICH/EN ENTSLAFFEN DER SELE GOTT GNEDICH SEI

  2. B

    S MATTHAEVS / S . MARCVS / S . LVCAS / S . IOHANS

  3. C

    B . L .

  4. D

    ALSO HAT GOTT DIE WELT / GELIEBET [ – – – ] HABEN IOH 3 2) / SELIG SIND DIE [ – – – ] STERBEN APOC . CAP . 14 3)

Wappen:
Lafferde4)

Kommentar

Barthold Lafferde war ein Sohn des 1552 verstorbenen Bürgermeisters Barthold Lafferde d. Ä. (vgl. Nr. 461). Nach Laffert beschäftigte er sich mit der Verwaltung seines Vermögens und ist als Besitzer mehrerer Häuser in Braunschweig nachzuweisen, vor allem als Besitzer des Hauses Bankplatz 2/3, an dem er verschiedene Umbauten vornahm.5) Barthold Lafferde war laut seinem Testament aus dem Jahr 1577 zweimal verheiratet, die Namen seiner beiden vor ihm verstorbenen Ehefrauen sind in seinem Testament jedoch nicht genannt.6)

Anmerkungen

  1. Beschreibung nach der Zeichnung in der Sammlung Sack, Nr. 140, p. 19.
  2. Jh. 3,16. Das Bibelzitat ist in der Sammlung Sack, ebd., unvollständig überliefert. Sinngemäß zu ergänzen: daß er seinen eingebohrenen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
  3. Off. 14,13. Das Bibelzitat ist in der Sammlung Sack, ebd., unvollständig überliefert. Sinngemäß zu ergänzen: Toten, die in dem Herrn sterben.
  4. Wappen Lafferde (Schild gespalten, vorne zwei mit je einem Stern belegte Balken, hinten ein Hirschkopf). Nach der Zeichnung in der Sammlung Sack, ebd. Vgl. Meier/Kämpe, Heraldische Untersuchungen 1903, S. 27.
  5. Laffert/Lampe, Geschichte, S. 47f. Ein Barthold Lafferde immatrikulierte sich im Jahr 1515 an der Universität Wittenberg (Matrikel Wittenberg, Bd. 1, S. 61a, Z. 7); es könnte sich dabei aber auch um den gleichnamigen Vater des 1577 verstorbenen Barthold handeln.
  6. Sta Braunschweig, B I 23, Bd. 3, fol. 101r–102v.

Nachweise

  1. Sammlung Sack, Nr. 140, p. 19 (Zeichnung) u. p. 52 (Zeichnung).

Zitierhinweis:
DI 56, Stadt Braunschweig II, Nr. 556† (Sabine Wehking), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di056g009k0055604.