Inschriftenkatalog: Stadt Braunschweig von 1529 bis 1671

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 56: Stadt Braunschweig II (2001)

Nr. 1209 Städtisches Museum 17. Jh.?

Beschreibung

Vier Wappenschilde.1) Alabaster. Die kleinen einheitlich gestalteten Vollwappen, die von einem Epitaph aus der Martinikirche stammen sollen, sind jeweils mit einer Wappenbeischrift auf einem Band unter dem Schild versehen, bei einem Wappen fehlt das Schriftband. Die eingehauenen Buchstaben sind mit schwarzer Farbe ausgemalt.

Maße: H.: 17,5 cm; B.: 11 cm; Bu.: 0,9 cm.

Schriftart(en): Kapitalis.

Sabine Wehking [1/1]

  1. D(IE) . V(ON) . MUNIGHAVS(EN)2) D(IE) . V(ON) . CREFT . 3) [ – – – ] 4) D(IE) FRIESEN5)

Anmerkungen

  1. Inv. Nr. Ccd 24. Die Wappenschilde passen zu keinem der in der Sammlung Sack und bei Schmidt, Martinskirche, beschriebenen Epitaphien der Martinikirche. Allerdings kamen die Wappen Creft und Friesen auf dem Epitaph des 1727 verstorbenen Christian August von Kisleben vor (Schmidt, Martinskirche, S. 71), das Wappen Münchhausen fand sich dort indessen nicht, so daß wohl alle Wappen von einem anderen Epitaph stammen müssen.
  2. Wappen Münchhausen (Mönch). Vgl. Siebmacher/Hefner, Wappenbuch, Bd. 3, Abt. 2,1, S. 274.
  3. Wappen Creft (zwei Krebsscheren). Nach Spießen, Wappenbuch, Bd. 1, S. 35 u. Tafel 88: ein aufgerichteter Krebs.
  4. Wappen ? (zwei gekreuzte Schrägbalken, dazwischen vier Ringe).
  5. Wappen Friesen (Blütenzweig). Vgl. Siebmacher/Hefner, Wappenbuch, Bd. 2, Abt. 3, S. 9 u. Tafel 8.

Zitierhinweis:
DI 56, Stadt Braunschweig II, Nr. 1209 (Sabine Wehking), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di056g009k0120902.