Inschriftenkatalog: Stadt Braunschweig von 1529 bis 1671

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 56: Stadt Braunschweig II (2001)

Nr. 989† Städtisches Museum 2. V. 17. Jh.

Beschreibung

Messingtafel, vermutlich Bestandteil eines Epitaphs eines Braunschweiger Bürgers. Die gestochene Platte stellte den Mann an einem Tisch stehend dar. In der linken Hand trug er Handschuhe, die rechte war auf ein auf dem Tisch liegendes Buch aufgestützt. Ein weiteres Buch auf dem Tisch trug die Inschrift A, auf dem Buch stand eine Sanduhr. Die Inschriften B und C auf zwei Medaillen an der Halskette.

Maße: H.: 47,5 cm; B.: 44 cm.

Schriftart(en): Humanistische Minuskel mit Versalien (A), Kapitalis (B, C).1)

  1. A

    Wilhelm Schwan scul(psit)

  2. B

    FRIDERIC(US) VLRIC(US) DVX BRUNSVIC(ENSIS) ET LUNEB(URGENSIS)

  3. C

    PHILIP . SIG . [...]SN . E VER . RH[...]

Übersetzung:

Wilhelm Schwan hat (dies) gestochen. (A)

Friedrich Ulrich, Herzog von Braunschweig und Lüneburg. (B)

Kommentar

Die Tätigkeit des Braunschweiger Kupferstechers Wilhelm Schwan fällt im wesentlichen in das zweite Viertel des 17. Jahrhunderts. Sein frühestes datiertes Werk in Braunschweig ist das Epitaph für Johann Kammann d. Ä. aus dem Jahr 1621 (Nr. 770).

Anmerkungen

  1. Beschreibung, Maße und Schriftbestimmung nach der Abbildung eines Abdrucks der Platte bei Spies, Goldschmiede, Bd. 1, S. 104. Nach Angabe von Spies (Goldschmiede, Bd. 1, S. 86) stammte der Abdruck, dessen Verbleib nach Auskunft des Städtischen Museums nicht zu klären war, aus neuester Zeit, obwohl die Platte nicht mehr vorhanden ist.

Nachweise

  1. Abb. des Abdrucks: Spies, Goldschmiede, Bd. 1, S. 104.

Zitierhinweis:
DI 56, Stadt Braunschweig II, Nr. 989† (Sabine Wehking), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di056g009k0098901.