Inschriftenkatalog: Stadt Braunschweig von 1529 bis 1671

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 56: Stadt Braunschweig II (2001)

Nr. 950† Dom St. Blasii 1647

Beschreibung

Grabplatte des Albert Junker. Der Stein lag im nördlichen Seitenschiff. Unterhalb der über den Stein verlaufenden Inschrift ein Wappen.1)

Inschrift nach der Sammlung Sack.2)

Schriftart(en): Kapitalis.

  1. ALBERTUS JUNGKER /I(URIS) V(TRIUSQUE) D(OCTOR) GENITUS FUITa) BARDOVICI / LUNAEBURG(ENSI) PARENTIBUS / CLARISSIMIS D(OMI)NO BENEDICTO / JUNGKER MATRE CECILIA AB /HEIDE IX . AUG(USTI) MDLXV . IN CAUSIS / AGENDIS BRUNSVICAE CELEBERRIMUS / POST ILLUSTRIS ASSEBURGICAE GENTIS / FEUDAL(IBUS) ET CAUS(IS) COMMUN(IBUS) ORATOR / IN AMMFFURT . ECCLESIAE HUIUS CANONICUS / NEC NON EIUSDEM ET HALBERSTAD(ENSIS) / EQUESTRISb) STATUS SYNDICUS DEIN/CEPS ECCLESIAE HUIUS VICE-DOMINUS / ATQ(UE) DECANUS VENERABILIS MORTUUS / ANNO MDCXLVII . XXV . FEBRU(ARII) / AETATIS LXXXI . SUB CLAUSO HOC / EXPECTAT REDUNITIONEM CORPORIS SUI / AD IMMORTALITATEM

Übersetzung:

Der Doktor beider Rechte Albert Junker wurde im lüneburgischen Bardowick von berühmten Eltern geboren, von dem Herrn Benedikt Junker und der Mutter Cecilia von Heide, am 9. August 1565. In Prozessvertretungen für Braunschweig war er hochberühmt, später Unterhändler der berühmten Asseburgischen Familie in Lehnssachen und öffentlichen Angelegenheiten in Amfurt, Kanoniker dieser Kirche und auch derselben und des Halberstädter Ritterstandes Syndikus, darauf Vizedominus3) dieser Kirche und ehrwürdiger Dekan. Er starb im Jahr 1647 am 25. Februar im Alter von 81 (Jahren). Unter dieser Deckplatte erwartet er die Wiedervereinigung seines Körpers zur Unsterblichkeit.

Wappen:
Junker4)

Kommentar

Zu Albert Junker vgl. Nr. 773.

Textkritischer Apparat

  1. FUIT] FUI Sammlung Sack.
  2. EIUS VESTRIS] Sammlung Sack, Nr. 129, Teil 1, eius als unsichere Lesung gekennzeichnet.

Anmerkungen

  1. Angaben nach der Sammlung Sack, Nr. 129, Teil 1 (o. P.).
  2. Die Wiedergabe der Inschriften folgt der Version in der Sammlung Sack, Nr. 129, Teil 1.
  3. Der Vizedominus war an St. Blasii mit der Verwaltung der Stiftsgüter befaßt. Vgl. dazu Döll, Kollegiatstifte, S. 198f.
  4. Wappen Junker (Herz aus dem drei Eicheln hervorwachsen). Nach der Zeichnung in der Sammlung Sack, Nr. 129, Teil 1 (o. P.).

Nachweise

  1. Sammlung Sack, Nr. 129, Teil 1 (o. P.) u. Teil 3, p. 42.

Zitierhinweis:
DI 56, Stadt Braunschweig II, Nr. 950† (Sabine Wehking), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di056g009k0095009.