Inschriftenkatalog: Stadt Braunschweig von 1529 bis 1671

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 56: Stadt Braunschweig II (2001)

Nr. 854 St. Ulrici-Brüdern 1635

Beschreibung

Grabplatte des Kindes Heinrich Martens. Der Stein befindet sich auf der Ostseite des Kreuzgangs. Die eingehauene Inschrift läuft zwischen vorgeritzten Linien zeilenweise über die Platte.

Maße: H.: 69 cm; B.: 41 cm; Bu.: 2,5 cm.

Schriftart(en): Kapitalis und Fraktur.

Sabine Wehking [1/1]

  1. A

    + / EXPECTAT HIC RESVR/RECTIONEM AD VItAM AE/TAERNAM HENRICVS MAR/TENS , qui NATVS FSTa) II . / IVlij 1633 , PIE AuteM Et PlaCIDe IN Christo IESV / OBDORMivit . 29 . IANVAR / 1635 .

  2. B

    MARCI X . V . 15 . / Christus ait : /AMEN DICO VOBIS , qui=/cunq(ue) non acceperit / REgNVM DEI tanquam / puer , haud quaquam in/gr(e)dieturb) in illud 1)

Übersetzung:

Hier erwartet Heinrich Martens die Auferstehung zum ewigen Leben, der am 11. Juli 1633 geboren wurde, aber fromm und sanft in Jesus Christus entschlief am 29. Januar 1635. (A)

Markus 10, Vers 15. Christus spricht: Wahrlich sage ich euch, wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht in dasselbe hineinkommen. (B)

Kommentar

Heinrich Martens war ein Sohn des Ratsherrn und Bürgermeisters Henning Martens und seiner Ehefrau Anna Beckmann (vgl. deren Grabplatte Nr. 1148).2)

Textkritischer Apparat

  1. FST] Eigentlich EST, Fehler des Steinmetzen.
  2. ingredietur] IN DIE Schultz.

Anmerkungen

  1. Mc. 10,15.
  2. Angabe nach der Personenkartei Mack.

Nachweise

  1. Sammlung Sack, Nr. 133, Teil 1, p. 81 (A), p. 223 (A auszugsweise), p. 226.
  2. Schultz, Grabmale, S. 82 (A).

Zitierhinweis:
DI 56, Stadt Braunschweig II, Nr. 854 (Sabine Wehking), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di056g009k0085406.