Inschriftenkatalog: Stadt Braunschweig von 1529 bis 1671

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 56: Stadt Braunschweig II (2001)

Nr. 591† St. Ulrici-Brüdern 1583

Beschreibung

Epitaph des Claus Bortfeld und der Agnes von Freytag. Das Epitaph befand sich bis zu seiner Zerstörung bei einer Renovierung der Kirche im Jahr 1770 im nördlichen Kirchenschiff. Es zeigte oben Christus zur Rechten Gottes, darunter eine Darstellung der Kreuzigung, links vom Kreuz der Verstorbene mit einem Sohn, rechts die Ehefrau. Am Epitaph waren 16 Wappen angeordnet. Im unteren Teil des Epitaphs links die Inschrift A, rechts die Inschrift B. Zur Zeit Becks war die Inschrift A nicht mehr vollständig zu lesen.1)

Inschriften nach der Sammlung Sack.2)

  1. A

    Anno 1584a) d(en) 14 Augusti ist der / [ – – – ] vester / Clages von Bortfeldt Christoffels / seel(iger) Sohn [ – – – ] Jahr seines / [ – – – ] und / [ – – – ] in Braunschweig / [ – – – ]

  2. B

    Anno 15[..]b) den 13 . Septe(mber) / Ist In Godt Entslaffen die / Edle Erbare Angneß Geborne / Freidages , Clages v(on) Bortfeldt / Eheliche Hauß Frawe der Seele / Godt wolle gnedig seyn Amen

Wappen3)
BortfeldFreytag
FreytagReden
WeferlingHauß
HaußSchwichelt
MünchhausenMünchhausen
GrapendorfBerner von Gottenhard
SchulenburgZersen
ZersenVeltheim

Kommentar

Zu Claus von Bortfeld vgl. dessen Epitaph Nr. 590.

Textkritischer Apparat

  1. Das Datum war entweder auf dem Epitaph falsch ausgeführt oder in der Sammlung Sack nicht richtig wiedergegeben. Auf der Grabplatte und in der Leichenpredigt des Claus von Bortfeld ist das Todesjahr übereinstimmend mit 1583 angegeben (vgl. Nr. 590).
  2. 15[..]] 1550 Sammlung Sack. Die Lesung der Jahreszahl ist in der Sammlung Sack, Nr. 133, Teil 1, p. 12, als unsicher angeben, dort werden auch die Varianten 1560 und 1580 in Betracht gezogen, die aber beide nicht stimmen können, da die Ehefrau ihren Mann überlebte. Vgl. die Leichenpredigt für Claus von Bortfeld, Roth, Auswertungen, Nr. 3862.

Anmerkungen

  1. Beschreibung nach der Sammlung Sack, Nr. 133, Teil 1, p. 208.
  2. Die Wiedergabe der Inschrift folgt der Version in der Sammlung Sack, ebd.
  3. In der Sammlung Sack, Nr. 133, Teil 1, p. 208, nur namentlich bezeichnet. Gegenüber der Ahnenprobe auf der Grabplatte (vgl. Nr. 590) ist hier die Anzahl der Wappen verdoppelt, indem auch die mütterliche Linie jeweils angegeben ist.

Nachweise

  1. Sammlung Sack, Nr. 133, Teil 1, p. 12 u. 208.

Zitierhinweis:
DI 56, Stadt Braunschweig II, Nr. 591† (Sabine Wehking), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di056g009k0059101.