Die Inschriften der Stadt Braunschweig bis 1528

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 35: Stadt Braunschweig I (1993)

Nr. 40† St. Petri M. 14. Jh.

Beschreibung

Grabstein; schildförmig, nach unten in vier stumpfen Winkeln verlaufend. Er war noch im 19. Jahrhundert im südlichen Seitenschiff zu sehen. Die in der linken oberen Ecke mit einem Kreuz beginnende umlaufende Inschrift konnte Sack nur noch auf dem linken unteren Rand lesen. Das Mittelfeld des Grabsteins war offenbar leer.

Inschrift nach Zeichnung der Slg. Sack.

Schriftart(en): Gotische Majuskel.

  1. + A[... / ... / ...] / COSME ET DA(MIANI) · FE(R)IA · V P(OST) REMIGI

Übersetzung:

(...) (der Kirche) Cosmas und Damian am Donnerstag nach dem Remigiustag (1. 10).

Kommentar

Die Tradition der Kirche schrieb diesen Grabstein dem etwa 1349 verstorbenen Pfarrer Bernhard zu1). Sack übernahm diese Tradition, ohne den Namen auf dem Grabstein lesen zu können. Die im 16. Jahrhundert abgerissene Ulricikirche, nicht die Petrikirche, war den Hll. Cosmas und Damian geweiht. Paramente, Bücher und ein Teil des Kirchenvermögens, wohl auch einige gut erhaltene Grabsteine kamen an die Brüdernkirche, die nun zur Pfarrkirche für die alte Ulrici-Gemeinde wurde. Möglicherweise gelangte dieser Grabstein an die der Brüdernkirche benachbarte Petrikirche. Der an der Ulricikirche in der Mitte des 14. Jahrhunderts wirkende Pfarrer hieß Albertus2).

Anmerkungen

  1. Zu Bernhard vgl. Register zu UB Braunschweig 3, S. 561 (‚St. Ulrici, Pfarrer‘); Register zu UB Braunschweig 4, S. 595 (‚Bernardus, Pfarrer zu S. Petri‘).
  2. Zu Albertus vgl. Register zu UB Braunschweig 4, S. 623 (‚St. Ulrici, Pfarrer‘).

Nachweise

  1. Abb. u. Lit.: Sack, H V, 141, S. 50, 80, 103.

Zitierhinweis:
DI 35, Stadt Braunschweig I, Nr. 40† (Andrea Boockmann), in: www.inschriften.net, https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di035g005k0004009.