Inschriftenkatalog: Stadt Baden-Baden und Landkreis Rastatt

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 78: Stadt Baden-Baden und Landkreis Rastatt (2009)

Nr. 378 Steinbach (Stadt Baden-Baden), Steinbacher Str. 62 (Reblandmuseum) 1582

Beschreibung

Wappentafel. Außen an der Straßenfront des ehemaligen Amtsgebäudes etwa in 3 m Höhe zwischen dem zweiten und dritten Erdgeschoßfenster von Süden. Sandstein, farbig gefaßt. In der Mitte der querrechteckigen, gerahmten Tafel ein reliefierter Wappenschild, der die Ziffernfolge der eingemeißelten und farbig nachgezogenen Jahreszahl unterbricht.

Maße: H. ca. 40, B. ca. 70, Zi. ca. 4–10 cm.

Heidelberger Akademie der Wissenschaften [1/1]

  1. 15 //a) 82

Wappen:
Baden-Sponheim.

Kommentar

Bis auf das freie, keilförmig verdickte Balkenende der 5 sind die Kerben sämtlicher Ziffern gleichbleibend schmal geschlagen. Der Schaft der 1 mündet oben in ein Quadrangel und bildet unten wie das freie Bogenende der 5 eine Schleife aus. Die spitze 2 ist kleiner ausgeführt und über die Grundlinie gesetzt.

Das heutige Heimatmuseum diente ehemals als Sitz markgräflich badischer Amtleute, die sich hier seit dem 15. Jahrhundert nachweisen lassen und deren Zuständigkeit sich zunächst in etwa auf das Gebiet des alten Kirchspiels Steinbach beschränkte.1 Nach zahlreichen Erweiterungen ging das Amt Steinbach 1788 im Amt Yburg mit Sitz in Bühl auf.1 Die Jahreszahl bezeugt offenbar einen Neu- oder Umbau des bereits 1575 nachweisbaren Gebäudes.2 Als badischer Amtmann in Steinbach ist für 1582 Peter Coiner bezeugt.3

Textkritischer Apparat

  1. Unterbrechung durch den Wappenschild.

Anmerkungen

  1. Vgl. Schwab, Öffentliche, historische Gebäude (wie unten) 202f.; Stadtkreis Baden-Baden 168.
  2. Vgl. Schwab, Öffentliche, historische Gebäude (wie unten) 202.
  3. Vgl. Reinfried, Pfarrei Steinbach 129.

Nachweise

  1. Hermann Oser, Ein Wappen erzählt, in: Zur Stadtgeschichte von Steinbach 90–99, hier 91 (Abb.).
  2. Karl Schwab, Das Steinbacher Heimatmuseum, in: Die Ortenau 62 (1982) 302–307, hier 303.
  3. Daferner, Wappen 21 (Abb.).
  4. Karl Schwab, Öffentliche, historische Gebäude, in: Baden-Badener Rebland 202–211, hier 202.
  5. Kieser u. a., Kunst- u. Kulturdenkmale RA/BAD 125.

Zitierhinweis:
DI 78, Stadt Baden-Baden und Landkreis Rastatt, Nr. 378 (Ilas Bartusch), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di078h017k0037805.