Inschriftenkatalog: Aachen (Stadt)

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 32: Stadt Aachen (1993)

Nr. 46 Paris, Musée Cluny1 um 1497

Beschreibung

Model mit Mariennahrung. Graphit. Herkunft Aachen, vielleicht Werkstatt des Hans von Reutlingen. Darstellung und Inschrift vertieft, erscheinen also beim Abguß erhaben. Maria im Glorienschein sitzt auf einer Bank und gibt dem Kind auf ihrem Schoß die Brust. Inschrift spiegelverkehrt im Nimbus, oben und unten durch jeweils zwei Reifen eingefaßt.

Maße: H. 18,5, B. 12,5, Bu. 0,3 cm.

Schriftart(en): Gotische Minuskel.

  1. Ego sum mater misericor[diae]a)

Kommentar

Die Form wurde zusammen mit mehreren anderen Modeln 1875 in einem Backhaus am Büchel gefunden, gelangte zunächst in die Slg. Rothschild und von dort nach Paris. Sie stammt aus derselben Werkstatt wie die Graphitmodel mit der Verkündigung (Nr. 47) in Paris und der hl. Katharina (Nr. 45) in Berlin.2) Als Vorlagen kommen Stiche Martin Schongauers in Frage.3) Ein entsprechendes Model befindet sich im Bestand des Suermondt-Ludwig-Museums (dort „um 1480“ datiert).

Textkritischer Apparat

  1. Nimbus und Ende des Textes abgeschnitten.

Anmerkungen

  1. Inv.-Nr. Cl. 14097.
  2. Grimme, Model, S. 84ff.
  3. Ebd. S. 84 u. ders., Große Jahrhunderte, S. 102.

Nachweise

  1. Dornbusch, Intaglien, S. 127f.
  2. Grimme, Große Jahrhunderte, S. 102 u. Abb. S. 103.
  3. Ders., Model, S. 81–86 mit Abb.

Zitierhinweis:
DI 32, Stadt Aachen, Nr. 46 (Helga Giersiepen), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di032d002k0004601.