Inschriftenkatalog: Stadt Zeitz

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 52: Stadt Zeitz (2001)

Nr. 64 Schloßkomplex, Nebengebäude 1503

Beschreibung

Wappenstein. Gelbbrauner Sandstein. Der aus drei Teilen (Astwerkbekrönung, Wappen, Jahresangabe) zusammengefügte Wappenstein befindet sich in der Außenwand im ersten Stockwerk zwischen dem fünften und sechsten Fenster des der Nordwand der Schloßkirche gegenüberstehenden Gebäudes. Erhabene Inschrift (A) auf einem Spruchband unter der Astwerkbekrönung; eingehauene Jahresangabe (B) in der linken unteren Ecke des wappentragenden Mittelsteins im eingetieften Feld; erhabene Jahresangabe (C) auf einer Tafel unter dem Wappenschild. Der Wappenstein ist verwittert und beschädigt. Er wurde offensichtlich hierher versetzt. Das Gebäude, an dessen Außenmauer sich der Stein befindet, geht mindestens auf die Bautätigkeit um 1657 unter Herzog Moritz zurück.

Maße: Der Wappenstein und die Astwerkbekrönung (ohne die untere Tafel) ca. H. 80 cm; B. 40 cm; Bu. ca. 4 cm (A, B), ca. 9 cm (C).

Schriftart(en): Frühhumanistische Kapitalis.

DI 52, Nr. 64 - Schloßkomplex, Nebengebäude - 1503

 BBAW Berlin, Inschriftenprojekt (Thomas Kreil) [1/1]

  1. A

    IOANNES · / EPIS/COPVS · NVMBERGE(NSIS)a)

  2. B

    1 . 5c). 24b)1)

  3. C

    1 · 5 · 0 · 3c)

Übersetzung:

Johannes, Bischof von Naumburg. (A)

Wappen:
Bischof Johannes von Schönberg2)

Kommentar

Der Naumburger Bischof Johannes III. von Schönberg regierte von 1492 bis 1517.

Textkritischer Apparat

  1. Der Buchstabe N spiegelverkehrt.
  2. Paragraphenförmige Trennzeichen zwischen den Ziffern. Auch 1574 möglich.
  3. Die linke Hälfte der 0 ist abgeplatzt.

Anmerkungen

  1. Für die Lesung der Jahreszahl gilt P. Zahn, München, freundlicher Dank.
  2. Wappen: Bischofswappen des Johannes III. von Schönberg (geviert, rechts oben und links unten Schlüssel und Schwert, links oben und rechts unten Löwe), vgl. Siebmacher, Bd. 1, Abt. 5, Reihe 1, S. 38 und Tafel 65.

Zitierhinweis:
DI 52, Stadt Zeitz, Nr. 64 (Martina Voigt), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di052b007k0006400.