Inschriftenkatalog: Stadt Zeitz

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 52: Stadt Zeitz (2001)

Nr. 63† Schloßkirche, Kreuzgang 1501

Beschreibung

Grabinschrift des Vikars Andreas Leuchtenstern im östlichen Kreuzgangflügel an der Wand.1) Offensichtlich war der Inschrifttext in die Inschriften (A) und (B) unterteilt. Nach Zader trug die „Tafel“ eine Darstellung von Christi Begräbnis.

Inschrift nach Zader/O.

  1. A

    Andream Leuchtenstern h(uius) Sacrae aedis vicarium hic sub saxo subconsignatum videsa) piissimae virginis Mariae cui(us) e(t) ipsi(us) devotissimus erat imago dum vixit ei(us) jussu et impensa fabrefacta declarat ei(us) obitus diem lapis significabit a p(er)transeuntibusb) p(ro) eo quem signat ad Deum o(rati)o(n)es pietatis amore desideratur(us) A(nno) 1501

  2. B

    Me tibi commendo me virgo relinquere noliNe peream Chr(ist)o funde Maria preces

Übersetzung:

Du siehst hier Andreas Leuchtenstern, den Vikar dieses heiligen Hauses, der unter diesem Stein versiegelt ist. Ein Bild der frömmsten Jungfrau Maria, der er sehr ergeben war, wurde, solange er lebte, auf seine Anordnung und Kosten kunstvoll angefertigt. Den Tag seines Todes wird dieser Stein bezeichnen, von den später Vorübergehenden wird er um Gebete frommer Liebe zu Gott für den, den er [der Stein] bezeichnet wünschen. Im Jahr 1501. (A)

Ich übergebe mich dir, Jungfrau, verlasse mich nicht, damit ich nicht zugrunde gehe, bitte, Maria, für mich bei Christus. (B)

Kommentar

Ein elegisches Distichon (B).

Textkritischer Apparat

  1. vides nach Zader/O/StdtArZz, während Zader/O est schreibt.
  2. Zader/O/StdtArZz: praeter.

Anmerkungen

  1. Zader/O II, S. 33.

Nachweise

  1. Zader/O II, S. 33.
  2. Zader/O/StdtArZz, Buch 3, fol. 506.

Zitierhinweis:
DI 52, Stadt Zeitz, Nr. 63† (Martina Voigt), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di052b007k0006303.