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DI 36: Stadt Hannover (1993)

Nr. 114 Marktkirche 1561

Beschreibung

Epitaph des Erich Volckmer von Wintheim. Sandstein. Das Epitaph befand sich früher an der Außenseite der Nikolaikapelle, nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es in die Marktkirche versetzt. Es hängt heute an der nördlichen Eingangswand. Die nahezu quadratische Platte zeigt im Flachrelief ein Kruzifix auf der Schädelstätte, der Titulus A auf einem an den Seiten aufgerollten Schriftband. Zu Füßen des Kreuzes eine kniende Stifterfigur. In den Ecken der Platte vier Wappen, die beiden oberen werden von Männerfiguren, die unteren von Frauenfiguren gehalten. Zwischen dem Wappenschild in der oberen linken Ecke und dem Kreuzesarm ein angedeutetes Schild mit der Jahreszahl B. Die Inschrift C verläuft – unterbrochen von dem Kreuz und der Stifterfigur – zwischen Linien über die ganze Tafel und bildet damit den Hintergrund für die dargestellte Szene. Am Ende der Inschrift zwischen den Initialen des Bildhauers dessen Marke (M10).

Maße: H.: 117 cm; B.: 102 cm; Bu.: 4–5 cm.

Schriftart(en): Kapitalis.

DI 36, Nr. 114 - Hannover, Marktkirche - 1561

 Sabine Wehking [1/1]

  1. A

    ·I·N·R·I·

  2. B

    1561

  3. C

    · ANNO · 1556 · DEN · 25 SEPTEMBR(IS) · ZWISHE(N) / · 10 · VND · 11 · VOR·MIDDAGE IS · VOR·SCHEIDE(N) / ERICH VOLCKMER · VAN WINTEM · DER · / ROVWET · AL · HIR · IM · HEREN · IOB ·/ AM · 19 · ER · IST · ENTSLAFFEN · MIT · SEINEN / VETERN · VND · ZV · SEINEM · VOLCK · VERS/AMELT ·1) ICH · WEIS · DAS · MEIN · ERLOSER ·/ LEBET · VND · ER · WIRD MICH · AVS · DER / ERDEN · AVFWECKEN VND · WERDE · / MIT · MEINER · HAVT VMBGEBEN ·/ WERDEN · VND · WERDE / IN · MEINEM FLEISCH · GODT · / SEHEN ·2) H F

Wappen:
von Wintheim (drei ineinandergreifende Ringe, der obere offen)
Blome (neun Rosen, 3:3:3)
Rohland (Fuchs mit Weintraube im Maul)3)
? (geteilt, oben bezungter Löwe, unten Fluß)4)

Kommentar

In der von Mahrenholtz veröffentlichten Stammfolge der Familie von Wintheim findet Erich Volckmer von Wintheim keine Erwähnung.5) Den Wappen auf dem Epitaph zufolge müßte er der Sohn des Heinrich von Wintheim und der N. Blome sein; nach Berkhusen ist aus dieser Ehe jedoch nur eine Tochter hervorgegangen6).

Anmerkungen

  1. Anklang an Gn. 35, 29. Das durch die Stellenangabe angekündigte Hiobzitat folgt erst im Anschluß.
  2. Hiob 19, 25–26.
  3. Winkelmüller, S. 284, Nr. 607.
  4. Dasselbe Wappen auf dem Grabstein der Anna Hake (Nr. 138). Der untere Teil des Wappens entspricht dem der Katharina Helmolt (vgl. Nr. 136), Winkelmüller, Hausmarken, S. 270, Nr. 271.
  5. Mahrenholtz, Die von Windtheim, passim.
  6. Berkhusen, Wäskenbok, S. 171.

Nachweise

  1. Mithoff, Kunstdenkmale, S. 78 (Anfang von C).
  2. Schuchhardt, Bildhauer, S. 45f., Nr. 15.
  3. Wüstefeld, Nikolaikapelle, fol. 18 (Zeichnung).
  4. Mahrenholtz, Grabsteininschriften, S. 116.

Zitierhinweis:
DI 36, Stadt Hannover, Nr. 114 (Sabine Wehking), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di036g006k0011409.