Inschriftenkatalog: Stadt Worms

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 29: Worms (1991)

Nr. 593 Stadtmuseum, aus Worms-Hochheim, Maria Himmelskron 1600

Beschreibung

Grabplatte des Hochheimer Schaffners Philipp Engelmann aus Freinsheim. Innen an der Westwand der Andreaskirche, 2. Stein von Norden, aus Kloster Maria Himmelskron in Hochheim.1) Hochrechteckige Platte aus hellgelbem Sandstein mit Umschrift in vertiefter Leiste, in 11 Zeilen im Mittelfeld fortgesetzt (A); dort oben dreizeiliger leoninischer Hexameter (B) in abgegrenzter Tafel. Unter der Hauptinschrift vierzeilige Stifterinschrift (C). Bestoßen und stark verwittert.

Maße: H. 209, B. 89,5, Bu. 4,5-5,5 (A), 4-5 (B), 4-4,5 cm (C).

Schriftart(en): Fraktur (A), Kapitalis (B,C).

DI 29, Nr.593 - Worms, Stadtmuseum, aus Worms-Hochheim, Maria himmelskron - 1600

 Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz (Dr. Rüdiger Fuchs) [1/1]

  1. A

    · Anno 1600 den 12 · DE/CEMBRYS · Ist · in · Gott Seliglich Verschieden Der Ernhafft Philips En[gel]/man · Von · Freinßheim Seins / alters im 82 J[a]hr welcher im 1549 Jahr in diesem Closter zu einem Vnter/Schaffnera) angenom/men Volgents im 1552 Jahre zum / Oberschaffner wor/den die Schaffnereÿ / 20 Jahr lang treu/lich versehen dabeÿ / Ein Pfründtner gewe/sen · Dem Gott Ein / froliche aufferste/hung verleihe · Amen

  2. B

    VIVE MEMOR MOR/TIS VT SIS MEMOR / ET SALVTIS

  3. C

    P(ATRI) · P(IISSIMO) · HAT LOSEN MACHEN / E[S DER] LORENTZ / [T SEIN....... / FIL............]

Übersetzung:

Lebe eingedenk des Todes, damit du auch das Heil bedenkest.

Kommentar

Philipp Engelmann war der letzte Schaffner der Nonnen in Hochheim vor der Aufhebung des Konvents durch Kurpfalz; seine Frau Barbara geb. Eigenlaub (†1579) wurde ebenfalls in Hochheim begraben.2) Zwischen 1555 und 1557 ist er in Urkunden zu Angelegenheiten des Klosters nachweisbar.3)

Textkritischer Apparat

  1. C[loster]/Schaffner Schalk. Die Varianten in Mus.Inv. wurden wegen offensichtlicher Lese- und Verständnisschwierigkeiten nicht beachtet.

Anmerkungen

  1. Mus.Inv., Schalk.
  2. Vgl. Nr. 513.
  3. Schalk nach Urkunden im Gatterer-Apparat, Luzern.

Nachweise

  1. Mus.Inv. MGH Nr. 11.
  2. Schalk, Grabsteine 237f. Nr. 32.

Zitierhinweis:
DI 29, Worms, Nr. 593 (Rüdiger Fuchs), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di029mz02k0059302.