Inschriftenkatalog: Stadt Worms

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 29: Worms (1991)

Nr. 394 Stadtmuseum, aus Domkreuzgang 1516

Beschreibung

Schlußstein mit Stifterinschrift des Domscholasters Wilhelm von Stockheim. Oben in der Nordinnenwand der Andreaskirche eingemauert, östlicher Schlußstein, früher am Storchenturm in Herrnsheim, aus dem Domkreuzgang; 1960 vom Museum angekauft.1) Runder roter Sandstein mit Umschrift (A) auf abgefastem Rand; im Feld Allianzwappen, von Astwerk gerahmt, in der Mitte Jahreszahl (B). Am Rand bestoßen und an den Helmen ausgebrochen. Die Inschrift beginnt oben.

Maße: Dm. 88, Bu. 4,5, Z. 7,5 cm.

Schriftart(en): Gotische Minuskel.

DI 29, Nr.394 - Worms, Stadtmuseum, aus Domkreuzgang - 1516

 Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz (Dr. Rüdiger Fuchs) [1/1]

  1. A

    Anno · dominice · incarnationis · 15 · 16 · wilhelmus · de · stockheim · scolasticus · et · canonicus · huius · ecclesie ·

  2. B

    1516

Wappen:
Stockheim-Weiß von Feuerbach.

Kommentar

Die tiefe klare Minuskel der Umschrift verwendet bis auf das Anfangs-A mit großer Trabs und gebrochenem Mittelbalken keine Fremdbuchstaben.

Wilhelm von Stockheim, Sohn Eberhards aus der Gottfriedischen Linie und der Dorothea Weiß von Feuerbach2) war seit 1511 Scholaster am Wormser Domstift;3) dort sind zwei Inschriften zu seinem Tod 1532 überliefert.4)

Anmerkungen

  1. Schmitt u. Illert, Tätigkeitsbericht 1960, 113.
  2. Möller, Stammtafeln AF II Taf. LXXX.
  3. Schannat, Hist. ep. Worm. I 90; die Marginalie in Helwich, Syntagma 10, daß er 1517 Scholaster gewesen sei, zeigt also nicht den Amtsantritt an.
  4. Vgl. Nr. 419f.

Nachweise

  1. Kautzsch, Dom Taf. 111o.
  2. Schmitt, Bildwerke 282 Nr. 9.

Zitierhinweis:
DI 29, Worms, Nr. 394 (Rüdiger Fuchs), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di029mz02k0039408.