Inschriftenkatalog: Stadt Wiesbaden

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 51: Wiesbaden (2000)

Nr. 129 Wiesbaden, Museum (vom Friedhof an der Heidenmauer) E.17.-A.18.Jh.?

Beschreibung

Bibelzitat auf Fragment eines Epitaphs für einen Unbekannten, vom Totenhof an der Heidenmauer heute in der SNA im Kellergeschoß ausgestellt.1) Block aus rotem Sandstein mit dem unteren Rest des Epitaphs, Rest wohl eines Kreuzfußes, darunter Totenschädel mit gekreuzten Knochen, Voluten an den Rändern der Platte. Der Kreuzfuß durchschneidet die fortlaufende, vierzeilige Inschrift, eine obere fünfte Zeile ist links nur bruchstückhaft erkennbar.

Maße: H. 66, B. 51, Bu. 2 cm.

Schriftart(en): Kapitalis.

Di 51, Nr. 129 - Wiesbaden, Museum (vom Friedhof an der Heidenmauer) -  E.17.-A.18.Jh.?

 Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz (Thomas G. Tempel) [1/1]

  1. [...]D // [. . .] / RVEN // VON IHRER / ARBEIT // V(ND) · IHRE / WERCKE // FOLGEN / IHNEN // NACH2)

Kommentar

Die Kapitalis zeigt spitzes A mit geradem und mit gebrochenem Mittelbalken, N mit geschwungenem Schrägschaft, R mit am Schaft ansetzender, geschwungener Cauda. Diese Buchstabenformen legen eine späte Entstehung nahe. Terminus post quem ist das Jahr 1690, in dem Fürst Georg August von Nassau den Friedhof an der Mauritiuskirche endgültig schließen ließ und daraufhin alle Toten am Friedhof an der Heidenmauer beigesetzt wurden.3)

Anmerkungen

  1. Inv.-Nr. 1527.
  2. Offb 14,13.
  3. Vgl. Buschmann, Nordfriedhof 14.

Nachweise

  1. Buschmann, Nordfriedhof 156f. Nr. 11, 470 (Abb.).

Zitierhinweis:
DI 51, Wiesbaden, Nr. 129 (Yvonne Monsees), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di051mz05k0012909.