Inschriftenkatalog: Stadt Wiesbaden

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 51: Wiesbaden (2000)

Nr. 103 Wiesbaden-Biebrich, Ev. Hauptkirche 1649

Beschreibung

Namen als Stifterinschrift und Jahreszahl auf Taufstein. Der Taufstein wurde bei Ausschachtungsarbeiten nach dem Ersten Weltkrieg im Bauschutt in der Rathausstraße (?) gefunden, dann ins Museum, SNA, verbracht und ist seit 1991 wieder in der Hauptkirche aufgestellt; er dürfte schon vorher in der Kirche gestanden haben.1) Kleines, achteckiges Becken aus gelbem Sandstein über modern nachgearbeitetem Fuß. Auf dem breiten Beckenrand umlaufende Inschrift. Keine Farbfassung. Dreiecke dienen als Worttrenner.

Maße: Dm.49,5, Bu. 4,5 cm.

Schriftart(en): Kapitalis.

DI 51, Nr. 103 - Wiesbaden-Biebrich, Ev. Hauptkirche - 1649

 Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz (Thomas G. Tempel) [1/1]

  1. A(NN)Oa) 1649 / HANS · CONR/AT · DONGES · / VND DOROTEA / KLINCKEN / SEIN HAVS/FRAVW

Kommentar

Die schlanke Kapitalis der Inschrift gleicht jener der beiden zeitnahen Taufsteine in Klarenthal und Frauenstein (folgende Nrr.).

Hans Konrad Dönges (Tönges) wurde um 1614 geboren. 1651 ist er als Fährmann, 1670 als Wirt in Biebrich belegt.2) Von 1681 bis 1693 war er Schultheiß, 1693 Oberschultheiß in Mosbach und Biebrich.3) Er starb am 6. November 1697 im Alter von 83 Jahren. Dorothea Klinck war die erste von drei Ehefrauen.4)

Anmerkungen

  1. Freundl. Hinweis von Pfarrer Peter Kratz, Wiesbaden-Biebrich vom 11. März 1999.
  2. Freundl. Hinweise von Dr. Hellmuth Gensicke vom 5. August 1999, auch zum Folgenden.
  3. Vgl. Faber, Biebrich am Rhein 43.
  4. Hinweis Gensicke: Nach Dorothea, die vor dem Einsetzen der Kirchenbücher verstarb, verehelichte er sich mit der wohl 1619 geborenen Gertraud, die am 31.1.1690 starb, vgl. Stern/Stern, Die ältesten Biebricher-Mosbacher Kirchenbücher 239 Nr. 285. Dönges starb 1697, vgl. ebd. 247.

Zitierhinweis:
DI 51, Wiesbaden, Nr. 103 (Yvonne Monsees), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di051mz05k0010305.