Inschriftenkatalog: Stadt Darmstadt und Landkreise Darmstadt-Dieburg sowie Groß-Gerau

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 49: Darmstadt, Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau (1999)

Nr. 362 Darmstadt-Eberstadt, Evangelische Dreifaltigkeitskirche 1627

Beschreibung

Epitaph des Johann Justus Schäfer. Das Epitaph aus rotem Sandstein ist außen auf der Nordseite im Vorbau zum Eingang angebracht. Die hochrechteckige Tafel wird von einem rundbogigen Aufsatz mit unregelmäßig gewelltem Rand abgeschlossen. Die Grabinschrift (B) läuft auf dem Rand der Tafel zwischen erhabenen Leisten um. Das Bibelzitat (C) ist im Feld angebracht. Im Aufsatz befinden sich ein Wappen und darunter die Vergänglichkeitsmahnung (A).

Maße: H. 138, B. 75, Bu. 3,5–4 cm.

Schriftart(en): Kapitalis.

DI 49, Nr. 362 - Darmstadt-Eberstadt, Evangelische Dreifaltigkeitskirche - 1627

 Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz (Thomas G. Tempel) [1/1]

  1. A

    MEMENTO MORI

  2. B

    ANNO 1627 VF CANTATE IST IN CHR(IST)Oa) SE/LIG ENTSCHLAFFEN DER EHRWIRDIG WOL=/GELEHRT HERRb) M(A)G(ISTE)R IOHAN IV/ST(VS) SCHAEFFER DEM GOTT EIN FRÖLICH VFFERSTEHVNG VERLEIHE

  3. C

    ROM CAP 14 / VNSER KEINER LEBET IHM / SELBER VND KEINER STIRBT IHM / SELBER LEBEN WIR SO LEBEN / WIR DEM HERREN STERBEN / WIR SO STERBEN WIR DEM / HERREN DARVMB WIR LEBEN / ODER STERBEN SO SIND WIR / DES HERREN DAN DARZV IST / CHRISTVS AVCH GESTOR/BEN VND AVFFERSTANDEN / DAS ER V̈BER TODTE VND / LEBENDIGE HERR SEŸ1)

Datum: 22. April 1627.

Wappen:
Schäfer.2)

Kommentar

Johann Justus war ein Sohn des Jost Schäfer, der von 1610 bis 1623 Pfarrer in Eberstadt war. Johann Justus studierte von 1620 bis 1622 in Gießen und war dann bis 1623 Schulmeister in Pfungstadt. Als sein Vater in diesem Jahr starb, übernahm Johann Justus dessen Pfarrstelle in Eberstadt, die er bis zu seinem Tode 1627 innehatte.3)

Textkritischer Apparat

  1. Buchstabenbestand XPO.
  2. Dem ersten R fehlt die Cauda.

Anmerkungen

  1. Röm 14,7 – 9.
  2. Lamm Gottes, darüber die Initialen IHS, darunter drei Blumen.
  3. Hassia sacra I 153.

Zitierhinweis:
DI 49, Darmstadt, Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau, Nr. 362 (Sebastian Scholz), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di049mz06k0036205.