Inschriftenkatalog: Stadt Darmstadt und Landkreise Darmstadt-Dieburg sowie Groß-Gerau

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 49: Darmstadt, Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau (1999)

Nr. 176 Babenhausen 1544 ff.

Beschreibung

1) Sackgasse 23, ehemaliger Hof der von Babenhausen: Im Sturz eines Fensters im Erdgeschoß hält ein Drache ein Schriftband mit einer Jahreszahl (A) im Maul. Die Jahreszahl wird im Scheitel des spitzbogigen Eingangs wiederholt (B). Eine weitere Datierung (C) ist im Sturzbogen des Kellereingangs angebracht. Hier werden die Ziffern durch Quadrangeln getrennt.

Maße: H. 30 (C), B. 67 (C), Bu. 10 cm.

Schriftart(en): Kapitalis.

  1. A

    1544

  2. B

    1544

  3. C

    ANNO / D(OMI)NI · M · / DLXXXXI ·

2) Amtsgasse 32, ehemaliger Hof der Gayling von Altheim: Jahreszahlen im Sturzbogen des Kellereingangs auf der Ostseite (A) und auf einem Eckquader an der Nordwestecke (B). Bei (B) ist zwischen der zweiten und der dritten Ziffer ein Steinmetzzeichen (Nr. 14) eingeritzt.

  1. A

    1555

  1. B

    1555

3) Amtsgasse 30, ehemaliger Hof der Gayling von Altheim: Jahreszahl im Scheitel des Torbogens (A). Zwischen der zweiten und der dritten Ziffer ist ein Steinmetzzeichen (Nr. 15) angebracht. Eine weitere Jahreszahl (B) befindet sich auf einem Eckquader des Hauses. Ihre Ziffern werden durch Quadrangeln mit paragraphzeichenförmig ausgezogenen Zierstrichen getrennt. Über den Ziffern sind zwei Steinmetzzeichen (Nrr. 23, 24) eingeritzt.1)

  1. A

    1556

  2. B

    1 · 5 · 7 · 8

4) Sackgasse 13: Jahreszahl im Scheitel des Torbogens der Hofeinfahrt. Zwischen der zweiten und der dritten Ziffer ist ein Steinmetzzeichen (Nr. 16) angebracht. Die Ziffern werden durch Quadrangeln mit paragraphzeichenförmig ausgezogenen Zierstrichen getrennt.

  1. 1 · 5 6 · 0

5) Amtsgasse 29: Jahreszahl (A) im Sturz eines Fensters auf der Südseite. Zwischen der zweiten und der dritten Ziffer ist ein Steinmetzzeichen (Nr. 17) angebracht. Eine weitere Jahreszahl (B) befindet sich im Sturzbogen des Treppenturmportals. Auch hier ist zwischen der zweiten und der dritten Ziffer ein Steinmetzzeichen (Nr. 30) eingeritzt. Am Anfang und am Schluß der Ziffern stehen Quadrangeln mit paragraphzeichenförmig ausgezogenen Zierstrichen.

  1. A

    · 1560 ·

  1. B

    1602

6) Schloßgasse 21: Jahreszahl auf einem Schriftband im Scheitel des Torbogens.

  1. 1570

7) Backhausgasse 12: Jahreszahl im Sturzbogen des Eingangs.

  1. 1589

8) Amtsgasse 20: Jahreszahl im Sturzbogen des Kellereingangs. Zwischen der zweiten und der dritten Ziffer befindet sich ein durch Verwitterung unkenntlich gewordener Wappenschild. Die Ziffern werden durch Quadrangeln getrennt.

  1. 1 · 5 9 · 3

9) Backhausgasse 4: Jahreszahl im Sturzbogen des Kellereingangs der ehemaligen Amtskellerei.

  1. 1595

10) Schloßgasse 3: Jahreszahl, Initialen und Wappen auf einem in der Hauswand eingemauerten ehemaligen Ofenfußstein. Die Ziffern und Buchstaben sind mit schwarzer Farbe ausgemalt worden. Als Trennzeichen dienen Quadrangeln.

  1. 1597 / I · P · F

11) Amtsgasse 31: Jahreszahl auf dem Scheitelstein des Torbogens.

  1. 1620

 
Wappen
unbekannt.2)

Anmerkungen

  1. Herchenröder 38 gibt an, daß sich an der Eingangstür die Jahreszahl 1580 befunden habe, die heute nicht mehr vorhanden ist.
  2. Ein Adlerfang, darüber ein Kreuz.

Nachweise

  1. Quartalblätter AF (1889) 101.
  2. Herchenröder, Kdm. 36 – 39, 42.
  3. Dehio, Hessen 38.
  4. Kulturdenkmäler Darmstadt-Dieburg 50 f., 56, 65 f., 68.

Zitierhinweis:
DI 49, Darmstadt, Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau, Nr. 176 (Sebastian Scholz), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di049mz06k0017605.