Die Inschriften der „deutschen Nationalkirche“ Santa Maria dell’Anima in Rom. Teil 1: Vom Mittelalter bis 1559.

3. Die Überlieferung der Inschriften

Santa Maria dell Anima, Innenhof
 Dr. Eberhard J. Nikitsch | Santa Maria dell Anima, Innenhof

Solange das dringend wünschenswerte, aber leider noch in weiter Ferne stehende „Korpus der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Inschriften Roms“ nicht realisiert worden ist 13), sind wir bei der Beschäftigung mit diesen Inschriften naturgemäß auf die (unten skizzierten) wertvollen Sammlungen angewiesen, die wir den Historiographen und Antiquaren des 17. und 18. Jahrhunderts verdanken14), und die ihrerseits erstmals Ende des 19. Jahrhunderts in dem grundlegenden Werk von Vincenzo Forcella zusammengefasst und publiziert worden sind.

Im Bereich der Kirche der Anima und den zugehörigen Gebäuden konnten bislang für den gesamten Bearbeitungszeitraum vom Mittelalter bis in die Gegenwart insgesamt 335 Inschriften gesammelt bzw. nachgewiesen werden, hinzu kommen 15 Inschriften aus der Antike 15), die als Spolien im Innenhof des Priesterkollegs vermauert sind. Von diesen insgesamt 350 Inschriften haben sich bis heute 198 im Original erhalten, während 152 als verschollen betrachtet werden müssen und nur mehr aus Abschriften oder Nachzeichnungen bekannt sind. Allerdings stellt sich das Verhältnis zwischen verschollenen und erhaltenen Inschriften je nach betrachtetem Zeitraum völlig unterschiedlich dar. Abgesehen von drei frühen, nicht aus der Anima stammenden Inschriften (Nrn. 1, 2, 33), haben sich von den insgesamt 48, aus den Jahren nach Gründung des Hospitals bis zum Abriss der gotischen Kirche Ende des 15. Jahrhunderts zuverlässig nachgewiesenen Inschriften lediglich 3 (Nrn. 6, 22, 43) erhalten. Von den 54, ab 1500 bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts überlieferten Inschriften sind immerhin noch 14 vorhanden und von den 91 zwischen 1550 und 1650 nachgewiesenen noch 37. Von den restlichen 134 Inschriften bis zur Gegenwart haben sich nahezu alle, nämlich 126, im Original erhalten. Das heißt: Durch die seit der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts verzeichneten Inventare der Anima und durch die Ende des 16. Jahrhundert einsetzende gute kopiale Überlieferung der Grabinschriften erhalten wir einen einigermaßen zuverlässigen Einblick in den bis zur Barockisierung der Kirche um 1750 vorhandenen realen Bestand an inschriftlichen Denkmälern.16) Dem dadurch und vor allem durch die Anlage der Krypta im Jahr 1774 eingetretenen Verlust an vor allem mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Denkmälern steht erfreulicherweise der nahezu unverändert erhaltene Bestand des 18. bis 21. Jahrhunderts entgegen. Dabei muss natürlich stets berücksichtigt werden, dass es im gesamten Zeitraum mit Sicherheit weitere mit Inschriften versehene Denkmäler gegeben hat 17), die keine abschriftliche Überlieferung erfahren haben.

3.1 Benützte Handschirften (in chronologischer Reihenfolge18)

Chacon, Alfonso (1530-1599) : Inscriptiones et epitaphia. Vatikanstadt, Biblioteca Apostolica Vaticana (BAV) Chigiano IV 167 (ehem. Anonymus Spagnolus). – Handschrift, darin fol. 180r-184v „In aede S. Mariae de A(n)i(m)a“. Datierung: kurz vor 1578.19)

Die Handschrift weist im Anschluss an die Überschrift „Inscriptiones et epitaphia“ folgende Einträge von vier unterschiedlichen Händen20) auf: „exscripta t(em)p(o)re Pii Pape .V. ut collige(tur) ex / fol. 372 an. 1566 f.° 119 Bulla Pii V. 1569 / 1571 f.° 442,69 r-v / Fol.106 et 116 adsunt inscript(iones) ann(o) 1576“. Darunter steht von einer weiteren Hand: „fray A(n)gelo de prato / octaviano zoco a ca(m)po di fior“. Die nach den Rione (den Stadtbezirken) Roms geordnete (Sammel-)Handschrift beginnt mit einem Inhaltsverzeichnis, danach folgen insgesamt 462 foliierte Seiten mit den Inschriften der zugehörigen Kirchen; fol. 180r-184v überliefern einige Inschriften aus der Anima. Die in spanischer Sprache verfassten Bemerkungen zur Anima-Kirche fol. 184r-v legen nahe, dass es sich bei dem Verfasser im einen Spanier handelt. Bestätigt wird diese Vermutung durch I. Herklotz; demnach der bisherige Anonymus zweifelsfrei mit dem bekannten spanischen Dominikaner, apostolischen Pönitentiar und Kirchenhistoriker Alfonso Chacon (Ciaconius)21) zu identifizieren ist. Bekräftigt wird dies durch einen Vergleich mit einer in Madrid verwahrten Handschrift des Chacon, Romanas Epitafios (s. u.), in der sich überdies die fehlenden (bei anderen Kopisten vollständig überlieferten) Inschriften der Anima befinden. Aus weiteren Vergleichen mit in der Anima noch vorhandenen Inschriften ergibt sich zweifellos, dass Chacon (und seine Mitarbeiter) wohl persönlich die Kirchen Roms aufgesucht, Inschriften eigenhändig abgeschrieben und sie insgesamt sehr zuverlässig überliefert haben. Chacon gibt die Inschriften in zeitgenössischer Schreibschrift mit entsprechenden Kürzungen wieder, die aber nicht immer denen des Originals entsprechen.

Im Einzelnen ist zu bemerken:

  • das tatsächliche Schluss-e der Inschrift wird mit ae bzw. oe, bzw. das ae der Inschrift mit oe wiedergegeben;
  • unterschieden wird zwischen „tumulus“ (Grabdenkmal, größeres Epitaph), „tabula“ (Tafel an der Wand) und „lapis“ (im Boden liegende Grabplatte);
  • gelegentlich werden die Schlusszeilen der Inschrift nicht überliefert, etwa bei Sprüchen oder Stifternennungen;
  • Distichen werden durch Einzug angezeigt;
  • gelegentlich werden Verbesserungen vorgenommen, so wird etwa M D (aus Gewohnheit schnell niedergeschrieben) zum korrekten MCCCCC (wie in der Inschrift) geändert;
  • gelegentlich finden sich Kommentare, etwa zu einem ungewöhnlichen Figurenprogramm22)
  • .

Chacon  Romanas Epitafios fol.184
 Dr. Eberhard J. Nikitsch | Chacon Romanas Epitafios fol.184

Chacon, Alfonso (1540-1599): Romanas Epitafios. Madrid, Biblioteca Nacional di Madrid, Ms. 2008.23) – Sammelhandschrift, darin fol. 184v-186r, 207r-207v, 217v-218r, 222r-225 Inschriften aus der Anima: „De S. Maria de Anima Xenodochio et te(m)plo germanor(um)“. Datiert: Mitte der 70 Jahre des 16. Jahrhunderts.

Die Handschrift wurde erstmals von I. Herklotz24) aufgrund von Handschriftenvergleichen eindeutig dem erwähnten Alfonso Chacon zugeschrieben und aufgrund von Inschriftenzitaten (die letzte überlieferte Inschrift stammt aus dem Jahr 1572) in die frühen siebziger Jahre des 16. Jahrhunderts datiert. Es dürfte sich hier um auf verschiedene Seiten verteilte Teile von A. Chacon, Inscriptiones et epitaphia (BAV Chigiano I V 167, bisher Anonymus Spagnolo) handeln (s. o.), die in dieser Handschrift fehlen.

Chacon, Alfonso (1540-1599): S. Maria De Anima. Rom, Biblioteca Angelica, Ms. 1564.25) – Sammelhandschrift, darin fol. 224r-228r Inschriften aus „S. Maria De Anima, in regione Parionis, Ecclesia Teutonicor(um), elegans templu(m) (…).“ Datiert: nach 1592.

Es handelt sich hier – trotz seiner eigenen Sammlungen – aufgrund der übereinstimmenden Struktur in der Abfolge der Inschriften offensichtlich um Abschriften aus dem 1592 in Helmstadt erschienenen Werk von Lorenz Schrader „Monumentorum Italiae“ (s. u.), das Chacon im hohen Alter dazu benutzte, um einige ihn interessierenden lateinischen Verse aus römischen Kirchen, in der Regel Distichen, zu verzeichnen.

Rikemann, Jacob (1558-1626): Epitaphiorum et Inscriptionum Tumulorum Sepulcralium Tomus I Continens Centurias VIII Minus S. Epitaphys ex omnium temporum omnis generis autoribus monumentis marmoreis et erectis vel humi collocatis lapidibusque collectus bono studio et opera a Iacobo Rikemanno Luneburg. Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek Cod. Guelf 28.9 Aug.26) – Handschrift, darin S. 88-111: Grabinschriften aus der Anima („Sepultus Romae ad S. Mariam de Anima in regione Parionis Templo Germanorum“). Datierung: vor 1626. Aufgrund der Anordnung nach römischen Kirchen und der übereinstimmenden Abfolge der Inschriften dürfte es sich hier ebenfalls um Abschriften aus dem 1592 in Helmstadt erschienenen Werk von Lorenz Schrader „Monumentorum Italiae“ handeln.

Codex Albani 201: „Tombs of Illustrious Italians at Rome“. Windsor, Royal Library at Windsor Castle RCIN 97033427). – Sammelhandschrift mit neun Nachzeichnungen28) von figürlichen Grabdenkmälern aus der Kirche der Anima. Datierung: 1. Hälfte 17. Jahrhundert. Der aus dem Besitz des römischen Antiquars Cassiano dal Pozzo29) stammende Sammelband enthält qualitätsvolle Zeichnungen zahlreicher römischer Grabdenkmäler mit eindeutigem Schwerpunkt auf Monumentalgräber des Adels und der Geistlichkeit der Renaissance. Die von unterschiedlichen Händen30) stammenden Blätter sind mit der Feder gezeichnet und laviert; Inschriften auf Grabdenkmälern werden dabei nur gelegentlich wiedergegeben.

Gualdi, Francesco (um 1574-1657): Hs. ohne Titel (Gualdi B). Zwei Teile, Vatikanstadt, BAV Cod. Vat. lat. 8253. – Teil 1, fol. 1-262: Buchstabe A bis M (S. Maria di Aracoeli). Teil 2, fol. 263-504: Buchstabe M bisV, sowie Inschriften aus einigen Städten in der Umgebung Roms (S. Maria di Aracoeli bis Trinita del Monti; Albano bis Trani). Darin: fol. 356r-367v „Nella chiesa di S. Maria dell’Anima della natione tedescha“. Datierung: um 1650.

Die mit kräftiger Tinte geschriebene Handschrift befindet sich in einem schlechten Zustand, viele Seiten sind in jüngerer Zeit mit Schutzfolie überklebt worden; dadurch drückt sich die Schrift durch und ist gelegentlich schwer zu entziffern. Bei den Texten handelt es sich um sehr zuverlässige, von  Gualdi31) und seinen Mitarbeitern vorgenommene Abschriften von Inschriften, die in alphabetischer Reihenfolge nach Kirchen geordnet und dann nachträglich foliiert wurden. Bemerkenswert ist die hier vorgenommene, bei anderen Antiquaren so nicht übliche (knappe) Beschreibung der Inschriftenträger, wobei nicht nur gelegentlich die Schriftart – wie etwa Gotische Majuskel – nachgeahmt wird, sondern auch die auf den Grabdenkmälern vorhandenen Wappen beschrieben bzw. zeichnerisch wiedergegeben und ihre Stellung innerhalb der Inschrift mitgeteilt werden. Vereinzelt werden auch alte Briefumschläge als Schreibpapier wiederverwendet (fol. 128); ein signifikanter Hinweis auf den vorläufigen Charakter der Sammlung32). Zeilentrennung wird in der Regel durch ein besonders Zeichen angezeigt (fehlt etwa bei Nr. 38), manchmal durch ein =, oder auch durch ein Zeichen ähnlich einem umgedrehten &. Am Beispiel der langzeiligen Inschrift für Kardinal Wilhelm van Enckenvoirt (Nr. 98) lässt sich etwa gut nachzuvollziehen, dass die Zeilentrennung zuverlässig angezeigt wird.

Magalotti, Cesare (1602-1666): Delle notitie delle Famiglie Italiane et Oltramontane (etc.). Vatikanstadt, BAV Chigiano G V 143 Vol. V. Datierung: um 1650.

Handschrift mit einem vorgehefteten, alphabetischen, unfoliierten Namensindex. Anschließend folgen auf fol. 1-1200 Inschriftenabschriften aus den Kirchen Roms, geordnet nach Familiennamen, darunter auch zahlreiche Grabinschriften aus der Anima. Magalotti33) legt offensichtlich keinen Wert auf genaue Textüberlieferung, so schreibt er etwa stets „Johannes“ statt IOANNES der Inschrift. Im Vordergrund seines Interesses stehen eindeutig die den Inschriften entnehmbaren biographischen Informationen, daher fehlen nähere Angaben zur Zeilentrennung ebenso wie zu Wappen oder figürlichen Darstellungen.

Bruzio, Giovanni Antonio (1614-1692): Archisodalitates et Sodalitates Romanae Urbis [Einbandrücken: Io: Ant: Brutij / Opera / To: XIV / Sodalitates]. Vatikanstadt, BAV Cod. Vat. Lat. 11883. Datierung: um 1660.

Die von dem aus der Nähe von Urbino stammenden Bruzio34) verfasste Handschrift enthält verhältnismäßig präzise Beschreibungen der Ausstattung römischer Kirchen, darunter auf fol. 212r-214v „De Sodalitate Mariae de Anima Germanorum“, eine detailreiche Beschreibung der Anima vor der Barockisierung. Sie beginnt im Chor, handelt dann jede Kapelle einzeln ab und führt dabei gelegentlich auch Inschriften auf, die mit der Ausstattung in Verbindung stehen. Inschriften auf Grabdenkmäler interessieren dabei offensichtlich nicht.

Anonymus I  ASMA C V e pag. 41
 Dr. Eberhard J. Nikitsch | Anonymus I ASMA C V e pag. 41

Anonymus I, ohne Titel (NN., Inschriften). Rom, Archivio di Santa Maria dell’Anima (ASMA) C V e (alte Signatur: II. M. a.)35). – Teil 2 einer aus zwei Teilen bestehenden Handschrift, von der der erste Teil fehlt. Sie enthält auf den noch vorhandenen durchgezählten Seiten 31-47 Abschriften von Inschriften der Anima. Datierung: kurz vor 175036).

Die zweifellos vor Ort aufgenommenen Inschriften und Inschriftenfragmente sind in der Regel schematisch nach ihrem tatsächlichen Aussehen wiedergegeben, entweder als tafelförmige Epitaphien mit zeilenweiser Inschrift oder als Grabplatten mit Umschrift bzw. mit zeilenweiser Inschrift37); Fehlstellen werden durch Auslassungspunkte gekennzeichnet. Allerdings werden Wappen oder figürliche Darstellungen nicht wiedergegeben. Die offensichtlich in der Reihenfolge ihrer Standorte38) aufgenommenen und durchnummerierten Abschriften und schematischen Nachzeichnungen beginnen auf Seite 31 mit Nr. 69 und enden auf Seite 47 mit Nr. 129 bzw. Nr. 131 (die letzten beiden Inschriften sind nicht gezählt). Ganz selten finden sich kurze Kommentare in italienischer Sprache, die auf nicht mehr lesbare Stellen hinweisen. Möglicherweise wurde diese umfangreiche Inschriftensammlung anlässlich der bevorstehenden Barockisierung der Kirche um 1750 angelegt und vermittelt – wenn auch nur rudimentär – einen guten Eindruck vom damals vorhandenen Bestand an Grabdenkmälern.

Galletti, Pier Luigi (1722-1788): Inscriptiones Urbis Germania, Austria, Flandria, Svecia, Venetia. Vatikanstadt, BAV Cod. Vat. Lat. 7916. – Chronologisch wie topographisch ungeordnete, aus zahlreichen Einzelnotizen und eingeklebten Blättern bestehende umfangreiche Sammlung von Inschriften der Angehörigen der deutschen Nation in Rom. Datierung: kurz vor 177139).

Der als Skriptor an der Vatikanischen Bibliothek tätige Benediktinermönch und spätere Titularbischof von Cyrene40) benutzte für seine Arbeiten erstmals von ihm in Archiven und Bibliotheken Roms vorgefundenen Inschriftensammlungen seiner Vorgänger, ergänzte sie durch eigene Forschungen in den Kirchen Roms und stellte die Inschriften mit Angabe des Standortes durchnummeriert und nach Nationen geordnet in zahlreichen Bänden zusammen41). In der Regel orientiert sich das Schriftbild am Aussehen der Inschrift, die Zeilentrennung wird zuverlässig wiedergegeben, gelegentlich finden sich nachgezeichnete Wappen und ganz vereinzelt wird auch versucht, die Schriftart nachzuahmen.

Monumenta Sepulcralia Belgarum qui Romae obierunt & sepulti iacent, Anno 1390 ad annum 1736. Brüssel, Koninklijke Bibliothek van België, Handschriftenkabinet ms. 1398642). – Datierung: kurz nach 1736.

Die 34 Blätter umfassende Handschrift versammelt erstmals in chronologischer Reihenfolge die in Rom begrabenen Angehörigen aus dem Bereich der heutigen Benelux-Staaten.43) Als Grundlage diente dem unbekannten Verfasser vermutlich die Inschriftensammlung von F. Galletti.44)

Forster, Joachim, ohne Titel (Grabinschriften der Anima). Rom, ASMA, B V b, fol. 1-20. –Handschrift, enthält die damals vorhanden bzw. zugänglichen Inschriften der Grabdenkmäler in der Kirche der Anima. Datierung: 184445).

Anonymus II, ohne Titel (NN., Inschriften Anima). Rom, ASMA, B V b, fol. 289-338. – Handschrift, enthält, von mehreren Händen verfasst, überwiegend aus Forcella (s. u.) bzw. Galletti (s. o.) entnommene Inschriften der Grabdenkmäler in der Kirche der Anima. Datierung: 2. Hälfte 19. Jahrhundert.

3.2 Benützte Inventarverzeichnisse

ASMA A V 3  Misc. 3
 Dr. Eberhard J. Niktisch | ASMA A V 3 Misc. 3

Im Archiv der Anima (ASMA) sind an unterschiedlichsten Stellen der verschiedenen Bücher aufschlussreiche Inventare verzeichnet, die die Ausstattung der Kirche, der Anima-Häuser und des Andreas-Hospitals auflisten und gelegentlich die Gegenstände näher beschreiben. Für den vorliegenden Katalog wurden die folgenden Inventare mit Nennungen von Inschriften herangezogen:

A V 3 (Lib. Misc. Lit. E Tom. 3) fol. 54v-58: Inventarium de rebus (…) et aliis cleinodiis ceptus in sacristia hospitalis Beate marie Theotonicorum de anno 1469 die xxi augusti per Albertus Cock et (…) provisores factum.

A V 3 (Lib. Misc. Lit. E Tom. 3) fol. 59v-61: Inventarium de rebus hospitalibus beate Marie de Anima de urbe theuthonicorum factum per me Fridel de Corbecke (…) provisorem dicti hospitalis Anno domini 1473.

ASMA A V 3  Inv. 1473   fol. 59v
 Dr. Eberhard J. Nikitsch | ASMA A V 3 Inv. 1473 fol. 59v

A II 3 (Lib. Instr. Lit. B Tom. 3) fol. 63-65 (alte Foliierung fol. 65ff.): Inventarium rerum et bonorum existentium in ecclesia et sacristia illius b. Marie de Anima hospitalis Teutonicorum de Urbe regionis Parionis per dominum Godfridum de Beca (…), Caspar Wirt, Wilhelmo Enkevort et Johannes Schutz confratribus et provisoribus cum rebus ipsis per eum exhibitis michi Johanni Sander, provisori dicti hospitalis, consignatum die xvi. maij 1514.

A V 11 (Lib. Misc. Lit. E Tom. 11) fol. 6r-9v: Sequntur res et bona Inventaria ecclesie et hospitalis beate Marie de Anima Theutonicorum post captivitatem spolium et desolationum Urbis et ecclesiarum illius facta die septima may 1527 per hostes imperiales Alamannos et Hispanos viginti milium et ultra. Et primo res ecclesie sacristie dicti hospitalis die xv. Novembris 1528 consripte per me Joannem Sander provisorem dicti hospitalis (…).

A V 9 (Lib. Misc. Lit. E Tom. 9) fol. 276-304. Die 13. Februarij 1660. Hoc est Inventarium et singolorum bonorum mobilium Sacrorumque supellectilia argenti et auri respective existentes in Sacrestia seu Ecclesia Beate Maria de Anima (…) Reverendissimi Domini Joannis Emerix Sacrae Rotae Auditoris ac Reverendissimi Domini Leonardi Briffonij (…) videlicet.

3.3 Gedruckte Überlieferung46)

Rybisch, Siegfried: Monumenta clarorum doctrina praecipue toto orbe terrarum virorum collecta passim et maximo impendio cura et industria in aes incisa sumptu et studio nobilis viri D. Sigefridus Rybisch, opera vero Tobiae Fendt (…). Frankfurt am Main 31589 (1. Aufl. 1574) (Vorhanden in: Biblioteca Hertziana, Sign. Bo 102-1740/b raro).

Unter den 125 Kupferstichen von Grabmälern berühmter Persönlichkeiten aus Antike, Mittelalter und Neuzeit47) finden sich mit den Denkmälern für Bernardo Saliceto (Nr. 79) und Valerius Cordus (Nr. 102) erstaunlicherweise auch zwei aus der Anima.

Schrader, Lorenz: Monumentorum Italiae, quae hoc nostro saeculo & a Christianis posita sunt, libri quatuor. Editi a Laurentio Schradero (…). Helmstadt 1592.

Der aus Halberstadt gebürtige protestantische Gelehrte48) unternahm im Jahr 1556 seine erste Italienreise, deren wissenschaftlichen Ertrag er in Form von Kurzbeschreibungen italienischer Städte, ihrer Baudenkmäler und der Mitteilung ihrer Inschriften erst 1592 in dem angezeigten Werk verwerten konnte. Einen längeren Besuch in Rom im Jahr 1562 dürfte Schrader zur persönlichen Aufnahme der Inschriften in römischen Kirchen genutzt haben. Wenn er auch gelegentlich nur den dichterischen Teil einer Inschrift ohne die zugehörige Prosa überliefert, so verdanken wir ihm doch die erste nahezu vollständige und damit grundlegende Sammlung der damals noch in der Anima vorhandenen Grabinschriften (fol. 143r-147r).

Sweertius, Franciscus, Selectae Christani orbis deliciae ex Vrbibus, Templis, Bibliothecis, et aliunde per F. S. Köln 1625.

Ohne jemals in Rom gewesen zu sein, verzeichnet der Autor unter der Überschrift „In Sancta Maria de Anima, Templo Germanorum“, zwölf Inschriften bedeutender Persönlichkeiten, die er aus bereits erschienenen Büchern zusammengestellt hat, darunter die von ihm in seiner Einleitung erwähnten T. Fendt (S. Rybisch) und L. Schrader.

Gaillard, Victor: Épitaphes des Neérlandais (Belges et Hollandais) enterrés a Rome, publiées avec introduction et notes biographiques, par V. G. Gand 1853.
Der mit biographischen Anmerkungen versehene Katalog ist chronologisch geordnet und verzeichnet die Grabinschriften der in der Anima und anderen römischen Kirchen begrabenen Belgier und Holländer.

Forcella, Vincenzo: Iscrizioni delle chiese e d'altri edifici di Roma dal secolo XI fino al giorni nostri. Band 3, Teil 4: S. Maria dell’Anima. Roma 1873.

Forcella49) überliefert für den Bereich der Anima im Zeitraum 1420 bis 1859 insgesamt 184 chronologisch geordnete Inschriften, die er aus der gedruckten sowie archivalisch vorhandenen Literatur des späten 16. bis 18. Jahrhunderts zusammengestellt50) und für das späte 18. und das 19. Jahrhundert wohl weitgehend selbst gesammelt hat. Er verwendet sowohl Schrader als auch Gualdi, Magalotti und Galletti, deren Überlieferungsvarianten er gelegentlich mit textkritischen Kommentaren versieht. Aus seinen Bemerkungen zu den noch in der Anima vorhandenen Inschriften lässt sich mit Sicherheit schließen, dass er die Kirche persönlich aufgesucht hat und ihm ein Großteil der noch vorhandenen Denkmäler bekannt waren. So unverzichtbar Forcellas Sammlung nach wie vor für die Arbeit mit den Inschriften Roms ist, so sehr fallen aber auch einige Mängel ins Gewicht51): Bei seiner Edition ist zwischen Autopsie und Übernahme aus kopialen Quellen nicht immer klar zu unterscheiden, so dass in der Regel weder epigraphische noch sonstige hilfswissenschaftliche Analysen möglich sind, zudem werden Personen- und Ortsnamen nicht identifiziert52) und die Inschriften weder übersetzt noch kommentiert.

Zitationshinweis:

DIO 3, Santa Maria dell’Anima, Einleitung, 3. Die Überlieferung der Inschriften (Eberhard J. Nikitsch), in: inschriften.net, urn:nbn:de:0238-dio003r001e008.

  1. Vgl. zu diesem Desiderat immer noch Silvagni, Pubblicazione pass., der seinen bereits 1928 vorgestellten Plan der Sammlung und Edition aller mittelalterlichen römischen (und italienischen) Inschriften leider nicht verwirklichen konnte. Dieses Vorhaben wird jedoch durch die vom Centro Italiano di Studi dell’Alto Medioevo in Spoleto seit 2002 herausgegebenen Reihe „Inscriptiones Medii Aevii Italiae“ (IMAI) in Angriff genommen, die (mit guten Gründen) allerdings nur den Zeitraum zwischen den Jahren 500 und 1200 erfasst; vgl. zum gegenwärtigen Stand der Publikationen dieses Unternehmens Nikitsch, Inschriften pass. »
  2. Vgl. dazu Blitterdorf/Garms, Grabmäler 1, 21ff., Weiland, Campo Santo 31f. und zuletzt im Überblick Federici, L'interesse pass. »
  3. Vgl. die Edition im Anhang. »
  4. Das gleiche Phänomen hat Weiland, Campo Santo 33 für die Grabdenkmäler des Campo Santo Teutonico mit der Einschränkung festgestellt, dass man „eine gewisse Dunkelziffer für verlorene und nicht durch Abschriften überlieferte Grabinschriften berücksichtigen“ müsse. »
  5. Eindeutige Hinweise im Toten- wie im Bruderschaftsbuch lassen darauf schließen, dass es zahlreiche weitere, vermutlich ebenfalls mit Inschriften versehene Grabdenkmäler für die in der Anima Begrabenen gegeben haben muß. So fehlt etwa von dem Grabdenkmal des 1448 auf dem Friedhof des Hospitals bestatteten Bartholomäus Vitinck/Vitrineck (vgl. Lib. Confr. 229 und Lib. Mort. fol. 1v) jede Spur, ebenso von dem des in folgenden Jahr verstorbenen Mainzer Klerikers Heinrich Sangmeister („est sepultus in hospitalis“, vgl. Lib. Confr. 231 und Lib. Mort fol. 2r), sogar von dem ausdrücklich als „monumentum“ bezeichneten Grabdenkmal des 1483 bzw. 1484 verstorbenen Dr. Johannes Horn, das sich zwischen den beiden Säulen vor der Barbara-Kapelle befand (vgl. Lib. Confr. 245f. und Lib. Mort fol. 4v), hat sich nichts erhalten; auch diese Liste ließe sich verlängern. »
  6. Bedauerlicherweise finden sich in den umfangreichen, zwischen 1711 und 1714 eigenhändig angelegten Sammlungen von Francesco Valesio (1670-1742) mit seinen zahlreichen präzis nachgezeichneten Grabdenkmälern aus römischen Kirchen keine Beispiele aus Santa Maria dell’Anima; weder in seinen 471 Blätter umfassenden „Iscrizioni e Memorie di antichità“ (Rom, Archivio Capitolino, Cred. XIV tom. 39 catene 1188), noch in seinen 559 Blätter zählenden „Chiese e memorie sepolcrali di Roma“ (ebd., tom. 40 catene 1189). »
  7. Die jüngste überlieferte Inschrift stammt aus dem Jahr 1577 (fol. 144). »
  8. Der Titel und die hier fett gekennzeichneten Teile stammen von der ersten Hand, normal gekennzeichnete von der zweiten Hand, kursiv gekennzeichnete von der dritten Hand (in blauer Farbe), unterstrichene von der vierten Hand. »
  9. Chacon wurde vor allem durch seine 1601 posthum erschienene, mehrbändige Geschichte der Päpste und Kardinäle bekannt (s. d.), vgl. zu ihm und seinen nicht publizierten Werken ausführlich Herklotz, Historia Sacra 50ff. »
  10. So bemerkt er etwa auf fol. 182 zum Motiv der die Fackeln löschenden Putten im Epitaph des 1525 verstorbenen Bartolomeo Saliceto (Nr. 79): „Sunt in tumulo duo invenculi alati duabus facibus accensis depressis et quasi extinguentas illas duobas globis infra suppolitis et ipsi aversis multibus quasi praeluctu et moerore“. »
  11. Den Hinweis auf diese Handschrift und Kopien der die Anima betreffenden Seiten verdanke ich meinem Kollegen Dr. Andreas Rehberg. »
  12. Wie Anm. 21. »
  13. Wie Anm. 23. »
  14. Die Kenntnis der die Anima betreffenden Stellen dieser Handschrift samt erläuternden Bemerkungen verdanke ich der Aufmerksamkeit meiner geschätzten Göttinger Kollegin Dr. Sabine Wehking, Schreiben vom 18. Februar 2011. »
  15. Frau Rea Alexandratos, Dal Pozzo Project Co-ordinator, Royal Library, Schreiben vom 19. Januar 2011, danke ich herzlich für die schnelle und unbürokratische Zusendungen von Kopien der Nachzeichnungen der die Anima betreffenden Grabdenkmäler. – Inzwischen ist die Handschrift in einer hervorragend kommentierten Edition erschienen, vgl. dazu Federici/Garms, Tombs. »
  16. Vgl. die Nrn. 4, 25, 38, 73, 79, 98, zudem die Grabdenkmäler für Egon von Fürstenberg (†1596), Franziskus Oranus (†1599) und Kardinal Andreas von Österreich (†1600). »
  17. Vgl. dazu ausführlich Herklotz, Cassiano dal Pozzo pass. »
  18. Ein Großteil der Zeichnungen ist dem Römer Costantino Gigli zuzuschreiben, der offensichtlich auch für F. Gualdi (s. u.) tätig war; vgl. dazu ausführlich Federici/Garms, Tombs 8ff. »
  19. Vgl. zu ihm ausführlich Franzoni/Tempesta, Il museo pass. sowie zuletzt Federici, L'interesse pass. »
  20. Vgl. dazu und zum Folgenden Federici, Il trattato pass. – Der aus Rimini stammende F. Gualdi hatte wohl die Absicht, ein grundlegendes Werk über römische (Adels)Familien zu publizieren, dessen verschiedene Arbeitsschritte gut zu dokumentieren sind: Cod. Vat. Lat. 8252 (Gualdi A) trägt den Titel „Lapides Sepulchrales et Familiae Rom(an)ae“ und enthält in drei Teilen Grabinschriften und Wappenskizzen zu römischen Adelsfamilien in alphabetischer Reihenfolge, dazu einige Zeichnungen und Holzschnitte der entsprechenden Grabdenkmäler. Das Konvolut dürfte das letzte Stadium vor der Drucklegung darstellen, da mit fol. 10-13 die Familie Alberini betreffende Probedruckseiten eingebunden sind. Cod. Vat. Lat. 8254 (Gualdi C) enthält in zwei Teilen Grabinschriften und Notizen zu Familien und vor allem korrigierte Holzschnitte, dazu ungeordnete, nicht korrigierte Duplikate der Holzschnitte. Ein weiterer Sammelband mit unbezeichneten Holzschnitten spätmittelalterlicher römischer figürlicher Grabdenkmäler aus Gualdis Nachlaß findet sich in der Biblioteca Casanatense, Ms. 1377, Grabdenkmäler aus der Anima sind dort leider nicht aufgenommen. »
  21. Vgl. zu ihm Gemignani, Magalotti pass. »
  22. Vgl. zu ihm Neveu, Bruzio pass. »
  23. Die Kenntnis dieser Handschrift verdanke ich dem Archivar der Anima, Herrn Dr. Johan Ickx. »
  24. Die jüngste überlieferte Inschrift stammt aus dem Jahr 1749. »
  25. Allerdings gibt es auch Ausnahmen, so wird etwa die verschollene (anderwärts bezeugte) figürliche Grabplatte des 1482 verstorbenen Freisinger Kanonikers Simon Jagermann (Nr. 42) als Tafel mit zeilenweiser Inschrift wiedergegeben. »
  26. So findet sich etwa auf S. 33 die Angabe „Lapidi dalla parte della Sagrestia vecchia“ oder S. 36 „Lapidi nell’Altare del Santissimo Crocifisso“. »
  27. Die jüngste (mir bislang begegnete) Inschrift (S. 10) stammt aus dem Jahr 1770 und betrifft den Rombesuch Kaiser Josephs II. »
  28. Vgl. zu ihm Ceresa, Galletti pass. »
  29. BAV Cod. Vat. Lat. 7904 bis 7920, vgl. dazu Forcella, Iscrizioni 1 S. IX. – Diese beeindruckende Sammlung diente als Grundlage für sein bereits 1760 in drei Bänden erschienenes Werk „Inscriptiones Romanae“. »
  30. Eine Kopie dieser Handschrift auf CD verdanke ich dem freundlichen Entgegenkommen von Herrn Dr. Michiel Verweij, Kustos der Königlichen Bibliothek von Belgien. »
  31. Eine kurze Beschreibung mit der Abbildung einiger Seiten bietet Verweij, Paus 301ff. »
  32. So ebd. 304 mit Verweis auf zwei weitere Handschriften dieser Art in in der Universitätsbibliothek zu Gent. »
  33. Auf der letzten Seite (fol. 20) steht der eigenhändige Vermerk „Giocchino Forster, Cappellan / 29. Agosto 1844“. »
  34. Bedauerlicherweise finden sich keine die Anima betreffenden Einträge in dem 1664 in Rom in zwei Bänden erschienenen Werk von Gasparo Alvieri, Roma in ogni stato, das die Inschriften vieler römischer Kirchen mit genauen Standortangaben zuverlässig wiedergibt. »
  35. Vgl. dazu Schudt, Italienreisen 40. »
  36. Ab dem Jahr 1566 bis zu seinem Lebensende war Schrader als Rat und Gesandter in Diensten der Bischöfe zu Osnabrück tätig, vgl. dazu Fink, Schrader pass. Er verstarb 1606, wurde in St. Marien zu Osnabrück begraben und erhielt ein ihm angemessenes Epitaph, in dessen Inschrift ausdrücklich betont wird, dass der Verstorbene das für Wissenschaften und Denkmäler bereits berühmte Italien durch seine Christ(ianis) mon(umentis) noch berühmter gemacht habe; vgl. DI 26 (Stadt Osnabrück) Nr. 200 mit Abb. 44. »
  37. Vgl. zu ihm die Beiträge des anlässlich seines 100. Todestages in Rom abgehaltenen Tagung in Studi Romani 54 (NN. 3-4), darunter vor allem Caldelli, Iscrizioni pass. »
  38. In der Einleitung zu seinem über 16700 Inschriften enthaltenden, zwischen 1861 und 1884 in 14 Bänden erschienenen Gesamtwerk (Bd. 1, S. VII-XII) findet sich ein ausführlicher Überblick über die von ihm benutzten Autoren; vgl. auch die Beschreibung der entsprechenden Handschriften in Forcella, Catologo 1. – Forcellas umfangreiche Sammlung (aus Mittelalter und Renaissance stammen ca. 2450 Inschriften) erfuhr ihre Fortsetzung durch Huetter, Iscrizioni di Roma mit drei weiteren, den Zeitraum 1871 bis 1920 abdeckenden Inschriftenbänden. »
  39. Vgl. dazu die kritischen Bemerkungen von Silvagni, Pubblicazione 138 sowie Kajanto, Origin 9f., 12f. und 16. »
  40. Auf ein die Benutzung dieser kopialen Überlieferung erschwerendes Phänomen sei an dieser Stelle kurz hingewiesen: Verständlicherweise haben die römischen Kopisten und Antiquare große Schwierigkeiten mit der korrekten Lesung der ihnen fremden nordalpinen Personen- und Ortsnamen, besonders im Fall stark abgetretener oder beschädigter Grabplatten. So muss es beispielsweise im vorliegenden Material statt Michael Herbici/Michael Henrici (Nr. 5) heißen, statt Franciscus Stenudut/Franciscus Stenvelt (Nr. 7) und statt Matthei Vridanglsdi Midegari/Matthei Vridang alias Ditmari (Nr. 16); die Beispiele ließen sich beliebig vermehren. »