Inschriftenkatalog: Rhein-Hunsrück Kreis

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 60: Rhein-Hunsrück-Kreis I (2004)

Nr. 314 Boppard, Kath. Pfarrkirche St. Severus 1613?

Beschreibung

Grabplatte eines Bopparder Schöffen. Ursprünglich wohl in der Kirche, seit unbekannter Zeit als Pflasterstein vor der Schwelle des Südportals verwendet. Sehr große Platte aus Basalt mit Umschrift zwischen Linien. Stark abgetreten, wenige Schriftreste nur noch in der linken oberen und unteren Ecke erkennbar.

Maße: H. 214, B. 100, Bu. 6 cm.

Schriftart(en): Kapitalis.

Grabplatte eines Bopparder Schöffen

 Akademie der Wissenschaften und Literatur Mainz [1/2]

  1. ANNO 1613a) [- - - / - - - / - - -] GERIC/HTES SC[HEFFEN ZV BOP- PART D(ER)] S(ELEN) G(OT) G(NAD)

Kommentar

Der Beginn der Inschrift ist durch den geknickten Mittelbalken bei A und das rautenförmige O hervorgehoben.

Falls die Lesung der Jahreszahl zutreffen sollte, könnte es sich bei dem Unbekannnten um den seit 1571 oft als Paten bezeugten, 1591 zum Schöffen ernannten und am 17. Juni 1613 verstorbenen Schöffen und Ratsherrn Clas Geiss1) gehandelt haben.

Textkritischer Apparat

  1. 1 unsicher.

Anmerkungen

  1. Vgl. zu ihm Frauenberger, Bürgerbuch 1, 207. - Die Identifizierung des Verstorbenen wird durch den Umstand sehr wahrscheinlich, daß in diesem Jahr kein weiterer Todesfall aus dem Kreise der gut bezeugten Bopparder Schöffen bekannt ist; vgl. dazu die chronologische Liste bei Frauenberger, Bürgerbuch 1, 910ff.

Zitierhinweis:
DI 60, Rhein-Hunsrück-Kreis I, Nr. 314 (Eberhard J. Nikitsch), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di060mz08k0031404.