Inschriftenkatalog: Rhein-Hunsrück Kreis

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 60: Rhein-Hunsrück-Kreis I (2004)

Nr. 302† Boppard, ehem. Benediktinerinnen-Kloster Marienberg 1612

Beschreibung

Grabplatte für Margarethe Bornhof(en). Im Jahr 1773 von d'Hame in Abschrift und in Nachzeichnung überliefert, war das Grabdenkmal damals innen an der Südseite der Kirche angebracht und ging vermutlich mit deren Abriß im Jahr 1802 unter. Hochrechteckige Platte mit Umschrift auf der oberen und der rechten Leiste, im zweigeteilten Feld oben Halbfigur der Verstorbenen in zeitgenössischer Tracht mit offenem Haar, Halskrause und betend gefalteten Händen, unten Marke im Kranz.

Nach d'Hame (Nachzeichnung). Abb. 258

Grabplatte der Margarethe Bornhof(en) (nach d'Hame)

 d'Hame, Confluvium [1/1]

  1. Anno Domini 1612 20 September starb Margareth Bornhoffina) der Seelen [Gott] gnädig seye Amen

Wappen:
Margarethe Bornhof(en)1)

Kommentar

Bei der vermutlich jung verstorbenen Margarethe dürfte es sich um ein Mitglied der seit der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts in Boppard nachweisbaren Familie Bornhofen2) gehandelt haben, vielleicht um die 1603 geborene Tochter des Hans Bornhofen. Aufgrund der deutschsprachigen Inschrift3), des Formulars und der offensichtlich nicht-geistlichen Kleidung bleibt offen, welchen Status die dem Bürgertum zuzurechnende Verstorbene im Kloster besaß.

Textkritischer Apparat

  1. von Bornhoffen d'Hame 629; (VON) BORNHOFFEN Kdm.

Anmerkungen

  1. Marke Nr. 66.
  2. Vgl. dazu Frauenberger, Bürgerbuch 1, 90.
  3. Die Grabinschriften im Kloster Marienberg sind sonst durchgehend in Latein abgefaßt.

Nachweise

  1. d'Hame, Confluvium II 2, 629 (Text) und nach S. 661 (Nachzeichnung, bez. Nr. 17).
  2. Kubach/Verbeek, Denkmälerinventar I 155.
  3. Kdm. Rhein-Hunsrück 2.1, 292.

Zitierhinweis:
DI 60, Rhein-Hunsrück-Kreis I, Nr. 302† (Eberhard J. Nikitsch), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di060mz08k0030201.