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Die Inschriften des Kanonissenstifts Gandersheim und seiner Eigenklöster Brunshausen und Clus

Rubrik: Neu im Portal

Die Arbeitsstelle Göttingen hat die Inschriften des Kanonissenstifts Gandersheim und seiner Eigenklöster bearbeitet und am 19. Dezember online gestellt. Die 69 Inschriftenartikel werden hier im Portal in einer Interimsversion zunächst ausschließlich online veröffentlicht; die Print-Version folgt mit der Bearbeitung des zugehörigen Landkreises Northeim.

DIO Gandersheim bietet Unerwartetes: Nicht die Stiftungen der ottonischen Glanzzeit oder die Grabinschriften der berühmten hochmittelalterlichen Äbtissinnen dominieren den Bestand; vielmehr lassen die nach einschneidenden Verlusten nur noch spärlich faßbaren Inschriften erkennen, wie die hochverehrten mittelalterlichen Reliquien nach der Reformation eine neue Bewertung als Zeugnisse der eigenen Geschichte erfuhren. Ein interessanter spätmittelalterlicher Bestand ist für das Kloster Clus überliefert, Stiftungen aus Hamburg und Lübeck zeigen, wie das bescheidene, aber mustergültig reformierte Kloster – die Keimzelle der Bursfelder Reform – als zuverlässiger Garant für die Erfüllung der mit diesen Stiftungen verbundenen Gebetsleistungen galt. 
Die Inschriften werden in einer ausführlich kommentierten Edition geboten, lateinische Texte werden übersetzt. Abbildungen sämtlicher noch im Original vorhandenen Stücke und eine Einleitung, in der die Inschriften in ihren historischen Kontext eingeordnet werden, ergänzen die Edition. 
(Text: Christine Wulf)

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