Die Inschriften der Stadt Osnabrück

Gesammelt und bearbeitet von Sabine Wehking

Der Band umfaßt 320 Inschriften der Stadt Osnabrück bis zum Jahr 1650, von denen 170 nur noch in kopialer Überlieferung vorliegen. Die Osnabrücker Inschriften verteilen sich im Wesentlichen auf die drei großen Kategorien Grabinschriften, Hausinschriften und Goldschmiedearbeiten. Bei letzteren handelt es sich überwiegend um Vasa Sacra aus dem Domschatz, darunter so bedeutende Stücke wie die beiden Reliquienschreine der Heiligen Crispinus und Crispinianus sowie Sixtus und Sinicius, für die aufgrund ihrer Inschriften sowohl eine neue Zuordnung als auch eine neue Datierung auf das Ende des 12. Jahrhunderts vorgenommen wird. Der Bestand der Osnabrücker Grabinschriften läßt deutlich den Einfluß von Bischof und Domkapitel erkennen, da sich hier ungewöhnlich viele lateinische Versgrabschriften finden. Anhand der Hausinschriften läßt sich zeigen, wie ein Ereignis der Stadtgeschichte – in diesem Fall der große Stadtbrand des Jahres 1613 – die Bürger bewegte und die Auswahl der Inschriftentexte ganz entscheidend bestimmte. Insgesamt ergeben die Osnabrücker Inschriften ein vielfältiges Bild: in ihnen spiegelt sich die Prägung der Stadt durch den Bischofssitz, die im Wechselspiel zwischen Bischof und Stadt wachsende Macht des Domkapitels und die Entwicklung einer städtischen Oberschicht, die die Repräsentationsformen des Klerus übernimmt.

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Hinweis: Die Einleitungen und das Literaturverzeichnis sind jeweils mittels eines persistenten Identifikators (URN) zitierfähig. Den Zitationshinweis finden Sie jeweils am Ende eines Kapiteltextes bzw. des Literaturverzeichnisses.

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Der Inschriftenband

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Die Inschriften der Stadt Osnabrück

Band 26 der Reihe „Die Deutschen Inschriften“. Gesammelt und bearbeitet von Sabine Wehking. Wiesbaden 1988. ISBN 978-3-88226-382-4

Reichert Verlag