Inschriftenkatalog: Odenwaldkreis

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 63: Odenwaldkreis (2005)

Nr. 268 Darmstadt, Landesmuseum, aus Fränkisch-Crumbach, Evangelische Kirche 1621

Beschreibung

Grabplatte des Hans Heinrich von Rodenstein. Die Platte aus rotem Sandstein befand sich ursprünglich in der Kirche von Fränkisch-Crumbach und wurde vermutlich 1899 für das heutige Hessische Landesmuseum in Darmstadt erworben,1) wo sie im Rodensteiner Hof aufgestellt ist (Inventar-Nr. Pl. 57:2). Im Feld steht in Relief die Figur des Verstorbenen mit vor der Brust gefalteten Händen. Er ist barhäuptig und mit Pluderhosen sowie einem breitkragigen Mantel bekleidet. In den Ecken des Feldes waren ursprünglich vier Wappenschilde angebracht, die abgeschlagen wurden. Die Beischriften (W) blieben jedoch erhalten. Die Grabinschrift (A) läuft auf dem Rand um. Durch die ganze Platte geht in der Mitte ein Querriß, und die linke obere Ecke ist rechtwinklig abgebrochen. Die beiden Längsleisten weisen Beschädigungen auf, die überputzt wurden.

Maße: H. 150, B. 89, Bu. 3,7 (A), 1,9 (W) cm.

Schriftart(en): Kapitalis.

DI 63, Nr. 268 - Darmstadt, Landesmuseum, aus Fränkisch-Crumbach, Evangelische Kirche - 1621

 Hessisches Landesmuseum Darmstadt [1/1]

  1. A

    DEN 14 IV[L](II)a) A(NN)O 1612 WART GEBORE(N) DER / WOHLEDEL HAN(N)S HEINRI[CH ZV] RODENSTEINb) VERSCHIET IN GOT ZV / ASCHAFFE(N)BVRCK VF OCVLIc) DE(N) 4 MARTŸ A(NN)O / 1621 DERE(N) SEHLE(N)d) GOT GENA[D VND EIN F]RÖLICH IVHRSTENTe) [VERLEI]HE AME(N)

  2. W
    RODEN NEIBERCK 
    BEIMELBERCK2) IARSTORFF 
Wappen:
[Rodenstein][Neipperg]
[Boineburg][Jarsdorf].

Kommentar

Hans Heinrich von Rodenstein entstammte der Ehe seines gleichnamigen Vaters mit Anna Dorothea von Neipperg.3)

Textkritischer Apparat

  1. Ergänzt nach Beeh 128; die Stelle ist heute überputzt.
  2. E klein unter den Balken des T gestellt.
  3. I über den Balken des L gestellt.
  4. E über den Balken des L gestellt.
  5. Sic!

Anmerkungen

  1. Beeh 129.
  2. Abweichende Schreibung für Bemmelberg, wie sich die Familie von Boineburg in dieser Zeit häufig nennt.
  3. Humbracht, Stammtafeln 66; Franck, Geschichte Taf. II; zu seiner Mutter vgl. Nr. 283.

Nachweise

  1. Stocker, Gemmingen II,3 114 f.
  2. Beeh, Grabsteine 128, Nr. 9.
  3. Hotz, Rodensteiner S. 253 f. mit Abb. 16.
  4. Mittenhuber, Grabdenkmäler der Rodensteiner 6 f. mit Abb. 8.

Zitierhinweis:
DI 63, Odenwaldkreis, Nr. 268 (Sebastian Scholz), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di063mz09k0026805.