Inschriftenkatalog: Stadt Minden
Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.
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Bestand: DI 46 (Minden)
Nr. 5† Dom nach 1036?
Buchdeckel. Holz, Bergkristall, vergoldetes Silberblech, Elfenbein. Das Epistolar der Staatsbibliothek Berlin, Ms. theol. lat. qu. 1 ist seit dem Zweiten Weltkrieg verschollen; der Einbanddeckel war bereits zuvor verloren.1) Der Beschreibung im Domschatzinventar von 1683 zufolge trug der Buchdeckel in den vier Ecken jeweils einen ovalen Bergkristall in einer silbernen Einfassung; in der Mitte befanden sich sechs Elfenbeinreliefs, deren Darstellungen nicht überliefert sind.2) Oberhalb der Reliefs trug der Buchdeckel eine Inschrift.
Inschrift nach der Jüngeren Bischofschronik.
Condidit istud opus Sigibertus praesul amandus
Übersetzung:
Dieses Werk hat der liebenswerte Bischof Sigebert gestiftet.
Versmaß: Einsilbig gereimter leoninischer Hexameter.
Anmerkungen
- Schroeder, Domschatzinventar, S. 18.
- Ebd.
Quellen
- Jüngere Bischofschronik, S. 133.
- Schroeder, Domschatzinventar, S. 18, Nr. 4.
Zitierhinweis:
Sabine Wehking,
DI 46, Nr. 5†,
in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di046d003k0000504.
Der Inschriftentext, der sich im selben Wortlaut auch auf einem weiteren Buchdeckel befindet, deutet darauf hin, daß die Inschrift erst nach dem Tod Bischof Sigeberts im Jahr 1036 ausgeführt worden ist (vgl. den Kommentar zu Nr. 2).