Inschriftenkatalog: Lüneburger Klöster

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 76: Lüneburger Klöster (2009)

Nr. 248a Hannover, Landesgalerie 2. H. 16./1. H. 17. Jh.

Diese Katalognummer liegt nur in der Onlinefassung vor (Neufund).

Beschreibung

Kruzifix.1) Holz, geschnitzt. Das aus dem Kloster Ebstorf stammende, auf die Mitte des 13. Jahrhunderts datierte Kruzifix ist heute holzsichtig. Das Kreuz trägt an den Balken als Halbkreise gestaltete Astansätze, der linke und rechte Balken endet in einem – früher wohl mit einem Medaillon besetzten – Rund, vermutlich waren das obere und unterer Balkenende ebenso gestaltet. Der obere Abschluss heute flach oberhalb des Christuskopfes, am unteren Kreuzbalken noch Reste einer abgebrochenen Rundscheibe. Auf dem linken Kreuzbalken außen ist in den runden Balkenabschluss oben ein Graffito eingeschnitzt.

Maße: H.: 132 cm; B.: 164 cm; Bu.: 1,5–2 cm.

Schriftart(en): Kapitalis.

DI 76, Nr. 248a - Hannover, Landesgalerie - 2. H. 16./1. H. 17. Jh.

 Landesgalerie Hannover, Antje-Fee Köllermann [1/2]

  1. HINR(ICK) BRON/BERG

Kommentar

Die Buchstaben sind in der typischen Art von Graffiti ohne Bemühen um eine regelmäßige Form eingeschnitten. Bei Hinrick Bronberg könnte es sich um einen Zimmermann handeln, der eine Renovierung des Kruzifixes ausführte. Wenn man davon ausgeht, dass die Kreuzenden mit Medaillons besetzt waren, wäre das Graffito für den Betrachter nicht sichtbar gewesen.

Anmerkungen

  1. Inv. Nr. WM XXIII 29.

Zitierhinweis:
DI 76, Lüneburger Klöster, Nr. 248a (Sabine Wehking), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di076g013k00248a8.