Inschriftenkatalog: Lüneburger Klöster

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 76: Lüneburger Klöster (2009)

Nr. 58† Kloster Medingen 1499

Beschreibung

Aus fünfzehn Tafeln bestehender Inschriften- und Gemäldezyklus, der die Geschichte des Klosters Medingen von der Gründung bis zur Wahl der Äbtissin Margaretha Puffen darstellte. Er wurde 1499 für deren neuerbautes Haus angefertigt und 1659 auf Veranlassung der Domina Margaretha von Dassel (vgl. Nr. 275) restauriert. Nach Lyßmann, der die einzige Überlieferung der beim Brand des Klosters 1781 zerstörten Bilder und ihrer Inschriften bietet, geschah diese Restaurierung nicht besonders fachgerecht, so daß er die Texte nach dem damals noch vorhandenen, wohl ebenfalls durch den Brand zerstörten Konzept des Propstes Ulrich von Bülow wiedergab, das der Anfertigung der Gemälde zugrundelag. Jedes der Gemälde zeigte eine mit Schriftbändern versehene Szene aus der Geschichte des Klosters, die durch eine Inschrift darunter erläutert wurde. Das Konzept des Ulrich von Bülow enthielt darüber hinaus eine nicht inschriftlich ausgeführte niederdeutsche Umsetzung der Erläuterung zu jedem Bild, die Lyßmann ebenfalls wiedergibt.

Inschriften nach Lyßmann.

DI 76, Nr. 58 - Bad Bevensen, Kloster Medingen - 1499

 Johann Ludolph Lyßmann, Historische Nachricht von dem Ursprunge, Anwachs und Schicksalen des im Lüneburgischen Herzogthum belege [1/7]

Tafel I: Der links stehende Konverse Johannes, bezeichnet durch den Titulus A über ihm, erhält durch die im rechten Bildteil aus den Wolken reichende Hand Gottes den Auftrag zur Klostergründung, die Hand hält das mehrzeilige Schriftband B, Johannes hält das Schriftband C. Unter dem Bild die erläuternde Inschrift D.

  1. I A

    Ioha(n)nes co(n)uersus

  2. I B

    Vade et eme faba et pisa ac i(m)ple duos saccos magnos et quot faba et pisa in numero tot electe persone eru(n)t in nouo monasterio cui(u)s tu eris i(n)icium et ego auctor perficiam

  3. I C

    Quomodo fiet istud quia pauper sum et ydiotus

  4. I D

    Anno millesimo ducentesimo vicesimo octavo. Fuit quidam conversus ordinis Cisterciensis nomine Johannes. Hic audivit vocem dicentem sibi sic: vade et eme faba et pisa. ac imple duos saccos magnos. et quot faba et pisa in numero. tot electe persone erunt in novo monasterio. cujus tu eris inicium. et ego auctor perficiam. Qui respondit. Quomodo fiet istud. quia pauper sum et ydiotus. Et dominus vt volo ita fiat. et conversus fecit sicut audierat.

Übersetzung:

Der Konverse Johannes. (A)

Geh und erwirb Bohnen und Erbsen und fülle zwei große Säcke. Und wie viele Bohnen und Erbsen an der Zahl, so viele ausgewählte Personen sollen in dem neuen Kloster sein, dessen Anfang du sein wirst, und ich werde (es) als Urheber vollenden. (B)

Wie soll dies geschehen? Denn ich bin arm und ungebildet. (C)

Im Jahr 1228. Es gab einen Konversen aus dem Orden der Zisterzienser mit dem Namen Johannes. Dieser hörte eine Stimme, die so zu ihm sprach: Geh und erwirb Bohnen und Erbsen und fülle zwei große Säcke. Und wie viele Bohnen und Erbsen es an der Zahl sein werden, so viele ausgewählte Personen sollen in dem neuen Kloster sein, dessen Anfang du sein wirst, und ich werde (es) als Urheber vollenden. Er antwortete: Wie soll dies geschehen? Denn ich bin arm und ungebildet. Und der Herr: Wie ich will, so soll es geschehen. Und der Konverse tat, wie er gehört hatte. (D)

In der niederdeutschen Version der Handschrift: Na Christi Bort so men screff dusent twe hundert achte und twyntich jar. Do was en godlick godevruchteren man, gheheiten Johan, und was eyn Leybroder in den orden Cistercien. de horde tho ener tyd ene stempne, de sprack tho em und sede. Gha und kope erweten und bonen und vulle twe grote secke. und so vele der synt in dem talle. so mennich utherkoren persone schal in dat nye Closter dat ick wil ghebuwet werden laten. du scholt des syn en anbeghin, und ick wil dat vullenbringhen. Do antworde de Leynbroder und sede. Wo schal dat tho ghan, wente ick byn en arm ungeleret man. De stempne sprack. Alse ick wil so muth dat scheyn.

Tafel II: Der durch den Titulus A bezeichnete Konverse Johannes mit Pferdewagen auf dem Weg nach Magdeburg, auf dem Wagen zwei inschriftlich bezeichnete Säcke mit Erbsen und Bohnen (B), rechts die Türme des mit dem Titulus C bezeichneten Magdeburg. Unter dem Bild die erläuternde Inschrift D.

  1. II A

    Joha(n)nes co(n)uersus

  2. II B

    erwete // bone

  3. II C

    Meydeborg

  4. II D

    Hic cum implevisset saccos fabis et pisis, imposuit curru, quem abbas suus sibi contulerat. et perrexit in dyocesin Magdeburgensem ad monasterium Wolmerstede et petiit ac optinuit quattuor personas simplices et indoctas, ut per eas novum domino construeretur monasterium.

Übersetzung:

Nachdem er Säcke mit Bohnen und Erbsen gefüllt hatte, lud er sie hier in den Wagen, den sein Abt ihm überlassen hatte, und zog in die Diözese Magdeburg zum Kloster Wolmirstedt und bat um vier einfache und ungebildete Personen und erhielt sie, damit durch sie dem Herrn ein neues Kloster errichtet würde. (D)

In der niederdeutschen Version der Handschrift: De leybroder ghinck tho synem Abbete, und gaff eme tho vorstande, wat eme gesecht was. Also gaff eme syn abbet eynen waghen mit perden und dar lede he de twe secke mit den erweten und bonen upp, und vorede in dat stichte tho Meyeborch tho dem Closter Wolmerstede, und bath daruth veer personen upp dat dorch jum mochte gode tho eren en nye Kloster ghebuwet werden.

Tafel III: Der durch den Titulus A bezeichnete Konverse Johannes führt vier namentlich bezeichnete (B) Zisterzienserinnen aus dem ebenfalls bezeichneten (C) Kloster Wolmirstedt, eine der Zisterzienserinnen trägt die Statue des heiligen Mauritius. Unter dem Bild die erläuternde Inschrift D.

  1. III A

    Joha(n)nes co(n)uersus

  2. III B

    Zacharia . anthonia . floria . Clementa .

  3. III C

    Wolmerstede

  4. III D

    Hic educit Johannes conversus ordinis Cisterciensis quatuor virgines ejusdem ordinis de monasterio wolmerstede, quarum nomina Clementa. Floria. Anthonia et Zacharia. vestite cucullis albis. que secum deferentes patronum suum S(anc)tum Mauricium cum sociis suis.

Übersetzung:

Hier führt der Zisterzienserkonverse Johannes vier Jungfrauen aus demselben Orden aus dem Kloster Wolmirstedt, deren Namen Clementa, Floria, Antonia und Zacharia (sind), bekleidet mit weißen Kukullen, die mit sich ihren Patron, den heiligen Mauritius, mit seinen Gefährten führen. (D)

In der niederdeutschen Version der Handschrift: Alse nu de leybroder Johannes veer simpel und entvoldighe junckvrouwen uth dem Closter Wolmerstede hadde kreghen, der ere namen alsus synt ghewest. De erste hete Clementa. De ander Floria. De drudde Anthonia, und de veerde hes Zacharia und weren ghekledet mit wytten cappen und brochten mit sick eren hovetheren S(anc)t(u)m Mauricium eyn holten bilde.

Tafel IV: Der durch den Titulus A bezeichnete Konverse Johannes mit Pferdewagen, in dem die durch das Schriftband B bezeichneten Nonnen sitzen, auf dem Weg nach Redekestorp, bezeichnet durch den Titulus C. Unter dem Bild die erläuternde Inschrift D.

  1. IV A

    Joha(n)nes co(n)uersus

  2. IV B

    Clementa . Floria . Anthonia . Zacharia

  3. IV C

    Redekestorppe

  4. IV D

    Hic perduxit eas in quendam locum qui dicebatur Redekestorpe. ubi cum pre nimia inopia manere nequivissent. reduxit eas in locum alterum.

Übersetzung:

Hier führte er sie an einen Ort namens Redekestorp, wo sie wegen der so großen Not nicht bleiben konnten. Er führte sie an einen anderen Ort zurück. (D)

In der niederdeutschen Version der Handschrift: Hir vöret he se tho enem Dorpe Redekenstorppe dar konden se vorn groten armode nicht blyven also brochte he se fudder nha plate.

Tafel V: Der mit dem Titulus A bezeichnete Konverse Johannes und die vier Nonnen mit den inschriftlich bezeichneten weißen Kukullen (B) werden in Plate von der durch den Titulus C bezeichneten Witwe vor ihrem Haus begrüßt, die Ortsangabe D links über dem Haus. Unter dem Bild die erläuternde Inschrift E.

  1. V A

    Johan(n)es co(n)uers(us)

  2. V B

    witte cappen

  3. V C

    vidua

  4. V D

    Plate

  5. V E

    Hic deducit eas in locum qvi dicitur plote. ibi a qvadam vidua benigne sunt recepte et favorabiliter pertractea). Et ibi eodem loco Johannes conversus vitam presentem finivit.

Übersetzung:

Hier führt er sie an einen Ort namens Plate. Dort wurden sie von einer Witwe wohlwollend aufgenommen und zuvorkommend behandelt. Und dort an demselben Ort beschloß der Konverse Johannes sein irdisches Leben. (E)

In der niederdeutschen Version der Handschrift: Alse deße junckvrouwen nu tho Plate qwemen, worden sie gutliken entfangen van ener vramen erliken wedewen. Un dar tho Plate starff Johannes de leybroder. De wedewe was jum do vor und besorghede se de tyd eres levendes mit all dem dat se vormochte. Un in korten tyden do starff de wedewe ock in God den Heren.

Tafel VI: Links im Bild die Bohndorfer Kirche bezeichnet durch den Titulus A darüber, daneben das durch das Schriftband B bezeichnete neue Kloster, rechts der Propst des Klosters Helmrich mit dem Schriftband C, in der Tür die durch den Titulus D bezeichnete Äbtissin, ihre Bekleidung bezeichnet durch die Inschrift E. Unter dem Bild die erläuternde Inschrift F.

  1. VI A

    de kerke to Badendorppe

  2. VI B

    Dat closter tom dinge

  3. VI C

    helmericus prouest

  4. VI D

    Ebbedische

  5. VI E

    witte kappe(n)

  6. VI F

    Anno domini MCCXXXVII. Conradus Abbas Rastadensis cum vniversali capitulo, post mortem Johannis conversi ac vidue in plote. contulit eis fundum in Badendorpe de pura libertate. ad edificandum in eo oratorium cum ceteris edificiis sibi necessariis. ut orationum et elemosinarum ac premiorum mererentur fieri participes. qui se bonorum operum constituerunt adjutores.

Übersetzung:

Im Jahr des Herrn 1237. Der Abt Konrad von Rastede mit seinem ganzen Kapitel überließ ihnen nach dem Tod des Konversen Johannes und der Witwe in Plate aus vollkommen freiem Willen ein Grundstück in Badendorp (= Bohndorf), um dort eine Kirche mit den übrigen für sie notwendigen Gebäuden zu errichten, damit sie es sich verdienen könnten, der Gebete, Almosen und Vorrechte teilhaftig zu werden, indem sie sich als Förderer der guten Werke etablierten. (F)

In der niederdeutschen Version der Handschrift: Do men skreff na Cristi bort dusent twe hundert soven un dortich. Alse nu de Wedewe tho Plate in god vorstorven was, do gaff de abbet von Rastede, ghenomet Conradus, mit synen ghanßen Cappitel den Junckvrouwen de Kercken tho Badendorppe uth egenen fryen willen. Und do koren se enen provest, ghenomet her helmeke, de halede und brochte jum de allmißen. brot und beer. van den Riddern tho olden Medingh, un de sulve provest leth jum dar enen kleynen chor moken und eyn hus. dat was dat Closter und hadde nenen namen. men ine nomede dat tho dem dynghe.

Tafel VII: Das Gemälde zeigte die Ermordung des Propstes Helmrich, der unterwegs war, um für das Kloster Almosen einzusammeln, durch Slawen bei Bohndorf. Im Bild keine Inschriften, darunter die erläuternde Inschrift A.

  1. VII A

    Hic slavi interfecerunt primum prepositum Helmericum. transfodientes eum per mandibula in silva proxima ante villam Badendorppe. propter elemosinas quas eis deferebat. Et in tempore illo probatum est, qui vexabantur dolore dentium. lectis in eadem silva vesperis vigiliarum in memoriam prefati prepositi, liberati sunt ab omni dolore dencium.

Übersetzung:

Hier töteten die Slawen den ersten Propst Helmrich, indem sie ihm in einem Wald nahe bei dem Ort Bohndorf die Kiefer durchbohrten wegen der Almosen, die er ihnen (den Nonnen) brachte. Und in jener Zeit erwies es sich: Diejenigen, die von Zahnschmerz geplagt wurden, wurden, nachdem man in eben diesem Wald zum Gedächtnis des genannten Propstes die Vespergebete zur Nacht abgehalten hatte, von allen Zahnschmerzen befreit.

In der niederdeutschen Version der Handschrift: Do de vorbenömede provest, her helmolth, enes daghes in dem holte ginck, harde vor badendorppe, und wolde den junckvrouwen ethen halen so he plach. Do qwemen de arghen wenden un stecken den provest dorch de Kenebacken, dat he dot bleff beligghende in demsulven holte. umme deswillen dat he den junckvrouwen de almißen halede van dem ridder tho olden Medingh, des ghonden se jum nicht. Un in dersulven tyd is dat vorsocht de jeene de de weedaghe der tenen hadde, und in demsulven holte dem vorbenomeden proveste ene zele vesper las, de wart vorloset van aller wedaghe der tenen.

Tafel VIII: Kirche (mit Titulus A) und Kloster (mit Titulus B) in Altenmedingen, im Tor des Klosters eine Konventualin, die den durch den Titulus C bezeichneten Propst Nikolaus und seine durch den Titulus D bezeichnete Tante begrüßt. Die Tante des Propstes trägt die auf dem Schriftband E bezeichnete Benediktinerregel, auf dem Buch die Inschrift F. Unter dem Bild die erläuternde Inschrift G.

  1. VIII A

    De kerke

  2. VIII B

    Dat closter to olde medi(n)ge

  3. VIII C

    H(er) Nycolaus prouest

  4. VIII D

    Y(mma) va(n) dambeke

  5. VIII E

    Regula s(an)c(t)i B(e)n(e)dicti .

  6. VIII F

    obsculta o fili p(rae)cepta ma(gistri) 1)

  7. VIII G

    Anno domini M.CC.XLI. cepit monasterium in antiqvo medinge constructum a militibus Gevehardo juveni et Wernero de Meding. Tunc elegit sibi conventus in prepositum Dom(inum) Nicolaum. qui magnis precibus eduxit materteram suam de Dambeke qve erat vestita grisea cuculla. deferens secum regulam S(anc)ti Benedicti et duos antiphonarios et unum Gradalem ligatos in corio crinoso. Et prepositus constituit eam in Priorissam. Ex illo tempore vacavit officium Abbatisse usque ad annos domini MCCCCXCIV.

Übersetzung:

Höre, mein Sohn, auf die Weisungen des Lehrers. (F)

Im Jahr des Herrn 1241 liegt der Ursprung des Klosters in Altenmedingen, das von den Rittern Gebhard und Werner von Medingen erbaut wurde. Damals erwählte sich der Konvent Herrn Nikolaus zum Propst. Dieser führte auf eindringliche Bitten hin seine Tante aus Dambeke mit sich, die die graue Kukulla trug, (und) er brachte die Regel des heiligen Benedikt und zwei Antiphonare und ein Graduale, Bücher mit Felleinband, mit. Und der Propst setzte sie als Priorin ein. Seit jener Zeit blieb das Amt der Äbtissin unbesetzt bis zum Jahr des Herrn 1494. (G)

In der niederdeutschen Version der Handschrift: Da de provest her helmolth dot was, do bath de Erbare Margarete, herrn Geverdes van Medyng elike hußvrouwe. he de junckvrouwen wolde tho sick nemen. nachdem sie nene Kynder hadden. So nemen se de junckvrouwen an er erve, un leten dar tho olden Medyngh ein Closter buwen. dat nu all verstoret is. do koren die junckvrouwen enen provest, de hete her Clawes. de hadde ene modderen in dem Closter tho Dampke, de brochte he tho den junckvrouwen tho olden Medingh. un dese brochte mede sunte benedictus regelen und sanghbocke. und desulve Junckvrouwe qwan in ener grawen cappen. un de dar tho olden medyng weren, de droghen wyt. wente se helden sunte bernhardus orden, und hadden sunte benedictus regeln nicht. Un na velen jaren starff de provest her Clawes, do koren se enen andern ghenomet her Carsten.

Tafel IX: Dem schlafenden Propst Christian erscheint Maria mit dem Kind und zeigt ihm einen goldenen Ring, Maria mit Schriftband A. Unter dem Bild die erläuternde Inschrift B.

  1. IX A

    Quod tibi est creditum ego com(m)endo tibi claudendum quia ex te requiram

  2. IX B

    Anno domini M.CCCXI. post decessum Hartvici prepositi. Suscepit regimen in antiqvo medinge dom(inus) Christianus prepositus qvartus. qui anno prelature sue qvinto vidit in sompnis beatam virginem. ostendens sibi annulum aureum dicens. Quod creditum est tibi etc. Qui mane surgens referebat congregationi qve viderat. Tunc ymma priorissa et maxima pars consentit. Sed qvedam tristabantur dicentes Cum monasterium clausum est. illi de villa amplius non dabunt nobis lacticinia etc. et ista clausura contigit xx annos ante transmigracionem de antiqvo medinge etc.

Übersetzung:

Was dir anvertraut ist, sollst du auf mein Geheiß hin abschließen, weil ich es von dir fordere. (A)

Im Jahr des Herrn 1311 hat nach dem Tod des Propstes Hartwig die Leitung in Altenmedingen Herr Christian als vierter Propst übernommen, der im fünften Amtsjahr im Schlaf die heilige Jungfrau sah, die ihm einen goldenen Ring zeigte und sagte: Was dir anvertraut ist etc. Als er am Morgen aufstand, berichtete er der Versammlung, was er gesehen hatte. Darauf stimmten Imma und der größte Teil (des Konvents) zu. Aber einige trauerten und sagten: Wenn das Kloster abgeschlossen wird, liefern die Leute aus dem Dorf keine Milchprodukte mehr etc. Und diese Einrichtung der Klausur ereignete sich 20 Jahre vor der Übersiedlung von Altenmedingen etc. (B)

In der niederdeutschen Version der Handschrift: Do dat Closter tho olden Medingh boven vofftich jar ghestan hadde un de vorbenomede provest h(er) Carsten jum 5. jar hadde vorwesen. sach he enes nachtes, alse he in dem bedde lach, de modder godes, de helt eme tho enen gulden ring un sede. See tho, wes dy belovet is, dat dat ghesloten werde. ick wil dat van dy eschen. Des morgens sede de provest der sammelinge, wat he seen hadde, und se vulborden dar althomalen in, un sloten dat Closter tho. dyt schude 20 jar tho voren, er dat nye Closter buwet wart, dar id nu jtzundes tho Meding is. Un do dat Closter sloten was, qwemen vele uth den steden sloten und dorpen, un ghewen ere Kynder in dut Closter, un god vormerede eren tal, dat jum dat closter tho enge wart, dat se musten trachten dat Closter upp ene ander beqweme stede tho leggende, umme mennigherleye orsacke willen wo hir na volghet.

Thom ersten umme des ghemeynen weghes willen, so id eyn heerstrate was, is dat ghemeyne Volk dorch eren hoff ghan tho vote. tho wagen un tho perde alse dorch eyne ghemeyne un apenbare strate. so dat se nummer mit fredesamigen herten konden sitten ad mensam, sunder stedes musten sitten in dem angesicht derjennen de dar vor over ghan. Thom andern umme der Wenden willen, dede van bosen un alder arghesten willen synt ghewest. wente se weren leider mit dem alder arghesten slechte der buren allenthalven umme dan. Wenn se worden dorch recht edder richte straffet, drouwden se mit rove dothslage un brande, dat gans beswerlick was. Thom drudden umme ghebreckes willen des holtes. wente de holtinge umber beleghen was alle vorwostet so degher, dat dar nicht en torff gevunden wart. Thom verden umme der velen gheste willen, dede van allenthalven qwemen. un by jum benachteden. se vaken swarliken bemoygeden vortorneden un bedrovenden. Thom vofften umme afflegendes wegen un entberinge der molen, dar se mosten hen senden over ene halve mile hen, un ene halve mile her, dat was ene heele mile. dat mosten se alle wecken dre mal don. Thom sosten wente se weren ane muren gheseten. so dar en veyde edder en heertoch qweme. dat god affkere. so weren se ghanß elende un verlaten. Thom sovenden umme ghebrekes willen des waters. van veler anderen unbeqwemicheyt willen wy swygen. wolde vele tho langh un vordretlick syn tho scrivende.

Tafel X: Ein Bauer aus Zellensen, bezeichnet durch das Schriftband A, begegnet dem durch das Schriftband B bezeichneten Johannes Baptista, der mit einer Hacke gerodeten Boden bearbeitet, der Bauer spricht zu Johannes (Schriftband C), und dieser antwortet (Schriftband D). Unter dem Bild die erläuternde Inschrift E.

  1. X A

    Rusticus i(n) villa tzellnsen

  2. X B

    S(an)c(tu)s ioha(n)nes baptista

  3. X C

    Quis es tu et quare sic laboras.

  4. X D

    Ego vox clamantis in deserto. 2) iste locus in breui vocabitur porta celi

  5. X E

    Anno domini M.CCC.XXIII. prefatus prepositus dominus Cristianus emit locum istum qvi tunc tzellensen vocabatur nunc vero meding. cum tota villa molendino. aqva. piscatura. ceterisque attinenciis suis pro xxc marcis. a militibus d(omi)no Wernero et d(omi)no Gevehardo cognominati de grote. Et in isto loco priusquam claustrum hic edificaretur. S(anc)tus Johannes baptista vestitus ut sacerdos et longam habens barbam purgavit locum istum et secans arbusta sepe visus est a qvodam rustico ibidem habitans in villa qui semel accessit ad illum et interrogavit eum qvis esset. et qvare sic laboraret. At ille respondens ait. Ego vox clamantis in deserto, 2) iste locus. ut supra.

Übersetzung:

Ein Bauer in dem Dorf Zellensen. (A)

Wer bist du, und warum arbeitest du so? (C)

Ich bin die Stimme des Rufers in der Wüste. Dieser Ort wird in Kürze das Himmelstor heißen. (D)

Im Jahr des Herrn 1323 kaufte der genannte Propst Herr Christian jenen Platz, der damals Zellensen hieß, nun aber Medingen heißt, mit dem ganzen Dorf, der Mühle, den Gewässern, den Fischereirechten und dem übrigen Zubehör für 2000 Mark von den Rittern Herrn Werner und Herrn Gebhard mit Nachnamen von Grote. Und bevor an diesem Ort ein Kloster errichtet wurde, machte der heilige Johannes der Täufer, bekleidet wie ein Priester und einen langen Bart tragend, diesen Platz urbar, und während er das Gebüsch schnitt, wurde er oft von einem Bauern gesehen, der dort im Dorf wohnte. Dieser trat einmal zu ihm und fragte ihn, wer er sei und warum er so arbeite. Und jener antwortete ihm: Ich bin die Stimme des Rufers in der Wüste. Dieser Ort – wie oben. (E)

In der niederdeutschen Version der Handschrift: Alse de provest her Carsten sach un marckede de grote noth un unbeqwemicheyt, de se tho olden Medingh hadden, koffte he van den beyden ridderen alse hern Werner und hern Gheverde. Der ere thonamen weren van groten, deße stede, dar wy jtzundes syn. un hete tho der tyd tzellensen. koffte he mit dem dorpe, mit der molen, un mit dem water, dat tho der tyd Punsedal heet. men nomet dat nu Elmenouw. Dar na so duße stede kofft was, wart hir vacken gheseen en man. de was mit enen langhen klede gekledet alse eyn prester, un hadde enen langhen bart. un radede uth alle busche un rumede de stede. So dat eyn Dorppman ene vacken sach. ghinck ock tho ener tho em. un vragede ene we he were, un worumme he dar so arbeyde. Do antworde he un sede. Jck byn de stempne dede ropt in der wostnie. Deße stede schal in kort heten eyn porte des hemels.

Tafel XI: Der durch die Inschrift A bezeichnet Propst Ludolf links neben dem Klosterneubau, an dem Handwerker und vier Engel arbeiten. Zu Füßen des Propstes sein Wappenschild. Unter dem Bild die erläuternde Inschrift B.

  1. XI A

    Ludolfus p(re)p(osi)tus et fundator hui(us) mo(nasterii)

  2. XI B

    Anno domini M.CCC.XXVI. prepositus dom(inus) Cristianus propter debilitatem suam cum consensu resignavit et regimen dimisit domino Ludolfo fundatori hujus ecclesie. cujus etiam cum consensu et concordia omnis congregationis electus ad prepositum hujus monasterii qvi similiter Antecessori considerat gravissimum incommodum claustri antiqvo meding, videlicet aqvarum penuriam. molendini carentiam etc. omni parte predonum invasionibus. Slavorum nocturnis incendiis ceteraqve molestum coactus est monasterium in antiqvo meding confractum transferre in presenti loco. et monasterium novum cepit construi.b) Et cum edificaretur ecclesia omni nocte. exepta dominica auditi sunt laborantes et cantantes: Laudem dicite domino etc. ita sepe qvod indocti docueruntc). Ac cementarii de mane venientes semper tres lapides altius muratum invenerunt. tamen de suis lapidibus non muratis carentiam non habuerunt.

Übersetzung:

Ludolf, Probst und Stifter dieses Klosters. (A)

Im Jahr des Herrn 1326. Der Propst Herr Christian resignierte wegen seiner Hinfälligkeit mit Zustimmung (des Konvents) und überließ die Leitung dem Herrn Ludolf, Begründer dieser Kirche. Mit dessen Zustimmung und dem einträchtigen Beschluß des ganzen Konvents wurde er zum Propst dieses Klosters gewählt. Dieser bedenkt wie sein Vorgänger die große Unbequemlichkeit des Klosters in Altenmedingen, wie den Mangel an Gewässern, das Fehlen einer Mühle etc., und sieht sich veranlaßt, das durch Raubüberfälle von allen Seiten, durch nächtliche Brandstiftungen der Slawen und anderes behelligte baufällige Kloster in Altenmedingen an diesen gegenwärtigen Ort zu verlegen, und man begann, das neue Kloster zu erbauen. Und da man an der Kirche jede Nacht außer sonntags baute, konnte man die Arbeiter werken und singen hören: Lobt den Herrn etc. so oft, daß die Ungebildeten es lernten. Und wenn die Maurer morgens kamen, fanden sie immer drei Steinreihen höher gemauert, obwohl aus ihrem Steinvorrat nichts fehlte. (B)

 
Wappen:
Lüneburg

Übersetzung:

In der niederdeutschen Version der Handschrift: Na Christi bort so men screff dusend drehundert soß un twyntich wart ghekoren tho enem proveste de Erafftige her ludolfus van tzelle. Fuit illegitimus frater der irluchtighen Forsten und hertogen heren Otten und Wilhelm tho brunswick und luneborch. hadden den vorghenanten Ludolfum ghanß leff, deden em grote hulpe un bystant. deßen Hoff an tho buwende. So men screff dusent drehundert dre und dortich upp Martini wart dyt jegenwardighe Closter ghebuwet und wart geendighet binnen dren jaren. Umme dat Closter weren nene muren sunder mit plancken un thunen was dat umme dahn. Alse men de Kerke buwede. worden dar alle nachte arbeydeslüde ghehort. un wan murlude des morgens qwemen, so vunden se de muren jo drier stene hogher ghemuret. ane des Sondaghes nicht. eck nicht mit eren stenen. Ock wart dar vaken eyn sang ghehort na de Wyse so men synget in alle godes hilge daghe. Segget loff gode usem heren. So dat den sang unghelerte lude konden synghen.

Tafel XII: Propst Ludolf (mit Titulus A) führt die trauernden älteren Nonnen aus dem Kloster Altenmedingen (mit Titulus B) in das neue Kloster, wo sie von den jüngeren Nonnen, die Statuen der Patrone und Fahnen tragen, vor der Kirche erwartet werden. In der neuen Kirche eine Orgel spielende Nonne sowie Kirchendiener beim Läuten der Glocken. Unter dem Bild die erläuternde Inschrift C.

  1. XII A

    Her ludeleff prouest

  2. XII B

    Oldemeding

  3. XII C

    Anno domini M.CCC.XXXVI. cum monasterium esset edificatum miserunt juvenes cum artoriisd) et supellectilibus. ut secundum ordinem omnia disponerent. Interea seniores erant in fletu, qvia eorum magistras ibidem sepultas. deliciosam terram et consortia hominum relinqvere oportebat et hic. qvasi heremum intraheree). Et tunc feria qvinta ante dominica Vocem jucunditatis3) ordinatis omnibus et pulchre preparatis, ipse pius pastor Ludolfus fundator agnas Christi cum summa reverentia, prout decuit, in istamf) locum transportavit. qvas juvenes, qve precesserant, processione sollempni obviantes. cum vexillis crucibus et patronis, pulsantibus campanis et cantantibus organis seniores suas flentes receperunt letanter et introduxerunt in monasterium presentemg). sit laus deo.

Übersetzung:

Im Jahr des Herrn 1336. Als das Kloster erbaut war, schickten sie die jungen (Nonnen) mit den Schränken und dem Hausrat, damit sie alles ordnungsgemäß einrichteten. Inzwischen waren die älteren Nonnen in Trauer, weil sie ihre Lehrmeisterinnen, die dort begraben waren, das angenehme Land und die Gemeinschaft der Menschen zurücklassen und hier gleichsam in eine Einöde ziehen mußten. Und dann am Donnerstag vor dem Sonntag Vocem jocunditatis, als alle Dinge geordnet und schön vorbereitet waren, brachte der fromme Hirte Ludolf, der Begründer (des Klosters), die Lämmer Christi mit größter Ehrerbietung, wie es sich gehörte, an diesen Ort. Die jungen (Nonnen), die vorausgegangen waren, kamen ihnen in feierlicher Prozession entgegen mit Fahnen, Kruzifixen und den Kirchenpatronen, unter Läuten der Glocken und Orgelspiel empfingen sie die weinenden älteren fröhlich und geleiteten sie in das gegenwärtige Kloster. Gott sei Lob. (C)

In der niederdeutschen Version der Handschrift: Alse dat Closter mit aller thobehoringe ghebuwet was, do senden se de junghen vorhen mit aller raschopp. un se weren ghevrouwet ghanß sere dat se in eyn nye Closter scholden then. sunder de olden weren dat hoghe umme bedrovet. wente de eren weren dar upp den Kerckhove begraven dar se ere bed pleghen tho sprekende. Alsus lavede jum de provest, se scholden dar alle jar ins hen then und nemen twe Cappellane mede, de jum mißen helden. Tho badendorpe scholden se singhen: Salve sancta parens. un ghan den vort nha olden Medingh, un synghen dar Si enne credimus. un virgilias defunctorum, un komen des sulven daghes wedder tho huß. Alse nu alle dinge wol bereth was, do halde de Provest de olden junckvrouwen mit den Kynderen von olden Medyngh. Do se uth dem Closter ghan scholden, weneden se sere und weren ghanß wemodich. Alse se nu tho nyen Meding qwemen. gunghen de junghen junckvrouwen jum entjegen mit vanen. crutze un eren patronen alse de moder godes un sunte Mauricius. un halden se vrolicken in mit orghelen sange und alle Klocken klyngheden. dyt was de tyd alse se uthgynghen. des donnerdaghes vor der hemmelvart. Sunte Philippus und Jacobus hadden des vorigen daghes ghewesen so dat de lustigheste meye tyd was un de alder vrolikeste lemmer tyd. al de bome bloyeden de vogele sunghen un schalleden etc.

Tafel XIII: Der heilige Mauritius, bezeichnet durch das Schriftband A, erscheint während der Messe dem Propst Dietrich Brand, bezeichnet durch das Schriftband B, und spricht zu ihm (Schriftband C). Links und rechts der Szene knien die Nonnen, deren Bekleidung auf beiden Seiten durch die Inschrift D bezeichnet ist. Auf dem Altar in der Mitte ein Kruzifix mit Titulus E, links davon eine Statue der Maria mit Kind, rechts eine Statue des heiligen Mauritius. Unter dem Bild die erläuternde Inschrift F.

  1. XIII A

    S(an)c(tu)s mauricius

  2. XIII B

    Tidericus p(re)p(osi)t(us)

  3. XIII C

    Da filiabus meis ad quod teneris

  4. XIII D

    wytte cappen // witte cappen

  5. XIII E

    I(ESUS) N(AZARENUS) R(EX) I(UDAEORUM) 4)

  6. XIII F

    Anno domini M.CCCLXXX. in nocte nativitatis domini sub missa qve cantatur in galli cantu infra Kyrieeleison. vidit prepositus Tidericus S(anc)tum Mauricium contra se stantem cum evaginato gladio dicens sibi. Da filiabus meis ad qvod teneris. At ille perterritus mox surrexit de sede sua et flectens in terra genua et omnes virgines cum eo. qvamvis nihil viderunt sed ipse solus.

Übersetzung:

Gib meinen Töchtern, wozu du angehalten bist. (C)

Im Jahr des Herrn 1380. In der Weihnachtsnacht während der Messe, die beim ersten Hahnenschrei gesungen wird, sah der Propst Dietrich nach dem Kyrieeleison, wie der heiligen Mauritius ihm mit gezogenem Schwert gegenüberstand und zu ihm sagte: Gib meinen Töchtern, wozu du angehalten bist. Und jener stand sofort erschrocken von seinem Sitz auf und beugte seine Knie zu Boden, und alle Jungfrauen taten es ihm nach, obgleich sie nichts sahen, sondern nur er allein. (F)

In der niederdeutschen Version der Handschrift: Alse de vorige Provest vorstorben was, koren se wedder hern Dyderick Brant dede tho ener tyd den junckvrouwen in den adventen ere provene vor enthelt un jum nen eten gaff. So is id geschen tho Wynachten under des hilgen Kerstes miße, alse de provest upp synen stole sath by dem altare. Sach he vor sick stande S(anc)t(u)m Mauricium mit enen openbaren swerde, un sede tho em alsus. Giff mynen Kynderen wes du jum plichtig bist. Do stunt de provest upp un vell upp syne Knye und al de ghanße sammelinge mit em. men se seghen en nicht averst de provest allene.

Tafel XIV: Dargestellt war die durch die Klosterreform 1479 eingeführte gemeinsame Tafel, rechts an drei Tischen der Konvent, am mittleren Tisch durch Tituli A bezeichnet die Äbtissin mit der Priorin und der Seniorin, links davon an einem Pult die Vorleserin. Die Kleidung der am linken Tisch sitzenden Nonnen war durch die Inschrift B bezeichnet, vor den Tischen zwei das Essen auftragende Nonnen, deren Kleidung durch die Inschrift C bezeichnet. Links der Tische Propst Tilemann von Bavenstedt mit Büchern unter den Armen und dem Schriftband D, zu seinen Füßen sein Wappenschild. Am linken Bildrand zwei Nonnen, die das Essen kochen, die Linke mit dem Titulus E, die rechte mit dem Titulus F, ihre Kleidung ist durch die Inschrift G bezeichnet. Unter dem Bild die erläuternde Inschrift H.

  1. XIV A

    priorissa abbatissa senior

  2. XIV B

    grawe kappen

  3. XIV C

    witterok wytterok

  4. XIV D

    D(omi)n(u)s Tilema(n)n(us) p(re)p(osi)t(u)s et p(ro)motor reformacionis adde(n)s ad eande(m) r(e)formac(i)o(n)e(m) vi. libros iiij an(tiphonarios) et ii grad(uales) et pluri(m)a bona

  5. XIV E

    M(ate)r Celleraria

  6. XIV F

    Co(n)uersa

  7. XIV G

    witterok witterok / swarte schepeler grawe schepeler

  8. XIV H

    Anno domini M.CCCCLXXIX. in die S(anc)ti Blasii Episcopi.5) Reverendus in Christo pater et dominus dom(inus) Bertoldus Episcopus Hildensemensis et verdensis dyocesis administrator perpetuus Visitavit et reformavit monasterium nostrum. Et in sexta feria ante dominicam Letare6) sedebamus ad communem mensam comedentes de una olla. Et tunc elegimus in provisorem nostrum circumspectum virum dom(inum) Conradum Langen proconsulem Luneborgensem. qvi procuravit nos cum omni diligentia ut pius pater. et fecit nobis plurima beneficia in clenodiis. in edificiis et variis donis, ut in legenda sua habetur.

Übersetzung:

Herr Tilemann, Propst und Beförderer der Reform, steuerte anläßlich der Reform sechs Bücher bei, vier Antiphonarien und zwei Graduale, sowie sehr viele Güter. (D)

Im Jahr des Herrn 1479. Am Tag des heiligen Bischofs Blasius visitierte und reformierte der Vater in Christo und Herr Herr Berthold, Bischof von Hildesheim und beständiger Administrator der Diözese Verden, unser Kloster. Und am Freitag vor dem Sonntag Laetare saßen wir an einer gemeinsamen Tafel und aßen aus einem Topf. Und damals wählten wir zu unserem Provisor den umsichtigen Mann Herrn Konrad Lange, Lüneburger Ratsherrn, der sich mit aller Sorgfalt um uns kümmerte wie ein frommer Vater und der uns viele Wohltaten in Form von kostbaren Kunstwerken, Gebäuden und verschiedenen Gaben zukommen ließ, wie es in seiner Geschichte festgehalten ist. (H)

 
Wappen:
Bavenstedt7)

Übersetzung:

In der niederdeutschen Version der Handschrift: Na godes bort dusent verhundert un in dem negen soventigesten jare des andern dages tho lichtmißen wart dat Closter tho Meding reformert van dem erwerdighen in god vader und hern hern Bartholt von Landsberge, bischopp tho hildensem und verdeschen stichtes. Un am Vrydage vor mid vasten ete wy uth enen grapen, un god de here gaff in dem jare syne benedyginge ovevlodigen, also dar alle vruchte des ertrykes un der bomen enen mahnt tho voren ripeden. Un alse Maria tho hemmel vor tho eren leven sone. leghen al de appelen rede upp usen bonen. Provest her Tyle van bavenstede de hadde west en Rath hertogen Otten van brunswick un luneborch un de gaff eme eynen louwen in syn schilt mit den strangen. de dede groten vlith und vorderde de reformacien un vorkoffte syn vederlicke erve un gaff dat by dat Closter. he gaff ock VI sangboke de leth he scriven tho hyldensem dar he bordich uth was.

Tafel XV: Dargestellt war die thronende Äbtissin mit Äbtissinnenstab und Schriftband A, rechts davon Nonnen, deren Kleidung durch die Inschrift B bezeichnet war, links der kniende Propst Ulrich von Bülow mit dem Schriftband C und seinem Wappenschild, links von ihm das Schriftband D. Unter dem Bild die erläuternde Inschrift E.

  1. XV A

    Est electa secundum r(e)g(u)la(m) s(an)c(t)i B(e)n(e)dicti a sororibus se(cun)dum canonum sanxiones.

  2. XV B

    witte cappen

  3. XV C

    Reuerende p(ate)r adest ele(c)ta n(ost)ra ad b(e)n(e)dictio(n)e(m) tua(m) suscipiendam

  4. XV D

    Vene(r)abilis d(omi)n(u)s Vlricus de Bulow p(re)p(osi)t(u)s modernus et pius p(ate)r n(oste)r fecit nob(is) plurima bona et edificando et cet(er)is b(e)n(e)ficiis

  5. XV E

    Anno domini M.CCCC.XCIV. venerabilis domina Margareta priorissa prima in reformacione concorditer et canonice est electa in abbatissam. Et in die visitationis Marie gloriose virginis consecrata et baculata. Hec cum omni mansuetudine et pietate nos Cristi ancillas sanctam reformacionem et observanciam edocebat. Et omne vicium proprietatis obstruebat. Vere religionis et reformacionis sparsit flores. Et reprobavit omnes errores. Omnia predecessarum suarum facta factis suis inauravit. et qvasi angelus domini inter nos ambulavit. atque die ac nocte pro nobis laborare nunqvam cessavit.

Übersetzung:

Sie ist nach der Regel des heiligen Benedikt von den Schwestern gemäß dem kanonischen Recht gewählt worden. (A)

Hochwürdiger Vater, hier steht unsere gewählte (Äbtissin), um deinen Segen zu empfangen. (C)

Der ehrwürdige Herr Ulrich von Bülow, jetziger Propst und unser frommer Vater, ließ uns viele Güter zukommen sowohl durch Bautätigkeit als auch durch andere Wohltaten. (D)

Im Jahr des Herrn 1494. Die ehrwürdige Frau Margaretha, erste Priorin während der Klosterreform, wurde einträchtig und rechtmäßig zur Äbtissin gewählt und am Tag der Heimsuchung der ruhmreichen Jungfrau Maria geweiht, und ihr wurde der Stab überreicht. Diese unterwies uns Mägde Christi mit aller Sanftmut und Frömmigkeit in der heiligen neuen Ordnung und Observanz und stellte sich jeder Form unerlaubter Eigenmächtigkeit entgegen. Sie streute die Blumen der wahren Religion und Reform aus und verwarf alle Irrtümer. Alle Taten ihrer Vorgängerinnen vergoldete sie mit ihren eigenen Taten, und wie ein Engel des Herrn wandelte sie unter uns, und sie wurde niemals müde, Tag und Nacht für uns zu arbeiten. (E)

 
Wappen:
Bülow

Übersetzung:

Keine niederdeutsche Version der Handschrift.

Die bei Lyßmann überlieferten Tafeln und ihre Inschriften gelten als einzige Quelle zur Entstehungs- und frühen Entwicklungsgeschichte des Klosters und sind seit Lyßmann in der Literatur immer wieder als Beleg für diese genannt worden.8) Auffallend ist allerdings, daß die Tafeln bislang noch nicht quellenkritisch betrachtet worden sind, obwohl ihr Entstehungszusammenhang gut dokumentiert ist. Die Tafeln wurden dem Lyßmann noch vorliegenden Manuskript zufolge 1499 von dem Medinger Propst Ulrich von Bülow (vgl. Nr. 94) für das in diesem Jahr errichtete Haus der Äbtissin entworfen. Voraufgegangen war die im Jahr 1479 unter dem Propst Tilemann von Bavenstedt durchgeführte, schon seit längerer Zeit von diesem geplante Klosterreform (Tafel XIV), in deren Folge die Wienhäuser Nonne Margaretha Puffen (vgl. Nr. 93) als Priorin eingesetzt wurde. Ganz offensichtlich wählte man mit ihr eine sehr durchsetzungsfähige und selbstbewußte Persönlichkeit, die – zumindest nach einigen Amtsjahren – deutlich Wert auf Repräsentation legte und sich darum bemühte, ihr Amt aufzuwerten. Nach dem Tod des Propstes Tilemann von Bavenstedt 1494 erwirkte sie noch vor der Wahl des neuen Propstes ihre Einsetzung als Äbtissin des Klosters. Als Ausdruck dieser neuen Stellung ließ sie kurz darauf den heute noch erhaltenen aufwendigen Äbtissinnenstab anfertigen. Der neugewählte Propst Ulrich von Bülow mußte bei seiner Wahl eine Wahlkapitulation unterschreiben, in der seine Pflichten genau definiert sind.9) Bislang hat man ausschließlich Ulrich von Bülow als Urheber der fünfzehn Tafeln angesehen, obwohl bei Lyßmann nachzulesen ist, daß die Gemälde durch Veranstaltung des Probstes von Bülow und der Abbatißin Margareta Puffen angefertigt wurden.10) Ebenso ist immer wieder die Rede davon, daß der Propst 1499 ein neues Wohnhaus für die Äbtissin errichten ließ. Daß Margaretha Puffen bei diesen Vorgängen eine bedeutende Rolle spielte und die Initiative von ihr ausging, ist zumindest im Fall der Gemälde mit Sicherheit anzunehmen, die ja zum Schmuck dieses Wohnhauses bestimmt waren. Damit kommt dem Gemäldezyklus jedoch noch eine ganz andere Bedeutung zu, als nur die Geschichte des Klosters zu tradieren. Betrachtet man die letzte Tafel und ihre Inschriften, insbesondere die Inschrift XV E, so fällt die massive Art der Selbstdarstellung auf, die die Äbtissin Puffen und der Propst Bülow hier zu Lebzeiten betrieben und die kaum mit den – von der Äbtissin nach Aussage der Inschrift XV E gelehrten – zisterziensischen Regeln vereinbar waren.

Noch etwas anderes fällt beim genauen Betrachten der Gemälde und ihrer Inschriften auf. Immer wieder sind die Schleier der Nonnen inschriftlich als witte cappen bezeichnet und damit als Ordenstracht des Zisterzienserinnen hervorgehoben. Wenn sich das Kloster Medingen bis zum Ende des 15. Jahrhunderts immer dem Zisterzienserorden zugehörig betrachtet hätte, wären diese Inschriften vollkommen überflüssig. Ihre Anbringung deutet aber darauf hin, daß man damit Ende des 15. Jahrhunderts betonen wollte, daß das Kloster – ohne jemals formal in den Orden aufgenommen worden zu sein – immer zisterziensisch gewesen sei. Hier kommt nun besonders die Tafel VIII und ihre Interpretation durch Lyßmann ins Spiel, die bis heute trotz gewisser Irritationen niemals hinterfragt worden sind. Die Tafel zeigt Propst Nikolaus, der seine Tante Imma, Benediktinerin aus dem Kloster Dambeck, in das Kloster einführt. Die Darstellung wie die Inschriften VIII E–G machen deutlich, daß bei diesem Anlaß die Benediktinerregel im Kloster eingeführt und Imma anstelle der bisherigen Äbtissinnen – entsprechend der Benediktinerregel – wie auch ihre Nachfolgerinnen zur Priorin gewählt wurde. Angesichts der in den weiteren Gemälden des Zyklus immer wieder erscheinenden witten kappen der Zisterzienserinnen geriet Lyßmann in einen gewissen Erklärungsnotstand. Er legte das Bild daher ganz im Sinne seiner Urheber so aus, daß zwar die neue Priorin Benediktinerin war, daß aber den Nonnen zugesichert wurde, weiterhin Zisterzienserinnen bleiben zu dürfen.11) Dabei ließ er trotz seiner sonstigen Sorgfalt im Umgang mit seinen Quellen unberücksichtigt, daß die Gemälde die Sichtweise des Jahres 1499 widerspiegelten. Der Umstand, daß in Medingen bis 1494 – anders als beispielsweise in den Zisterzienserklöstern Isenhagen und Wienhausen – eine Priorin an der Spitze des Konvents stand, ist in der neueren Forschung zwar konstatiert, aber als eher zufällig abgetan worden. Nach Riggert ist der Grund für einen Wechsel von der Abtei zum Priorat unklar und ohne stichhaltige Begründung.12) Auch Homeyer konstatiert lediglich, daß „dieses und vieles mehr“ in Medingen „lange Zeit anders gewesen“ sei als in anderen Zisterzienserklöstern.13) Beide übersehen, daß die Tafel VIII mit der Einführung der Benediktinerregel, die eine Priorin an der Spitze des Konvents vorsieht, eindeutig den Grund der Umstrukturierung nennt.

Das im Jahr 2006 erschienene Medinger Urkundenbuch erlaubt es, die Aussagen der Gemälde an der urkundlichen Überlieferung zu überprüfen. Tatsächlich ergeben sich daraus aussagekräftige Übereinstimmungen zwischen beiden Quellenarten. Die Amtszeit des auf der Tafel VIII dargestellten Propstes Nikolaus wird heute auf 1261 bis 1287 angesetzt, die Einführung seiner Tante Imma als Priorin des Klosters datiert Homeyer nach Lyßmann auf 1263.14) Imma ist urkundlich nicht genannt. In den Urkunden bis zum Jahr 1264 wird das Kloster Medingen – sofern eine Ordenszugehörigkeit angegeben ist – durchgängig als ordinis Cisterciensis bezeichnet.15) Eine Auswertung des Urkundenbuches für die Zeit von 1265 bis zum Amtsantritt des Reformpropstes Tilemann von Bavenstedt 1469 auf die Benennung der Ordenszugehörigkeit hin zeigt, daß diese keineswegs so beliebig ist, wie Riggert es annahm. Auch das von ihr konstatierte Überwiegen der Bezeichnung als ordinis Cisterciensis erweist sich an dem Urkundenbuch als falsch.16) Tatsächlich gibt es keine einzige im Original überlieferte Urkunde aus dem Zeitraum von 1265 bis 1469, die das Kloster als den Zisterziensern zugehörig bezeichnet, und lediglich sechs in Abschriften aus sehr viel jüngerer Zeit überlieferte Urkunden mit einem entsprechenden Vermerk. Dagegen stehen sechs im Original überlieferte Urkunden, in denen das Kloster als monasterium ordinis sancti Benedicti bezeichnet ist, und weitere fünf kopial überlieferte Urkunden mit derselben Angabe. Nimmt man diesen Befund und die Existenz des Priorinnenamtes an der Spitze des Klosters seit der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts zusammen, so läßt sich aus den Gemälden wie aus dem Urkundenbestand recht eindeutig erweisen, daß in dem von Zisterzienserinnen aus dem Kloster Wolmirstedt gegründeten Kloster Medingen um 1265 formal die Benediktinerregel eingeführt wurde und diese bis zur Durchführung der Klosterreform in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts Bestand hatte. Es ist allerdings anzunehmen, daß dies für das tägliche Leben im Konvent kaum von Bedeutung war.

Eine deutliche Änderung im Hinblick auf die Ordensorientierung trat mit dem Amtsantritt des Propstes Tilemann von Bavenstedt 1469 ein. Dieser fand ein wirtschaftlich wie auch in geistlicher Hinsicht reformbedürftiges Kloster vor und orientierte sich bei der Neuordnung der Verhältnisse an den Zisterziensern. 1479 rief er zur Durchführung der geistlichen Reform die Äbtissinnen der Zisterzienserklöster Wienhausen und Derneburg zusammen mit einigen Nonnen nach Medingen (vgl. die Darstellung der Einführung des gemeinsamen Tisches auf Tafel XIV). Die im Zusammenhang mit der Durchführung der Klosterreform abgefaßte Carta visitationis bezeichnet Medingen als Zisterzienserkloster,17) und seit dem Amtsantritt Tilemanns von Bavenstedt bis zur Reformation findet sich in den Medinger Urkunden keine Bezeichnung als Benediktinerkloster mehr. Eine Rückbesinnung auf die Gründungszeit, in diesem Fall auf die zisterziensischen Anfänge, ist allgemein typisch für die Reformbestrebungen im 15. Jahrhundert und mag auch für Tilemann von Bavenstedt den Ausschlag gegeben haben. Der für die Durchführung der Reform aus dem Kloster Wienhausen geholten und 1479 zur Priorin gewählten Margaretha Puffen kam diese Orientierung sicherlich sehr zupaß, denn unter Berufung auf die Zisterzienserstatuten konnte sie nun nach dem Tod des Tilemann von Bavenstedt 1494 das – zumindest formal – mit größeren Befugnissen versehene Äbtissinnenamt in Medingen einführen und dafür die bischöfliche Bestätigung erlangen.18) Der immer wiederkehrende – für sich genommen überflüssige – inschriftliche Hinweis witte kappen in dem fünfzehnteiligen Bildprogramm erhält seine Berechtigung dadurch, daß er mit dem Hinweis auf eine ungebrochene zisterziensische Tradition auch die Wiedereinführung des Äbtissinnenamtes legitimiert.

In den Gemälden spielt der heilige Mauritius von der dritten Tafel an, auf der die Nonnen seine Statue aus dem Kloster Wolmirstedt tragen, eine wichtige Rolle. Auch auf Tafel XII wird seine Statue von den jüngeren Nonnen den älteren zum Empfang im Kloster Medingen 1336 entgegengetragen (vgl. den niederdeutschen Text), auf der Tafel XIII ist Mauritius gleich zweimal dargestellt, einmal als Statue auf dem Altar und zum anderen leibhaftig, um den Propst Dietrich Brand (1380–1396) mit gezücktem Schwert zur Ordnung zu rufen, offenbar mit Erfolg, denn Lyßmann konstatiert: Diese scharfe Attaque von gedachtem Heiligen brachte den Hrn. Probst auf andere Gedanken.19) Margaretha Puffen, die die Mauritiusverehrung besonders beförderte (vgl. die von ihr gestiftete aufwendige Mauritiusstatue Nr. 90), dürfte auf diese Darstellungen des Patrons in den Gemälden Einfluß genommen haben. In der niederdeutschen Erläuterung zu dem auf der Tafel XII dargestellten Umzug von Altenmedingen in das neue Kloster Medingen werden die Gottesmutter und der heilige Mauritius gleichberechtigt als Patrone der Kirche genannt. Betrachtet man die urkundliche Überlieferung, so scheint sich mit dem Umzug nach Medingen ein gewisser Wechsel des Hauptpatronats vollzogen zu haben. Bis zu diesem Zeitpunkt wird die Klosterkirche des Konvents in den Urkunden gelegentlich als ecclesia sanctae Mariae bezeichnet, und die Madonna mit dem Kind findet sich auch im Siegel des Klosters. Entsprechend ist sie auch auf der Tafel VI als Relief über dem Eingang der Bohndorfer Klosterkirche dargestellt und erscheint auf der Tafel IX dem Propst Christian in Altenmedingen, um ihn zur Einführung der Klausur zu veranlassen. In einem in Avignon 1336 nach der Verlegung des Klosters ausgestellten Indulgenzbrief wird das Kloster erstmals als monasterium sancti Mauricii erwähnt,20) danach wieder in einer Urkunde von 1393 und in vier Urkunden aus dem 15. Jahrhundert.21) Margaretha Puffen bezeichnet in einer von ihr 1503 ausgestellten Urkunde Maria als eyn hovetfrouwe und den heiligen Mauritius als den hovethere des Klosters Medingen (diese Formulierung auch in dem niederdeutschen Text zu Tafel III).22)

Textkritischer Apparat

  1. Statt pertractate.
  2. Bei Lyßmann folgt noch der Text: Anno d(omi)ni M CCCXXXVI. perfectum est. Dieser Satz war laut Lyßmann (Anm. 17) jedoch auf dem Gemählde in der Fr. Abbatißin Hause gantz weggelassen. Diese Anmerkung Lyßmanns ist der einzige konkrete Hinweis darauf, daß die erläuternden lateinischen Texte tatsächlich inschriftlich ausgeführt waren.
  3. Statt didicerunt.
  4. Lyßmann merkt an, daß wohl armariis gemeint war.
  5. Statt intrare.
  6. Statt istum.
  7. Statt praesens.

Anmerkungen

  1. Beginn des Prologs der Regula Benedicti.
  2. Io. 1,23.
  3. 30. Mai.
  4. Io. 19,19.
  5. 3. Februar.
  6. 19. März.
  7. Wappen Bavenstedt (Löwe vor schräg geschachtem Grund).
  8. Vgl. u. a. Joachim Homeyer, Kloster Medingen, die Gründungslegende und ihre historischen Elemente. In: Jahrbuch der Gesellschaft für Niedersächsische Kirchengeschichte 79, 1981, S. 9–60. Ders., 500 Jahre Äbtissinnen in Medingen. Uelzen 1994 (Schriften zur Uelzener Heimatkunde 11).
  9. UB Medingen, Nr. 576.
  10. Lyßmann, Medingen, Einleitung zum Anhang.
  11. Lyßmann, Medingen, S. 10.
  12. Riggert, Frauenklöster, S. 141.
  13. Homeyer, Äbtissinnen (wie Anm. 7), S. 12.
  14. Lyßmann, Medingen, S. 10. UB Medingen, S. 14f.
  15. Es ist allerdings sehr unwahrscheinlich, daß die von Homeyer in das Medinger Urkundenbuch aufgenommenen Urkunden Nr. 6 u. 8 (1241/2), in denen es um die Visitation einer abbatiae de Meringe durch das Generalkapitel der Zisterzienser geht, sich auf das Kloster Medingen beziehen, zumal eine Frauenzisterze Mehringen bei Aschersleben existierte. Eine zweimalige Verschreibung von d zu r erscheint wenig plausibel, vor allem auch, wenn man in Betracht zieht, daß das in den Urkunden erwähnte Kloster dem Kloster Sittichenbach (Sichem) als Tochterkloster unterstellt wurde, dieses in der Medinger Urkundenüberlieferung sonst aber nicht erwähnt wird.
  16. Riggert, Frauenklöster, S. 53, Anm. 7. Die Gegenprobe am Isenhagener Urkundenbuch zeigt eindeutig, daß die Bezeichnung ordinis sancti Benedicti nicht als Oberbegriff auch für die Zisterzienser gebraucht wurde. Die Ordenszugehörigkeit des Klosters Isenhagen wird in seinen Urkunden durchgängig mit ordinis Cisterciensis angegeben.
  17. UB Medingen, Nr. 520.
  18. UB Medingen, Nr. 574 u. 575.
  19. Lyßmann, Medingen, S. 39.
  20. UB Medingen, Nr. 198.
  21. UB Medingen, Nr. 402, 421, 422, 455, 456.
  22. UB Medingen, Nr. 611.

Nachweise

  1. Lyßmann, Medingen, Anhang.

Zitierhinweis:
DI 76, Lüneburger Klöster, Nr. 58† (Sabine Wehking), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di076g013k0005801.