Inschriftenkatalog: Die Inschriften des Landkreises Weilheim-Schongau

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 84: Lkr. Weilheim-Schongau (2012)

Nr. 166 Weilheim, Töllern, Filialkirche St. Johann 1583

Beschreibung

Bauinschrift an der Südseite des Kirchturms in ca. dreieinhalb Meter Höhe. 1862 freigelegt1). Rotgebrannter Ziegel mit Inschrift in zwei Zeilen, am Ende der zweiten Zeile Handwerkerzeichen in Form eines nach oben gerichteten, geflügelten Pfeils, der in der Mitte des Schafts durch eine waagrechte Linie unterbrochen ist, deren Ende links einen senkrechten und rechts einen parallel zur Pfeilspitze verlaufenden Abschlußstrich aufweist2).

Maße: H. ca. 15 cm, B. ca. 30 cm, Bu. ca. 6 cm.

Schriftart(en): Kapitalis.

DI 84, Nr. 166 - Weilheim, Töllern, Filialkirche St. Johann - 1583

 © BAdW München, Inschriftenkommission [1/1]

  1. 1583 / A R ·

Kommentar

Eine Auflösung der Initialen ist nicht möglich. Von Renner wird unter Bezugnahme auf Schmidtner3) in dem ‚R’ der Anfangsbuchstabe des Familiennamens ‚Renner’ vermutet, da um 1600 ein Maurermeister dieses Namens nachzuweisen ist4). Nach Mauthe wurde jedoch durch den Weilheimer Maurermeister Hans Guggemoos im Jahre 1583 der achteckige Turmaufsatz mit Zwiebel errichtet5). An dem Weilheimer Gebäude Hofstraße 19/21 ist auf einem Ziegelstein mit der Jahreszahl 1592 ebenfalls die Buchstabenkombination AR, jedoch mit einem anderen Handwerkerzeichen zu sehen6).

Anmerkungen

  1. Renner, Töllernkirchlein 16.
  2. Harbauer, Alte Handwerker- und Händlermarken 61
  3. Schmidtner, Weilheims Stadtpfarrkirche Nr. 35.
  4. Renner, Töllernkirchlein 16.
  5. Mauthe, Kirchen Weilheim 37.
  6. Vgl. Nr. 195.

Nachweise

  1. Schmidtner, Weilheims Stadtpfarrkirche Nr. 35; Harbauer, Alte Handwerker- und Händlermarken 61f.; Mauthe, Kirchen Weilheim 37; Renner, Töllernkirchlein 11; DiB I,23 (Weilheim-Schongau) 590.

Zitierhinweis:
DI 84, Lkr. Weilheim-Schongau, Nr. 166 (Manfred Merk), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di084m015k0016607.