Inschriftenkatalog: Landkreis Luwigsburg

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 25: Lkr. Ludwigsburg (1986)

Nr. 640 Sersheim, ev. Pfarrkirche St. Peter 1629

Beschreibung

Zwei Fragmente mit den Wappen des Herrenalber Pflegers Johann Bernhard Schmid und seiner Gemahlin Anna geborene Machtolff. Ehemals angeblich am Chorbogen, jetzt lose an die westliche Chorwand gelehnt. Zwei hochovale Medaillons mit Beschlagwerkrahmung, seitlich beschnitten; im Feld jeweils ein Vollwappen in Relief; Inschrift-Monogramme auf dem Rahmen. Grauer Sandstein, farbig gefaßt; Ränder unregelmäßig, als ob die Stücke aus einer größeren Platte herausgesägt wären. Die Wappen sind in der jetzigen Aufstellung vertauscht; das Wappen des Ehemannes (I) wird vor dem der Frau (II) beschrieben.

Schriftart(en): Kapitalis.

DI 25, Nr. 640 - Sersheim - 1629

 © Heidelberger Akademie der Wissenschaften [1/1]

I. Wappen Schmid (geteilt: Lilie, zwei gekreuzte Hämmer).

Maße:

  1. I(OHANN) · B(ERNHARD) · S(CHMID) · H(ERREN)A(LBER)a) · PF(LEGER) · Z(U) · V(AIHINGEN) · /

II. Wappen Machtolff

Maße: H. 59, 6, B. 49, Bu. 4,5 cm.

  1. A(NNA) · S(CHMID) · /// · G(EBORNE) · M(ACHTOLFF) · 16 · 29 · /

Kommentar

Zu den biographischen Daten des Ehepaars vgl. die Angaben beim Grabstein der Martha Agnes Schmid.1 Ob die vorliegenden Fragmente Überreste eines Grabdenkmals sind, muß offenbleiben. Johann Bernhard besaß zu Sersheim das von seinem Vater 1580 erworbene Schloßgut2; er könnte also durchaus 1629 ein Grabdenkmal in die Sersheimer Kirche gestiftet haben, obgleich er und seine Frau – ebenso wie ein Sohn – wohl in Vaihingen beigesetzt sind. Die Fragmente könnten auch von einer Bauinschrift stammen. Ohne Quellenfunde ist die Frage nicht zu klären.

Textkritischer Apparat

  1. HA ligiert.

Anmerkungen

  1. Vgl. nr. 570 (1615); weitere Kinder des Paares nrr. 621, 645 (1624, 1631).
  2. OABVaihingen 1856, 233.

Nachweise

  1. Klemm, Grabschriften 1874, Nr. 11, S. 47 nr. 67.

Zitierhinweis:
DI 25, Lkr. Ludwigsburg, Nr. 640 (Anneliese Seeliger-Zeiss und Hans Ulrich Schäfer), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di025h009k0064005.